Das Berufsbild:
Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Taschenlampen aus China, Hemden aus Indien, australisches Bier – was Globalisierung bedeutet, lässt sich heute in jedem Supermarkt studieren. Wenn beim grenzüberschreitenden Warenverkehr jedes Produkt genau dort ankommt, wo es gebraucht wird, haben wahrscheinlich Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung ihre Finger im Spiel. Für ihre Auftraggeber aus Industrie und Handel organisieren und optimieren sie den Gütertransport- und umschlag rund um den Globus. Damit aus einem Vorhaben ein sprichwörtliches „logistisches Meisterwerk“ wird, ist einiges an Koordinationsarbeit nötig: Verschiedene Prozesse wollen exakt geplant und präzise aufeinander abgestimmt werden.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung ...

  • arbeiten bei Speditionen und anderen Logistik-Dienstleistern im Bereich Umschlag und Lagerwirtschaft.
  • verkaufen logistische Dienstleistungen: Sie entwickeln Transportlösungen und Logistikkonzepte unter Beachtung wirtschaftlicher, rechtlicher und ökologischer Aspekte.
  • kennen Beförderungs-, Zoll- und Versicherungsrichtlinien und die Besonderheiten des Transportwesens.
  • betreuen Kunden weltweit und grenzübergreifend.
  • führen betriebswirtschaftliche, kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten aus.

Die Aufgaben als Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung arbeiten zum Teil auch im Lager, typischerweise aber im Büro. Dort steuern sie den Güterversand, ermitteln geeignete Transportmittel und -wege, erstellen Angebote und Konzepte und kümmern sich um Reklamationen. Kaufmänner und Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleistung sind für den internationalen Handel sehr wichtig: Sie koordinieren das Zusammenwirken verschiedener Personen und Unternehmen, die an einer Lieferkette beteiligt sind.

Als Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung führt man betriebswirtschaftliche, kaufmännische und verwaltende Aufgaben selbstständig durch. Dabei ist es wichtig, jederzeit den Überblick zu behalten. Unter anderem deshalb ist das Internet aus der Logistik nicht mehr wegzudenken: Es wird genutzt zur Überwachung von Gütersendungen, zur Abstimmung mit den Geschäftspartnern oder zur Neukunden-Gewinnung.

Ausbildung und Anforderungen

Eine Ausbildung im Bereiche Spedition und Logistik erfordert grundsätzlich viel Sorgfalt, Umsicht und ein hohes Organisationsvermögen. Bei Abrechnungen oder bei der Kalkulation von Lieferzeiten und Frachtgewichten spielt Mathematik eine große Rolle. Darüber hinaus braucht man PC-Kenntnisse und Sprachverständnis – auch in Englisch: Im grenzüberschreitenden Güterverkehr sollte es schließlich keine Sprachbarrieren geben.

Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, die Ausbildung dauert drei Jahre. Ein interessanter Aspekt für „Reisefreudige“: Viele internationale Unternehmen bieten motivierten Kandidaten die Chance, einen Teil der Ausbildung in einer Auslands-Niederlassung zu verbringen.

Die Ausbildungsvergütung

Ein Überblick über die durchschnittliche tarifliche Monatsvergütung angehender Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung (AJ = Ausbildungsjahr):

Westdeutsche Bundesländer

Ostdeutsche Bundesländer

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

741 €

811 €

878 €

810 €

596 €

648 €

715 €

653 €

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (Stand 2017)