Das Berufsbild:
Sozialversicherungsfachangestellter / Sozialversicherungsfachangestellte

Sozialversicherungsfachangestellte arbeiten Tag für Tag daran, dass das soziale Netz der Bundesrepublik funktioniert. Je nach Fachrichtung findet man sie bei Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Unfallversicherern oder in anderen Zweigen der deutschen Sozialversicherung. Dort kümmern sich die „SoFas“ um die Belange von gesetzlich Versicherten, die für ihre Existenzsicherung und ihren Lebensunterhalt kurz- oder längerfristig auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sind: zum Beispiel Alte, Kranke und Verletzte.

Sozialversicherungsfachangestellte ...

  • arbeiten in den Fachbereichen gesetzliche Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung sowie bei knappschaftlichen und landwirtschaftlichen Sozialversicherungen.
  • klären Versicherungsverhältnisse und Leistungsansprüche.
  • berechnen Mitgliedsbeiträge.
  • beraten gesetzlich Versicherte in Versicherungsfragen.
  • übernehmen administrative Funktionen in der inneren Verwaltung der Sozialversicherungsträger.

Aufgaben und Anforderungen

Sozialversicherungsfachangestellte sind Schnittstellen zwischen Versicherungsträgern und Versicherten. Die menschennahe Arbeit verlangt nach hohen kommunikativen Kompetenzen und einem ausgeprägten Servicedenken: wichtig sowohl bei der Beratung als auch bei der Neugewinnung von Kunden. Da der Dialog mit den Versicherten gerade im Leistungsfall nicht immer reibungslos abläuft, ist darüber hinaus ein großes Maß an Konfliktfähigkeit unabdingbar.

Da Sozialversicherungsfachangestellte einen regen Schriftverkehr bearbeiten, sollten sie die deutsche Sprache sicher beherrschen. Komplizierte Kalkulationen, Anspruchsprüfungen und Abrechnungen erfordern zudem gute Rechenfertigkeiten. Bei alldem kommt es auf ein zuverlässiges, sorgfältiges Arbeiten an – und auf die nötige Verschwiegenheit, um den Schutz der vertraulichen Kundendaten zu gewährleisten.

Die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten

Die duale Ausbildung zum bzw. zur Sozialversicherungsfachangestellten dauert in allen Fachrichtungen drei Jahre. Übergreifende Ausbildungsinhalte sind unter anderem Betriebskunde, das System der sozialen Sicherung, Informationsverarbeitung, Datenschutz und Konfliktmanagement. Darüber hinaus stehen fachspezifische Themen auf dem Lehrplan. Beamten-Ausbildungen für das Gebiet der Sozialverwaltung gibt es in Bayern (mittlerer Dienst und gehobener Dienst) und Sachsen (gehobener Dienst).

Rein rechtlich muss man für die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten keinen bestimmten Schulabschluss nachweisen. Praktisch stellen die Versicherungsträger aber überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. Im Fachbereich Krankenversicherung besitzen rund zwei Drittel der Auszubildenden sogar die Hochschulreife.

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