Erfahrungsbericht Kaufmann im Groß- und Außenhandel: Bewerbung, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch, Assessment Center zur Ausbildung bei Edeka

Die Bewerbung

Ich habe eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gesucht. Über das Internet habe ich zuvor nach geeigneten Ausbildungsplätzen gesucht. Als ich dann auf der Internetseite von EDEKA gelandet bin, habe ich mich schließlich über das interne Bewerberportal beworben. Ich habe ein Motivationsschreiben verfasst und einen Lebenslauf erstellt. In dem Bewerberportal musste man noch einige persönliche Daten ergänzen und seine Schulzeugnisse einreichen.

Der Eignungstest

Ich habe eine Einladung zu einem computergestützten Einstellungstest erhalten. Der Test begann am Vormittag und dauerte in etwa 2 Stunden. Die Gruppe bestand aus ungefähr 20 bis 30 Kandidaten und es wurde zuerst eine Rede zu dem Unternehmen gehalten. Die Präsentation dauerte insgesamt 10 Minuten.

Allgemeinwissen, Logik, Mathematik

In dem Einstellungstest an sich kamen einige Fragen zum Allgemeinwissen dran, u.a. Geschichtswissen (z.B. Wofür ist Henry Ford bekannt?). Es kamen ziemlich viele Fragen zum Thema Länderkunde dran und auch zur Betriebswirtschaft (z.B. Was bedeutet BGB?). Man musste außerdem Wortbeziehungen erkennen (z.B. Gemüse = gesund / Zucker = xxx). Im Mathe-Teil mussten wir ziemlich viele Textaufgaben bearbeiten: Wie viel Prozent sind 10€ von 100€ oder wie viel sind 75 % als Dezimalzahl? Auch Zinsrechnung kam mehrfach dran. Es sollte ein Taschenrechner benutzt werden, was mir ziemlich geholfen hat bei der Fülle an Aufgaben.

Sprachverständnis

Als nächstes wurde Rechtschreibung abgefragt. Dies fiel mir nicht so schwer, jedoch waren die Wörter nicht sehr alltäglich. Bei diesen Wörtern mussten wir die richtige Schreibweise erkennen. Auch verschiedene Zeitformen von Verben wurden abgefragt (Präteritum usw.). Bei einigen Fragen ging es um die richtige Schlussfolgerung (z.B. Weg 1 ist kürzer als Weg 2, Weg 2 ist aber länger als Weg 3… welcher Weg ist der kürzeste?).

Erinnerungsvermögen, Visuelles Denkvermögen, Unternehmensfragen

Außerdem erinnere ich mich noch an Gedächtnisaufgaben: Ich musste mir innerhalb von 15 Sekunden so viele Wörter wie möglich merken und diese dann wiedergeben. Zum Schluss kam visuelles Denken dran: Einige dreidimensionale Objekte wurden abgebildet und man sollte die Anzahl der Flächen bestimmen. Natürlich wurde auch das Wissen über EDEKA abgefragt.

Das Vorstellungsgespräch

Nach dem Test wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Ich war sehr nervös, da es mein erstes Gespräch war. Zuerst stellten sich die Verantwortlichen vor: Es war jemand aus der Geschäftsführung mit bei dem Gespräch und eine Frau aus der Personalabteilung. Zuerst haben wir über meine Schulnoten geredet. Meine Noten waren soweit in Ordnung und so konnte ich einige Punkte sammeln. Ich erzählte anschließend einiges über mich und über meine beruflichen Wünsche sowie natürlich über meine Fähigkeiten. Das Gespräch wurde sehr locker und so verflog meine Nervosität recht schnell. Ich sollte Ihnen noch Rückmeldung über den Einstellungstest und das Vorstellungsgespräch geben. Nachdem ich dies tat, verabschiedeten sie sich von mir – und nach einigen Tagen wurde ich erneut zu einem Gespräch eingeladen, was mich sehr wunderte.

Das Assessment Center

Ich fuhr ich erneut hin und wartete mit einer zweiten Bewerberin auf das zweite Vorstellungsgespräch. Ich hegte die Vermutung, dass es sich um eine Art Assessment Center handelt. Als wir den Raum betraten, waren dieselben Verantwortlichen wie bei den Vorstellungsgesprächen vor Ort. Wir haben zunächst einige lockere Unterhaltungen geführt und schließlich bekamen wir zu zweit einen Text vorgelegt. Es handelte sich um eine Fallsituation und diese mussten wir dann zusammen bearbeiten. Es ging in erster Linie darum, den Text zu strukturieren und in eigenen Worten wieder zu geben. Dann sollten wir Lösungsansätze für die Problematik in dem Text ermitteln. In dem Text ging es um einen Auszubildenden im Großhandel, der keinen Bezug zur Arbeit hatte und sich den Vorgesetzten wiedersetzte, bis dieser schlussendlich die Ausbildung beendete. Zum Schluss sollten wir diese Situation (das Gespräch zwischen Auszubildenden und Vorgesetzten) jeweils positiv und negativ nachspielen. Der Termin war innerhalb von 1 Stunde zu Ende.

 


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