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Bewerbungs-Studie
Anschreiben nervt am meisten

Bewerbungs-Studie: Anschreiben nervt am meisten

Das Anschreiben: von Bewerbern gefürchtet – von Personalern jedoch hochgeschätzt. Worauf kommt es an?

„Sehr geehrter Herr XY, mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen“: Ein überzeugendes Anschreiben zu Papier zu bringen, bereitet vielen Bewerbern Probleme. Laut einer Umfrage des Jobvermittlers „Indeed“ ist dieser Teil der Bewerbung bei den Stellensuchern am unbeliebtesten: Jeder zweite würde nur allzu gern darauf verzichten. Die Personalverantwortlichen sehen das allerdings etwas anders – bei ihnen steht das Anschreiben nach wie vor hoch im Kurs.

Worauf achten Personaler?

Laut der „Indeed“-Umfrage prüfen 69 Prozent der Personalverantwortlichen anhand des Anschreibens, wie gut sich ein Kandidat ausdrücken kann. 61 Prozent schätzen das Dokument als Informationsquelle: Hier kann der Kandidat Hintergründe beleuchten und seine Motivation begründen, wofür die heute üblichen tabellarischen Lebensläufe keinen Raum bieten. Für 45 Prozent der Personaler ist das Anschreiben wichtig, um zu erkennen, dass sich ein Bewerber um die Gunst des Arbeitgebers bemüht.

So gelingt das Anschreiben

Ein gutes Anschreiben beantwortet die Kernfragen des Personalers. Was interessiert den Bewerber am anvisierten Arbeitgeber? Warum hat er sich ausgerechnet bei diesem Betrieb beworben? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse bringt er mit? Wichtig ist es, auf die Anforderungen der Stellenanzeige einzugehen und schlagkräftige Argumente zu formen. Allgemein gehaltene Serienbewerbungen hinterlassen keinen vorteilhaften Eindruck. Jedes Anschreiben sollte ein Unikat sein, individuell zugeschnitten auf den Empfänger.

Vorsicht ist geboten bei Standardfloskeln, die sich in fast jedem Anschreiben finden („Hiermit bewerbe ich mich mit großem Interesse …“): Sie wirken wenig aussagekräftig, und beim Leser ist die Langeweile vorprogrammiert. Auch sollten die Inhalte des Anschreibens nicht unrealistisch schöngefärbt sein und sich mit den weiteren Bewerbungsdokumenten decken. Nicht zuletzt müssen die Formalitäten stimmen: Rechtschreib- und Grammatikfehler sind tabu, gleiches gilt für Flecken, Knicke oder unsaubere Formatierungen.

Beispiel-Anschreiben

Ein Anschreiben-Beispiel für eine Bewerbung zur Ausbildung:

Ausbildung: Beispiel-Anschreiben

Weitere Infos

Die „Indeed“-Studie (PDF): Was heißt bewerben heute? Alle Ergebnisse der „Indeed“-Umfrage gibt es hier als PDF.

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