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Bewerbung zur Ausbildung
Kopfnoten: Wichtig für den Personaler

Bewerbung zur Ausbildung: Kopfnoten – Wichtig für den Personaler

Kopfnoten im Schulzeugnis sind bei der Bewerbung nicht zu unterschätzen: Sie können trotz mittelmäßiger Fachnoten zum Erfolg führen.

„Arbeitsverhalten“, „Sozialverhalten“, „Mitarbeit“: Kopfnoten wie diese stehen in einigen Bundesländern neben den Zensuren für Mathe, Deutsch und Co. im Schulzeugnis. Bei einer Bewerbung zur Ausbildung können gute Kopfnoten sehr hilfreich sein: Sie können in der Wahrnehmung der Personalverantwortlichen sogar mittelmäßige Fachnoten wettmachen. Dies ergab eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

Kopfnoten bei der Bewerbung entscheidend

Für die Studie verschickten die WZB-Forscher über 300 Lebensläufe an rund 160 Unternehmen. Die Lebensläufe stammten von vier fiktiven Bewerbern mit mittlerer Reife, die eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, Elektroniker oder Mechatroniker anstrebten. Die Bewerber unterschieden sich nur in ihrem Fachnoten-Durchschnitt und in ihren Kopfnoten.

Nachdem die Zu- oder Absagen der Betriebe eingetroffen waren, machten sich die Forscher an die Auswertung: Welche Bewerber schafften es wie häufig in die nächste Runde des Auswahlverfahrens? Das Ergebnis: Der Kandidat mit guten Fach- und Kopfnoten hatte keine besseren Chancen als derjenige mit durchwachsenen Fach- und guten Kopfnoten. Der Interessent mit dem schlechtesten Fachnoten-Schnitt (3,4) konnte trotz guter Kopfnoten deutlich weniger Zusagen verbuchen. Die niedrigste Erfolgsquote hatte jedoch der Bewerber mit den schwächsten Kopfnoten: Bei ihm war nur knapp jede vierte Bewerbung erfolgreich.

So schnitten die vier Bewerbungen in der Studie ab:

 

Fachnoten-
Durchschnitt

Kopfnoten

Erfolgreiche
Bewerbungen

Bewerber 1

3,0

„gut“

74,7 %

Bewerber 2

2,4

„gut“

72,8 %

Bewerber 3

3,4

„gut“

48,6 %

Bewerber 4

3,0

schlechter als „gut“

24,1 %

Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Soziale Kompetenz in der Ausbildung

Anhand der Kopfnoten wollen die Personaler Rückschlüsse auf die soziale Kompetenz eines Bewerbers ziehen. Für Arbeitgeber ist dieses Kriterium bei der Personalauswahl enorm wichtig: Wer hat schon gerne Mitarbeiter, die sich nicht ins Team integrieren, ständig zu spät kommen und ihre Arbeit nur nachlässig erledigen – oder gleich auf andere abwälzen? In solchen Fällen helfen auch gute Mathe- oder Deutschkenntnisse wenig. Übrigens: Auch die Zahl der unentschuldigten Fehlstunden kann aus Personalersicht darauf hindeuten, ob jemand seine Ausbildung ernst nehmen wird oder nicht.

Weitere Infos

Wie Betriebe Chancen verteilen (PDF): Die Ergebnisse der WZB-Studie im Detail.

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Datum: 12/15

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