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Stolperfalle soziale Netzwerke

Stolperfalle soziale Netzwerke

Immer öfter werden Aktivitäten auf XING, Facebook und Co. zum K.O.-Kriterium für Bewerber. Worauf achten die Unternehmen?

Wer sich heutzutage auf eine Stelle bewirbt, muss damit rechnen, dass nicht nur seine Bewerbungsunterlagen unter die Lupe genommen werden: Fast jedes zweite Unternehmen überprüft auch seinen virtuellen Auftritt. Dies ergab eine Umfrage des IT-Branchenverbands BITKOM unter 408 Personalverantwortlichen.

Worauf achten die Personaler?

Folgt man der Umfrage, sind Karriere-Netzwerke wie XING oder LinkedIn für die Personaler die wichtigsten Quellen für Informationen über ihre Bewerber. Auf Platz 2 landen private soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Die Personaler versuchen online vor allem herauszufinden, ob ein Kandidat fachlich geeignet ist, wie er über das betreffende Unternehmen und die Konkurrenz denkt und welche Hobbys er hat. Viele schauen sich auch die im sozialen Netzwerk veröffentlichten Fotos genau an. Die Anzahl der Netzwerk-Kontakte oder die politische Ausrichtung eines Bewerbers ist dagegen nur für sehr wenige Personaler interessant.

Die häufigsten K.O.-Gründe

Rund jeder siebte der befragten Personaler hat schon einmal einen Bewerber aufgrund seines Auftritts in sozialen Netzwerken aussortiert. Als ausschlaggebender Absagegrund wurden am häufigsten Widersprüche zwischen dem Online-Profil und den Bewerbungsunterlagen genannt. Auf den Folgeplätzen der K.-O.-Gründe stehen inkompetente fachliche Äußerungen des Bewerbers und Beleidigungen.

Der Umgang mit sozialen Netzwerken

Die Neugier der Personaler können sich Bewerber zunutze machen: Eine gelungene Selbstpräsentation in einem sozialen Netzwerk kann die eigenen Qualitäten geschickt ins Rampenlicht rücken. Vorher sollte man sich jedoch bewusst machen, ob man das auch wirklich will. Wenn ja, gilt es das Social-Media-Profil unbedingt sorgfältig zu pflegen, damit es im Einklang mit der Selbstpräsentation im Anschreiben und im Lebenslauf steht. Veröffentlichte Fotos und Kommentare sollten keinen Anstoß erregen und – wenn es um fachliche Themen geht – sachlich korrekt sein. Wer seinen Online-Auftritt lieber ausschließlich für private Zwecke nutzen will, sollte sein Profil durch strenge Privatsphäre-Einstellungen abschotten und keine öffentlich sichtbaren Spuren hinterlassen.

Weitere Infos

Die Umfrage: Der IT-Branchenverband BITKOM präsentiert alle Ergebnisse der Arbeitgeberumfrage.

Sicher im Vorstellungsgespräch: Wie reagieren Sie im Vorstellungsgespräch, wenn das Thema Internet und soziale Medien auf den Tisch kommt? Empfehlungen hier.

Datum: 07/15

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