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Online-Jobinterviews
In Flipflops zum Vorstellungsgespräch

Online-Jobinterviews: In Flipflops zum Vorstellungsgespräch

Online-Vorstellungsgespräche per Videochat kommen in Mode. Worauf sollten Bewerber achten?

„Herzlichen Glückwunsch, wir möchten Sie gern in einem Vorstellungsgespräch näher kennen lernen“: Worte, die den Startschuss für die Karriere bedeuten können – und bei Bewerbern oft zu Kopfzerbrechen führen: Was ziehe ich an? Was nehme ich mit? Wie organisiere ich die Anfahrt so, dass ich auf keinen Fall zu spät komme?

Zumindest die Reiseplanung können sich Stellenaspiranten heute mitunter sparen: Wer zum Online-Vorstellungsgespräch per Video-Schalte eingeladen wird, stellt sich den Personalern am heimischen Computer. Dafür sollte man sich beim genutzten Chatdienst zuerst einmal ein seriöses Nutzerprofil anlegen, unter Klarnamen und mit einem vertrauenswürdigen Bild. Ferner sind Technikfragen zu klären – funktionieren Webcam, Kopfhörer und Mikro einwandfrei? Wie gut ist die Bild- und Tonqualität?

Kleidung und Gesprächsverhalten: Weniger ist mehr

Der Dresscode richtet sich wie im Offline-Vorstellungsgespräch nach dem Betrieb und der anvisierten Stelle. Bei gehobenen Ansprüchen greift man zum Anzug bzw. Hosenanzug, andernfalls genügen meist Sakko und Jeans. Ratsam sind klare Farben und der Verzicht auf kleinteilige Muster – Mini-Karos oder enge Streifen können den Bildschirm unangenehm flimmern lassen. Die Schuhwahl darf hingegen vernachlässigt werden: Ob man in Flipflops oder Lackschuhen antritt, bekommt der Personaler schließlich überhaupt nicht mit.

Clevere Kandidaten proben vorher, wie sie im Videochat am besten „rüberkommen“, zum Beispiel mit der besten Freundin oder dem Bruder. Anders als beim traditionellen Vorstellungsgespräch sind Mimik und Gestik dabei sparsam einzusetzen: Im schmalen Bildausschnitt einer Webcam wirken Bewegungen schnell übertrieben und hastig. Achten Sie auf eine aufrechte Sitzposition und eine gute Körperspannung.

Die richtige Gesprächsumgebung

Bei der Suche nach der richtigen „Kulisse“ heißt die Faustregel: Alles, was der Personaler sehen kann, nutzt er zur Einschätzung der Bewerberpersönlichkeit. In einer angemessenen Gesprächsumgebung finden sich daher weder Party-Schnappschüsse noch anzügliche Poster. Auf Nummer sicher geht man mit einem neutralen Hintergrund, allenfalls aufgelockert durch dezente Accessoires, die einen vorteilhaften Eindruck vermitteln.

Wenn der Gesprächstermin unmittelbar bevorsteht, gilt es ein paar letzte Maßnahmen zu treffen: Bescheid sagen, dass man in der nächsten Stunde nicht erreichbar ist, Störquellen wie Telefon und Handy ausschalten und die Tür schließen. Die Bewerbungsunterlagen und ein Glas Wasser gegen den „trockenen Hals“ sollte man griffbereit haben. Und da Pünktlichkeit auch online eine Tugend ist, loggt man sich am besten schon ein paar Minuten vor dem verabredeten Zeitpunkt ein.

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