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Interview zur Polizeiausbildung
Zwischen Streifenfahrt und Waffentraining

Ausbildung bei der Polizei

Fünf Fragen an Polizeioberwachtmeister Johannes Oehler (24), derzeit im dritten Ausbildungsabschnitt der III. Bereitschaftspolizeiabteilung Würzburg.

Herr Oehler, warum wollen Sie Polizist werden?

Ich möchte Polizist werden, da mir der Aufgabenbereich sehr gut gefällt. Vor allem die Teamarbeit und das Arbeiten mit Menschen interessieren mich. Auch finde ich es sehr vorteilhaft, dass der Beruf so abwechslungsreich ist: Jeden Tag erlebt man verschiedene Einsätze. Natürlich muss man auch am Schreibtisch sitzen und seine Anzeigen schreiben, aber das gehört eben dazu. Es gibt auch gefährliche Situationen, aber zu wissen, dass man sich auf seinen Partner verlassen kann, gibt ein Gefühl der Sicherheit. Und es macht auf eine gewisse Art stolz, dass man Mitverantwortung für die Sicherheit seines Streifenpartners trägt.

Können Sie kurz die Inhalte Ihrer absolvierten Ausbildungsabschnitte schildern?

Bisher nahm der Rechtsunterricht einen großen Teil der Ausbildung ein. Im Strafrecht, Verkehrsrecht, Polizeirecht und anderen Rechtsfächern werden wir sehr gut vorbereitet. Weiterhin trainieren wir den Umgang mit der Waffe, haben viel praktisches Training in unterschiedlichen Bereichen und müssen regelmäßig Sportprüfungen ablegen.

Waren Ihre ersten Einsätze auf der Straße aufregend? Was gab es zu tun?

Vor den ersten Kontrollen oder anderen Kontakten mit dem Bürger war ich natürlich sehr nervös. Meine Praktikumsbegleiterin linderte diese Nervosität jedoch, indem sie mir nach jeder Maßnahme ein sehr kompetentes Feedback gab. Somit spielte sich schnell ein gewohnter Ablauf ein und die Aufgaben konnten rascher und vor allem sicherer abgearbeitet werden. Von der allgemeinen Verkehrskontrolle bis zur Gewahrsamnahme war in meinem ersten Praktikum alles dabei. Am schnellsten beherrschte ich die Verkehrskontrollen, da man relativ schnell eine gewisse Routine entwickeln kann. Als eher schwierig empfand ich komplexere Fälle, bei denen gleich mehrere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten von einer Person begangen wurden – aber ich denke, das geht meinen Kollegen in der Ausbildung genauso. Die Praxisbegleiter im Praktikum erwarten auch nicht, dass ein Auszubildender bereits ein Profi ist. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, in diesen vier Praktikumswochen vieles gelernt zu haben.

Wie sieht derzeit Ihr Alltag aus?

Im Moment bin ich wieder in der III. Bereitschaftspolizeiabteilung Würzburg. Mein Alltag ist von Rechtsunterrichten geprägt, es stehen Prüfungen und die Klausuren des dritten Ausbildungsabschnittes an. Zwischendrin hat man aber auch Sportunterricht, momentan hauptsächlich Laufen, Schießen oder Einsatzbezogene Selbstverteidigung. Auch wenn man die Gesetze mal mit nach Hause nehmen muss, um zu lernen, kommt der Sport auch nach Dienstende nicht zu kurz: In unserer Ausbildungsstätte werden sportliche Neigungsgruppen vieler Art angeboten.

Haben Sie sich schon entschieden, ob, wie und wann Sie sich auf einen polizeilichen Einsatzbereich spezialisieren?

Ich habe jetzt noch eineinhalb Jahre Ausbildung vor mir, jedoch vergeht die Zeit schneller als man denkt. Im Moment ist mein Ziel, mich bei der Einsatzhundertschaft zu bewerben. Ob in Würzburg oder woanders, ist mir nicht wichtig, da ich auch gerne einmal aus Würzburg wegkommen möchte. Längerfristig habe ich noch nicht geplant, da ich weiß, wie oft sich im Leben etwas ändern kann. Ich denke also Schritt für Schritt.

Weitere Infos

Karriereportal der Polizei Bayern: Hier geht es zu den Bewerberseiten der Bayerischen Polizei – „Mit Sicherheit anders“.

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Datum 12/16

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