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Karriere nach der Ausbildung
Weiterbildung lohnt sich

Weiterbildung lohnt sich

Facharbeiter finden schnell einen Job, verlieren ihn aber früher als Akademiker. Die Lösung heißt lebenslanges Lernen.

Mit einer dualen Ausbildung klappt der Berufseinstieg meist schnell und unkompliziert: Facharbeiter sind gefragt, Azubis werden in vielen Branchen händeringend gesucht. Wer hingegen auf eine stärker allgemeinbildende Berufsausbildung setzt, etwa ein Studium, braucht länger, um einen Job zu finden. Wie das ifo Zentrum für Bildungsökonomik nun herausfand, dreht sich dieses Verhältnis im Laufe des Berufslebens allerdings um: Facharbeiter verlieren ihre Jobs früher als Akademiker.

Technischer Fortschritt verlangt stete Weiterbildung

Schon mit durchschnittlich 44 Jahren verkehrt sich demnach der frühere Beschäftigungsvorteil des Facharbeiters in einen Nachteil, weil dann sein berufliches Spezialwissen vom technischen Fortschritt überholt wird. Akademiker können dank ihrer breiteren Bildung länger den Anschluss halten. Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums, plädiert deswegen für Reformen der Berufsausbildung: „Um unser duales System zukunftsfähig zu halten, sollten wir die frühe Spezialisierung der Auszubildenden verringern, indem wir die Zahl der spezifischen Berufe senken, den allgemeinbildenden Anteil an den Inhalten ausweiten, Ausbildungsbestandteile modularisieren und die lebenslange Weiterbildung stärken.“

Staatliches Stipendium für Talente

Um mit dem technischen Wandel Schritt möglichst lange Schritt zu halten, empfiehlt sich also die frühe und stete berufliche Weiterbildung – die Finanzierung übernimmt in manchem Fall sogar der Staat. Das Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Beispiel feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Ab 2017 erhöht das BMBF nun die Fördersumme der 6.000 jährlichen Stipendien von 6.000 auf 7.200 Euro. Als Stipendiat kommt infrage, wer in der Ausbildung hervorragende Leistungen zeigt – und auf einen frühen Berufseinstieg eine erfolgreiche Karriere folgen lassen will.

Weitere Infos

Interview über die ifo-Studie: Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik, im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Karriere machen mit Staatshilfe: Das Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Detail.

Die Bewerbung zur Ausbildung: Anschreiben, Lebenslauf, Online-Bewerbung – die besten Bewerbungsmuster für über 40 Berufe.

Datum: 11/16

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