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Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung:

Fragen zu Schule, Werdegang und Lücken im Lebenslauf

„Laut Ihrem Zeugnis hatten Sie im letzten Jahr über 20 Fehltage. Wie kam es dazu?"

Hintergrund im Vorstellungsgespräch

In vielen Bundesländern schaffen es schulische Fehlzeiten gar nicht erst ins Abschlusszeugnis. Das bayrische Schulgesetz beispielsweise bestimmt: „Bemerkungen, die den Übergang ins Berufsleben erschweren", haben in bewerbungsrelevanten Schuldokumenten nichts verloren. Wo anderslautende Gesetze gelten, kann es allerdings heikel werden. Die simple Gleichung der Personaler: Wer häufig in der Schule gefehlt hat, droht wohl auch am Arbeitsplatz öfter durch Abwesenheit zu glänzen. Und dann hat das Unternehmen auch von einem fachlich hervorragenden Azubi wenig.

Worauf kommt es an im Vorstellungsgespräch?

Überdurchschnittlich viele Fehltage wecken Zweifel an der Zuverlässigkeit des Kandidaten. Einleuchtend erklären lassen sich längere Ausfallzeiten durch einmalige Ereignisse, etwa eine Krankheit. Für unentschuldigte Abwesenheiten gibt es jedoch kaum gute Argumente. Private Krisen, z. B. wegen Liebeskummer oder dem Verlust eines geliebten Menschen, können die Interviewer noch am ehesten nachvollziehen. Durch eine wahrheitsgemäße Auskunft und die ehrliche Beteuerung, aus dem eigenen Verhalten gelernt zu haben, kommt man meist mit einem blauen Auge davon. Extreme Härtefälle hingegen (Drogen, Kriminalität) führen mit Sicherheit zum K.O. und bleiben daher am besten unerwähnt.

Haben Sie gedanklich eine gute und ehrliche Antwort formuliert? Diese Bespiel-Antworten helfen Ihnen weiter!

Bespiel-Antwort im Vorstellungsgespräch

„Im letzten Jahr hatte ich einen Fahrradunfall, bei dem ich mir den rechten Arm und das Schlüsselbein gebrochen habe. Die Brüche waren zum Teil ziemlich kompliziert und mussten operiert werden. Danach wurde ich für zwei Wochen krankgeschrieben, weil ich mich kaum bewegen konnte."

Bei vielen unentschuldigten Fehltagen zählt nur noch aufrichtiges Bedauern:

„Wie kann ich Ihnen das erklären ... Ich hatte im letzten Jahr eine Phase, auf die ich selbst nicht wirklich stolz bin, im Gegenteil, sie ist mir ziemlich peinlich. Die Trennung von meinem Freund hat mich damals total runtergezogen. Ich habe mich kaum noch um die Schule gekümmert und bin ständig zu spät gekommen. Heute weiß ich, dass ich völlig überreagiert habe. Im Nachhinein sind diese Tage für mich verlorene Zeit, es ist einfach wahnsinnig ärgerlich. Als logische Konsequenz stehen jetzt diese 20 unentschuldigten Fehltage im Zeugnis."

Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch: Der Einstellungstest

Das Bewerbungsgespräch ist häufig nicht die erste Station des Auswahlverfahrens: Viele Unternehmen und Behörden veranstalten vorab erst einmal einen Einstellungstest oder Eignungstest, um herauszufinden, wer für die betreffende Stelle geeignet ist. Nur wer den Test erfolgreich meistert, wird anschließend zum Assessment-Center oder Vorstellungsgespräch eingeladen.
Hier kannst du Einstellungstests und Eignungstests kostenlos für verschiedene Berufe üben!

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