Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung:
Berufliche Zukunft

Eine Berufsausbildung verlangt nicht nur Job-Neulingen einiges ab. Auch der Betrieb investiert viel, um seinen Fachkräfte-Nachwuchs zu qualifizieren. Verständlich, dass er am Ende auch die Früchte seiner Arbeit ernten will. Manchmal geht der Arbeitgeber allerdings leer aus – wenn der Azubi die Lehre abbricht oder nach der Abschlussprüfung das Unternehmen wechselt. Die Personaler schätzen es daher, wenn sich ein Bewerber mit seiner beruflichen Zukunft im Betrieb intensiv befasst hat. Denn das signalisiert ihnen, dass er sich mit dem Beruf und der Arbeitsstelle identifiziert.

Fragen zur beruflichen Zukunft im Vorstellungsgespräch

„Wo sehen Sie sich in drei bis fünf Jahren?“

Wie soll es nach der Ausbildung weitergehen? Ehrgeizigen Kandidaten öffnen sich meist viele Wege zur Weiterbildung und Spezialisierung. Wer darüber Bescheid weiß, zeigt, dass es ihm mit der Berufswahl ernst ist. Grundsätzlich gilt: Alle Pläne zur beruflichen Zukunft sollten zur gegenwärtig anvisierten Ausbildung passen und darüber hinaus nicht zu festzementiert sein. Denn nur selten läuft alles nach Plan – flexibel bleiben, heißt die Devise.

Worauf kommt es an

Welche beruflichen Wünsche und Ziele haben Sie? Mittelfristig wollen Sie natürlich erst einmal Ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Und danach dürfen Sie auf eine unbefristete reguläre Anstellung hoffen, denn fähige Mitarbeiter, die den Betrieb aus dem Effeff kennen, lässt kein Arbeitgeber gerne ziehen. Doch der Berufseinstieg steht erst am Anfang Ihrer Karriere. Danach können Sie die nächsten Schritte in Angriff nehmen und sich eventuell für höhere Aufgaben qualifizieren (Projektmitarbeit, Projektleitung…).

Bleiben Sie dabei realistisch und machen Sie deutlich, dass Sie auf eine langfristige Betriebsbindung abzielen. Günstigerweise lässt sich hier die Frage unterbringen, welche Wege zur Weiterqualifikation das Unternehmen bietet.

Beispiel-Antwort

„Also, zuerst möchte ich natürlich meine Ausbildung hier bei Ihnen absolvieren und mit guten Bewertungen abschließen. Das ist mein Ziel, das hat für mich absolute Priorität. Was danach kommt? Ich habe darüber nachgedacht, mich zur Handelsfachwirtin fortzubilden. Hier und da habe ich mir dazu schon ein paar Informationen zusammengesucht. Soweit ich weiß, kann man die Fortbildung auch parallel zum Beruf machen. Das wäre für mich natürlich ideal, dann wäre ich weiterhin in die täglichen Abläufe eingebunden. Ob das funktioniert, hängt aber natürlich auch davon ab, wie es die Situation im Betrieb zulässt. Insofern bin ich da nicht eindeutig festgelegt. Auf Ihrer Internetseite habe ich gelesen, dass das Thema Fortbildung von Fachkräften bei Ihnen eine große Rolle spielt. Welche Möglichkeiten gäbe es denn da?“


Buchtipp

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

Die häufigsten Fragen, die besten Antworten – sicher zum Ausbildungsplatz

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

ISBN 978-3-95624-000-3

380 Seiten19,95 €

Leseprobe (PDF)

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