Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung:
Freizeit und Hobbys

Fragen zum Privatleben gehören zum Standardrepertoire jedes Auswahlinterviews und sollen helfen, den Kandidaten als Menschen näher kennen zu lernen. Dementsprechend individuell sind die Antwortmöglichkeiten – was Sie preisgeben wollen und was nicht, entscheiden ganz alleine Sie. Das richtige Maß liegt zwischen den Extremen: weder kumpelhaft-offenherzig noch zugeknöpft-verstockt.

Behalten Sie bei allen Fragen zu Freizeit und Hobbys immer das Leitmotiv der aktiven Erholung im Auge. Die Interviewer möchten hören, dass Sie in der Freizeit Stress abbauen, frische Kräfte sammeln und Ihren Interessen nachgehen. Ins Grübeln geraten Sie hingegen, wenn sich ein Bewerber zusätzlich erschöpfenden Strapazen aussetzt.

Fragen zu Freizeit und Hobbys im Vorstellungsgespräch

„Haben Sie Hobbys?“

Natürlich haben Sie Hobbys – wahrscheinlich stehen sie sogar in Ihrem Lebenslauf! Die Freizeitgestaltung verrät einiges über den Charakter: Wer im Sportverein ein echter Teamplayer ist, wird das wohl auch im Beruf sein, ein begeisterter Schachspieler besitzt sicher logisches Denkvermögen, Leseratten verfügen über Textverständnis etc. Darüber hinaus interessiert die Personaler, ob Sie in der Freizeit vom Arbeitsalltag abschalten können oder ob womöglich zeitintensive Extremsportarten zu chronischer Erschöpfung führen.

Worauf kommt es an?

Im Allgemeinen macht es keinen Unterschied, ob Sie Bandgitarrist sind, in einer Salsa-Combo tanzen oder in der Freizeit lieber Fußball spielen. Hauptsache, es handelt sich um unverfängliche Hobbys – die Leidenschaft für Sportwetten, Ego-Shooter oder Kneipenabende fällt selbstredend nicht in diese Kategorie. Gruppenaktivitäten interpretieren die Personaler übrigens oft als Ausweis von Teamfähigkeit.

Beachten Sie die Faktoren „überschaubarer Zeitaufwand“ und „Stressausgleich“, und sprechen Sie nur von Dingen, die Sie beherrschen: Widersprüchliche, realitätsferne Selbstdarstellungen halten dem Abgleich mit den Bewerbungsunterlagen und der persönlichen Erscheinung selten Stand.

Beispiel-Antwort

„An den Wochenenden bin ich meistens mit Freunden unterwegs, dann gehen wir ins Kino oder treffen uns einfach zum Reden und Essen. Unter der Woche lese ich abends oft ein bisschen oder ich mache eine kleine Tour auf dem Rennrad. Dadurch kann ich einfach am besten abschalten.“

Buchtipp

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

Die häufigsten Fragen, die besten Antworten – sicher zum Ausbildungsplatz

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

ISBN 978-3-95624-000-3

380 Seiten19,95 €

Leseprobe (PDF)

zum Buch