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Azubi im öffentlichen Dienst
Finanzamt: Ausbildung zum Finanzwirt

Azubi beim Finanzamt: Ausbildung zum Finanzwirt / zur Finanzwirtin

Die Steuerverwaltungen suchen dringend Nachwuchs! Nach der Ausbildung beim Finanzamt warten vielfältige Einsatzmöglichkeiten auf die frischgebackenen Finanzwirte.

Steuererklärungen prüfen, Bürger beraten, Betrüger überführen: Finanzwirte und Finanzwirtinnen sind Experten für Wirtschaft und Recht – mit abwechslungsreichen Einsatzbereichen. Entsprechend vielseitig ist die Ausbildung beim Finanzamt.

Was macht ein Finanzwirt?

Finanzwirte sind Spezialisten für Steuern. Dafür müssen sie besonders in den Gebieten Recht, Verwaltung und Wirtschaft geschult sein. Sie überprüfen die Steuerangaben von Unternehmen und Privatpersonen und entscheiden eigenständig über deren Steuererklärungen. Das nötige Fachwissen erlangen Finanzwirte durch eine zweijährige Ausbildung im Finanzamt.

Was viele nicht wissen: Finanzwirte arbeiten nicht nur im Büro! Als Steuerfahnder im Außendienst spüren sie potentielle Steuerverbrecher auf und kontrollieren Angaben zu Vermögensverhältnissen direkt vor Ort. Bei Betrugsverdacht ermitteln sie oft in Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Polizei.

Voraussetzungen für die Ausbildung beim Finanzamt

Um sich bei einem Finanzamt für die Ausbildung zu bewerben, sollte man einen mittleren Schulabschluss in der Tasche haben. Wichtige Fächer sind Mathematik, Deutsch, Wirtschaft und Recht. Der Umgang mit Zahlen sollte einem ebenso liegen wie die Arbeit mit Gesetzestexten.

Bereits während der Ausbildung beim Finanzamt hat man viel mit fremden Leuten zu tun. Für Finanzwirt-Azubis sind Freude am Umgang mit Menschen und eine offene, kommunikative Art daher wichtige Eigenschaften. Um bei der ganzen Aktenarbeit nicht den Überblick zu verlieren, sind Organisationstalent und eine sorgfältige Arbeitsweise ideale Voraussetzungen.

Bewerbung & Auswahlverfahren

Finanzämter sind Behörden auf Landesebene, daher regelt jedes Bundesland den Bewerbungs- und Auswahlprozess eigenständig. In manchen Bundesländern kann man sich direkt bei einem Finanzamt für die Ausbildung bewerben, in anderen gibt es zentrale Online-Bewerberportale. Im Zweifelsfall ist es immer richtig, sich an ein Finanzamt in der Nähe zu wenden.

Nach der erfolgreichen Bewerbung wartet die größte Herausforderung: das Auswahlverfahren. Es besteht aus einem mehrstündigen schriftlichen Einstellungstest und einem mündlichen Teil. Die Schwerpunkte des Einstellungstests liegen auf den Bereichen Mathematik, Sprachbeherrschung, logisches Denken sowie Textverständnis – besonders im Umgang mit Gesetzestexten.

Ausbildung im Finanzamt: Theorie & Praxis

Die Ausbildung beim Finanzamt ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert 24 Monate und gliedert sich in berufspraktisches Lernen (16 Monate) und theoretischen Unterricht (8 Monate).

In der Regel kann man die Praxisphasen bei einem Ausbildungsfinanzamt in Heimatnähe absolvieren. Der theoretische Unterricht findet bei der zuständigen Landesfinanzschule statt. Dort wohnt man auch während der Theoriephasen, gemeinsam mit anderen Azubis.

Auf dem Lehrplan der Landesfinanzschule stehen Fächer wie Steuerlehre, Verwaltungskunde, elektronische Datenverarbeitung, Rechtskunde, Buchführung, Bilanzwesen, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Finanzamt-Ausbildung: Gehalt & Karriereaussichten

Im öffentlichen Dienst sind die Ausbildungsvergütungen traditionell hoch. Auch die Ausbildung beim Finanzamt wird überdurchschnittlich gut bezahlt: Je nach Bundesland verdient man als Azubi zwischen 1.000 und 1.250 Euro brutto im Monat.

Die Ausbildung beim Finanzamt erfolgt üblicherweise „bedarfsorientiert“. Das heißt, dass für jeden Azubi auch ein fester Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die Chance auf eine direkte Übernahme ist also ziemlich hoch. In manchen Bundesländern wird sie sogar garantiert – vorausgesetzt, man besteht die Abschlussprüfung.

Weitere Infos

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Datum: 03/2019


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