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Pflegefachleute & Co.
Berufe im Gesundheitswesen

Berufe im Gesundheitswesen

Tätigkeiten im Gesundheitswesen bieten Sinn und Perspektive. Aber welche Berufe gibt es eigentlich?

Wer krank ist, geht zum Arzt – klar. Doch im Gesundheitswesen arbeiten noch viel mehr Menschen in den unterschiedlichsten Berufen, die sich um das Wohl der Bevölkerung kümmern. 2018 waren rund 5,7 Millionen Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Apotheken und anderen Bereichen des Gesundheitssektors beschäftigt – 75 Prozent davon weiblich.

Pflegeberufe

Eine Berufsgruppe, die seit der Coronokrise besonders im öffentlichen Fokus steht, ist die der Pfleger und Pflegerinnen. Seit diesem Jahr gibt es die neue Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau. Sie ersetzt die bisherigen Ausbildungen zum Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger. Pfleger und Pflegerinnen kümmern sich in Krankenhäusern, Pflege- und Senioreneinrichtungen um pflegebedürftige Menschen. Das kann heißen, dass sie ihnen bei der Bewältigung des Alltags helfen, einfache medizinische Behandlungen durchführen oder einem Arzt bei der Behandlung assistieren. Weitere Berufe im Pflegesektor sind beispielsweise Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen, die sich um Menschen mit Behinderung kümmern. Auch verschiedene Duale Studiengänge stehen zur Auswahl: das Duale Studium Pflege, das Duale Studium Pflegemanagement oder das Duale Studium Angewandte Pflegewissenschaften.

Physiotherapeutische Berufe

Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen helfen ihren Patienten beispielsweise bei Gelenk-oder Muskelschmerzen mit Massagen und Krankengymnastik. Ähnlich gehen auch sogenannte Masseure und medizinische Bademeister vor: Sie massieren und behandeln ihre Patienten durch medizinische Bäder und Wickel. Auch Ergotherapeuten und -therapeutinnen behandeln mit ähnlichen Methoden, ziehen jedoch zusätzlich kognitive und psychologische Aspekte mit ein. In die gleiche Kategorie fallen auch Logopäden und Logopädinnen – sie helfen bei Sprachstörungen. Mögliche Duale Studiengänge sind das Duale Studium Physiotherapie oder das Duale Studium Logopädie.

Medizinische Fachangestellte

Früher hießen sie Arzthelfer, heute Medizinische Fachangestellte: Als wichtige Stütze des Gesundheitswesens arbeiten sie in jeder Arztpraxis und kümmern sich darum, dass alles läuft. Ihre Aufgaben sind vielfältig – Sprechstundentermine koordinieren, Patienten beraten, Ärzten und Ärztinnen assistieren, Patientenakten führen. Für die verschiedenen Fachrichtungen gibt es spezielle Ausbildungen, beispielsweise für Zahnmedizinische Fachangestellte oder Tiermedizinische Fachangestellten.

Sanitätsberufe

Bei Unfällen oder medizinischen Notfällen sind Sanitäter und Sanitäterinnen am Start: Sie sind die ersten, die mit ihrem Krankenwagen am Notfallort eintreffen, Erste Hilfe leisten, Notärzte rufen oder Kranke und Verletzte transportieren. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter hat seit 2014 die Ausbildung zum Rettungsassistenten abgelöst und dauert drei Jahre. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauert nur einige Monate und ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Rettungssanitäter unterstützen Notfallsanitäter bei Einsätzen oder sind bei Großveranstaltungen vor Ort.

Pharmazeutische Berufe

Neben der direkten Behandlung von Patienten spielen natürlich auch Medikamente eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen. Um Apotheker zu werden, ist ein 5-6 jähriges Studium notwendig. Aber sie sind nicht die einzigen, die in einer Apotheke arbeiten: Pharmazeutisch-technische Angestellte etwa dürfen ebenfalls Rezepte entgegennehmen, Medikamente verkaufen oder unter Anleitung des Apothekers selbst Arzneimittel herstellen. Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte dürfen zwar keine Medikamente an Kunden und Kundinnen aushändigen, übernehmen dafür jedoch neben der Kundenberatung auch organisatorische und kaufmännische Aufgaben.

Laboranten und Laborantinnen

Weitere Berufsgruppen haben zwar keinen direkten Kontakt zu Patienten, sind im Gesundheitswesen jedoch ebenfalls unentbehrlich: Zum Beispiel Biologie- oder Chemielaboranten oder Pharmakanten. Sie arbeiten im Labor und beschäftigen sich hier unter anderem mit der Entwicklung und Herstellung von neuen Medikamenten.

Weitere Berufe – große Vielfalt

Natürlich hat der Gesundheitssektor noch zahlreiche weitere spannende Ausbildungsberufe zu bieten – zum Beispiel Hebammen, Anästhesietechnische Assistenten, Hörakustiker oder Fachkräfte für Medizinproduktaufbereitung.

Weitere Infos:

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Datum: 05/20