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Berufseinstieg
Wie die Ausbildung den Körper fordert

Wie die Ausbildung den Körper fordert

Der Wechsel von der Schule in die Ausbildung ist für die meisten der erste wirkliche Schritt ins Berufsleben. Das bedeutet viele Umstellungen zwischen Berufsschulbank und Betrieb, und nicht wenige wirken sich körperlich aus.

Darunter leidet im ungünstigsten Fall nicht nur der Körper selbst, sondern auch die Leistungen. Warnende Symptome sollten deshalb ernstgenommen werden.

Wenn der Lernstoff im Lärm untergeht

Manche Probleme sind allerdings nicht spezifisch für die Ausbildung, sondern begleiten einen gewissermaßen auch nach dem Schulabschluss weiter. Eines dieser Probleme ist Lärm im Klassenraum. Davon sind Schulklassen im Prinzip genauso betroffen wie die Räumlichkeiten der Berufsschule. Ursache sind dabei gar nicht die Azubis selbst, sondern die häufig schlechte Akustik in den Räumen.

Von den Folgen sind Schüler wie Lehrer betroffen, denn schlechte akustische Voraussetzungen sorgen am Ende nur dafür, dass der Lärmpegel noch weiter ansteigt – oft genug auf eine Lautstärke, die jeden Rasenmäher in den Schatten stellt. Keine gute Basis, um wichtigen Lernstoff aufzunehmen, denn bei einer solchen Geräuschkulisse kann die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit um bis zu 25 Prozent sinken.

Da wird das Lernen sehr viel schneller anstrengend und ermüdend. Ganz zu schweigen davon, dass der Körper auf Lärm ganz automatisch mit der Ausschüttung von Stresshormonen beginnt. Die äußere Unruhe überträgt sich so nach Innen. Das ist schon über kurze Zeiträume nicht sonderlich erfreulich, auf Dauer können die Folgen aber sogar schwerwiegend sein – und damit sind nicht allein schlechter werdende Noten gemeint, sondern körperliche Folgen. Leider lässt sich an der Bausubstanz der (Berufs-)Schulen nicht so leicht etwas ändern. Dafür ist es vielleicht möglich, das Akustikproblem gemeinschaftlich zu lösen. Wenn jeder Einzelne sich um ein ruhigeres Verhalten bemüht, schafft das möglicherweise schon eine sehr viel angenehmere Lernatmosphäre. Davon profitieren schließlich alle.

Druck im Kopf

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheitssymptomen in einer Leistungsgesellschaft. Besonders oft betroffen: Auszubildende, die vor allem mit Büro- und Computerarbeit beschäftigt sind. Auch hier liegt das Problem in der Raumsituation begründet oder besser: der Arbeitsplatzsituation, die für gewöhnlich von einem oder mehreren Bildschirmen dominiert wird. Natürlich ist auch während der Schulzeit das Nahsehen sehr gefragt, beim Lesen und Schreiben, inzwischen aber genauso vor dem PC. Der große Unterschied liegt im zeitlichen Umfang, in dem die Augen sich immer wieder auf den Nahbereich fokussieren müssen.

Für jüngere Augen wird die Umstellung auf mehrstündige Bildschirmarbeit kaum sofort problematisch. Bestehen allerdings Fehlsichtigkeiten, die bislang noch nicht aufgefallen waren, kann die viele Zeit vor dem Monitor doch schnell unangenehm werden. Immerhin kann in solchen Fällen mit speziellen Brillen gegengesteuert werden, die ganz auf die Büroumgebung angepasst sind. Das ist zwar in erster Linie eine Erleichterung für die Augen, aber je entspannter diese sind, desto geringer ist das Kopfschmerzrisiko.

Selbes Problem, andere Ursache: Kopfschmerzen, die durch „unbequeme" Büromöbel hervorgerufen werden. Obwohl das Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz" jetzt wirklich nicht mehr neu ist, gibt es in dieser Hinsicht in vielen Betrieben noch Handlungsbedarf. Schick ist eben nur bedingt ergonomisch, was im schlimmsten Fall bedeutet, während des Arbeitstages in einer alles andere als komfortablen Haltung zu verharren – von gelegentlichen Kaffeepausen einmal abgesehen.

Das führt unweigerlich zu Verspannungen, die dann bis hinauf in die Halsmuskulatur ziehen und von dort schmerzhaft in den Kopf ausstrahlen. Abhilfe schafft unter solchen Bedingungen ein passender und richtig eingestellter Bürostuhl, der ein „dynamisches Sitzen" ermöglicht. Eine weitere Möglichkeit, Verspannungen und Kopfschmerzen den Kampf anzusagen: Die Ausrichtung der Bildschirme auf dem Schreibtisch überprüfen – damit wird auch gleich für eine weitere Entlastung der Augen gesorgt.

Ich bin (nicht nur) morgens immer müde

Eine der größten Umstellungen, die die Ausbildung mit sich bringt, ist der völlig neue Tages- und Wochenrhythmus. Dazu kommt, dass die Lerninhalte der Ausbildungsrahmenpläne eher größere Anforderung stellen als es die Lehrpläne in der Schule waren. Damit ist aber längst nicht Schluss, denn je nach Ausbildungsberuf warten auch ganz neue körperliche Herausforderungen auf die Auszubildenden.

Der Körper braucht daher erst eine Einfindungsphase, bis er sich an den neuen Rhythmus und die neuen Anstrengungen gewöhnt hat. Dass Müdigkeit in dieser Zeit ein regelmäßiger Begleiter wird, der sich meistens allerspätestens mit dem Feierabend einfindet, ist eine absolut verständliche Begleiterscheinung. Es ist daher wichtig, Körper und Geist ausreichend Ruhe zu geben, damit sie sich erholen können. Nur so kann die volle Leistungsfähigkeit erhalten bleiben.

Trotz aller Erholung kann es unter Umständen aber bei anhaltender Müdigkeit bleiben. Daran ist dann weniger die fehlende Anpassungsfähigkeit des Körpers an die neue Lebenssituation Schuld, sondern in vielen Fällen die Beleuchtung am Arbeitsplatz. Die wirkt sich nämlich ebenfalls auf Konzentration und Leistungsfähigkeit aus – im Positiven wie im Negativen. Übrigens ist das kein Problem, dass nur während der düsteren Wintermonate akut wäre.

Schlechte Beleuchtung und die damit verbundenen Folgen dürften vielen Auszubildenden noch aus ihren alten Klassenräumen bekannt vorkommen. Künstliches Licht kann Tageslicht in vielerlei Hinsicht einfach nicht ersetzen, angefangen bei dessen Rolle bei der Vitamin D-Produktion. Ohne eine ausreichende Menge natürliches Licht, stockt diese aber. Als Folge droht nicht nur Müdigkeit, der Vitamin D-Mangel sorgt langfristig auch für Schlafprobleme, schlechtere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und chronisch schlechte Stimmung.

Tipp: Extra-Vitamin D (als Präparate) und eine Ernährungsumstellung – Stichwort Brainfood – garantieren eine ausreichende Versorgung des Körpers, mit allem, was für die geforderte Leistungsfähigkeit im Ausbildungsalltag notwendig ist.



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