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Auswahlverfahren gehobener Dienst
Polizei Niedersachsen: Bewerbung & Ausbildung

Polizei Niedersachsen: Bewerbung & Ausbildung

„Mehr als nur ein Job!“: Die Polizei Niedersachsen wirbt für eine Karriere im gehoben Polizeidienst. Hier gibt's alle aktuellen Infos zu Bewerbung, Auswahlverfahren, Ausbildung und Gehalt.

Ein fester Arbeitsplatz, ein sicheres Einkommen und spannende Aufgaben: Die Polizei Niedersachsen erhält so viele Bewerbungen wie noch nie. Aber auf dem Weg zur Ausbildung warten zahlreiche Eignungstests. Eine gute Vorbereitung ist das A und O!

Polizei Niedersachsen: Voraussetzungen zur Ausbildung

Die niedersächsische Polizei bietet die Ausbildung in Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt an (früher „gehobener Dienst“). Zur Bewerbung braucht man das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine gleichwertige berufliche Hochschulqualifikation, beispielsweise die Meisterprüfung.

Zusätzlich gelten bestimmte persönliche Voraussetzungen:

  • Deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit oder gültige Niederlassungserlaubnis
  • Am Tag der Einstellung höchstens 31 Jahre alt*
  • Mindestens 163 cm groß*
  • Body-Mass-Index (BMI) zwischen 18 und 27,5
  • Fahrerlaubnis Klasse B
  • Sechs Jahre Englischunterricht oder Englischzertifikat B1
  • Jugendschwimmabzeichen in Bronze
  • Keine Tätowierungen, die bei kurzärmliger Kleidung sichtbar sind oder strafrechtlich relevante/diskriminierende Abbildungen zeigen; kein sichtbarer Körperschmuck
  • Keine Vorstrafen

* Sonderregelungen sind möglich. Die Einstellungsberater der Polizei Niedersachsen helfen weiter.

Die Bewerbung

Auf der Internetseite der Polizei Niedersachsen stehen alle Bewerbungsunterlagen zum Download bereit. Sie müssen per Post an die Polizeiakademie Hann. Münden geschickt werden. Eine direkte Online-Bewerbung ist nicht möglich.

Ganz wichtig: In der Bewerbung einen Wunsch zum Studienort und zum Polizeibezirk angeben. Die Wahl sollte gut durchdacht sein, denn man bewirbt sich damit für eine bestimmte der sechs Polizeidirektionen in Niedersachsen. Das heißt, man legt sich bereits vor der Ausbildung auf eine bestimmte Region fest, in der man später arbeiten will.

Das Auswahlverfahren der Polizei Niedersachsen

War die Bewerbung erfolgreich, geht es mit dem Auswahlverfahren der Polizei Niedersachsen weiter. Zum ersten Auswahltag erscheint man an der Polizeiakademie Hann. Münden: Hier wartet zu Beginn ein computergestützter Eignungstest, nach der Mittagspause steht ein 5.000-Meter-Lauf auf dem Programm. Wer beide Prüfungen meistert, bekommt eine Einladung zum Einzelinterview und zur polizeiärztlichen Untersuchung.

Der Computertest: Clever genug für die Ausbildung?

Der Computertest, auch „GöPA-Test“ genannt, dauert inklusive Pause über vier Stunden. Im Fokus stehen logisches Denken, komplexes Schlussfolgern, Erinnerungsvermögen, Sprachbeherrschung und Problemlösung.

Ein Teil des PC-Einstellungstests ist die berühmt-berüchtigte Postkorbaufgabe. Das Szenario: Der E-Mail-Eingang quillt über. Die Aufgabe: Unter Zeitdruck unwichtige Schreiben aussortierten, den Rest nach Dringlichkeit ordnen. Was kann man an Kollegen weitergeben? Wo überschneiden sich Termine?

Im Polizeiberuf ist eine gute Kombinationsfähigkeit extrem wichtig. Während des Einstellungstests sind deshalb Zahlenreihen zu vervollständigen, Figurenreihen logisch fortzusetzen und Flussdiagramme zu bearbeiten.

Bei dem Merktest „Personen einprägen“ zählt nur eins: Informationen schnell im Gedächtnis abspeichern. Der Monitor zeigt Fahndungsfotos mit Vor- und Nachnamen. Im nächsten Schritt tauchen nur noch die Bilder auf – und das in zufälliger Abfolge. Wie hieß der ältere Mann noch gleich?

Zu guter Letzt stehen Rechtschreibung und Grammatik auf dem Prüfstand. Man muss einen Polizeibericht schreiben, Lückentexte füllen, ein Wortdiktat tippen, Oberbegriffe finden und einen Zeitungsartikel korrigieren.

Der Sporttest: Fit genug für die Polizei Niedersachsen?

Um die körperliche Fitness unter Beweis zu stellen, absolvieren Bewerber der Polizei Niedersachsen einen 5.000-Meter-Lauf. Die erforderlichen Höchstzeiten:

  • Männer über 18 Jahre: 28:00 Minuten
  • Männer unter 18 Jahren: 29:00 Minuten
  • Frauen über 18 Jahre: 33:00 Minuten
  • Frauen unter 18 Jahren: 34:00 Minuten

Wer das Zeitlimit überschreitet, scheidet umgehend aus dem Auswahlverfahren aus. Eine erneute Bewerbung ist dann erst zum nächsten Einstellungstermin möglich. 

Das Auswahlgespräch: Rede und Antwort stehen

Ort und Zeit des Auswahlgespräches richten sich nach dem Polizeirevier, das man in der Bewerbung als Wunschort für die Ausbildung angegeben hat. Das strukturierte Interview dauert etwa eine Stunde und wird von einer Gruppe erfahrener Polizisten durchgeführt.

Zunächst erzählt der Bewerber etwas über seinen Werdegang. Dann stellen die Beamten Fragen zum Lebenslauf, zur Person und zur Motivation, eine Ausbildung bei der Polizei Niedersachsen zu beginnen. Außerdem muss man sich in konkrete Situationen aus dem Polizeidienst hineinversetzen, zum Beispiel: „Ihre Kollegin wird von einem Passanten belästigt. Wie verhalten Sie sich?“

Die polizeiärztliche Untersuchung: letzte Hürde vor der Ausbildung

Vor der Ausbildung checkt ein Polizeiarzt alle Kandidaten von Kopf bis Fuß durch. Dazu kontrolliert er unter anderem das Seh- und Hörvermögen, die Funktionsfähigkeit der Knochen und Gelenke sowie das Lungenvolumen. 

Zudem liefern Blut- und Urinproben detaillierte Laborwerte – auch zu möglichem Drogenkonsum. Ein Belastungs-EKG verrät, ob das Herz- Kreislaufsystem intakt ist. Gibt der Polizeiarzt grünes Licht, steht der Ausbildung nichts mehr im Wege!

Polizei-Ausbildung in Niedersachsen: duales Studium

Die Ausbildung bei der Polizei Niedersachsen verläuft in Form eines Dualen Studiums. Der Bachelorstudiengang „Polizeivollzugsdienst“ dauert drei Jahre, Schauplatz ist einer der Standorte der niedersächsischen Polizeiakademie in Nienburg, Hann. Münden oder Oldenburg.

Auf dem Lehrplan stehen polizeiwissenschaftliche Fächer wie Einsatzlehre, Kriminologie und Verkehrssicherheit sowie Grundlagen in Rechtswissenschaft, Politik und Psychologie. Parallel dazu schulen Trainingsmodule praktische Fertigkeiten wie Schießen, Spurensicherung und Zugriffstechniken.

Neben einer Menge Sport sorgen zwei Praktika auf einem Polizeirevier für Abwechslung im Studentenalltag.

Das Gehalt

Die Polizei Niedersachsen zahlt im ersten Jahr der Ausbildung ca. 1.135 Euro netto monatlich. Im zweiten Dienstjahr kommt eine Polizeizulage von 64 Euro hinzu, die im dritten Jahr auf 127 Euro im Monat ansteigt.

Nach der Ausbildung verdient man als Polizeikommissar ungefähr 2.264 Euro netto. Obendrauf kommen zahlreiche Zulagen (Familienzulage, Schichtzulage, Feiertagszulage ...).

Erklärvideo: Was passiert im Einstellungstest der Polizei?

Weitere Infos

Karriereportal der Polizei Niedersachsen: Das offizielle Karriereportal mit allen Informationen zur Bewerbung und Ausbildung bei der Landespolizei Niedersachsen.

Das große Bewerbungs-Handbuch: Alles zum Berufseinstieg bei der Polizei – Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Einstellungstest, Assessment Center.

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Datum: 07/18


Buchtipps

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