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Vorstellungsgespräch Tipps: Vorbereitung,  Körpersprache, häufige Fehler

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist da, der Traumjob in greifbarer Nähe. Doch was muss rund um das Gespräch beachtet werden? Worauf kommt es bei der Vorbereitung an, wie können Sie mit Kleidung und Körpersprache punkten, und welche Fehler gilt es zu vermeiden?

Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch

Vorbereitet ins Vorstellungsgespräch – das zeugt von Professionalität und macht einen guten ersten Eindruck. Am besten, Sie bereiten eine Mappe mit allen wichtigen Unterlagen vor, die Sie zum Interview mitnehmen. Dazu gehören neben der Stellenausschreibung, auf die Sie sich bewerben, auch Ihre Bewerbungsunterlagen. Falls der Personaler noch einmal einen Blick auf die Dokumente werfen möchte, haben Sie sie griffbereit und beweisen, dass Sie das Vorstellungsgespräch ernst nehmen.

Packen Sie außerdem einen (dezenten) Notizblock und einen Stift ein. So können Sie während des Gesprächs interessante Punkte festhalten, auf die Sie später noch einmal zurückkommen möchten. Absolutes No-go: Auf dem Smartphone mitschreiben. Lassen Sie das Gerät während des Vorstellungsgesprächs am besten in der Tasche, auf lautlos gestellt oder ganz ausgeschaltet. Auch das zeugt von guter Vorbereitung.

Die Anfahrt

Der Termin steht, die Frisur sitzt, die Tasche ist gepackt. Was jetzt auf keinen Fall passieren sollte: Eine Verspätung bei der Anfahrt. Um unerwartete Zeitfresser wie Staus oder Baustellen zu vermeiden, hilft es, die Strecke bereits einige Tage vorher probehalber abzufahren. Das schafft Orientierung, vermeidet unnötigen Stress und erleichtert die Anreise am Interviewtag.

Wer mit der Bahn oder anderen Öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, kümmert sich am besten im Vorfeld um Tickets und hat die Zeit im Blick. Bei der Anfahrt heißt die Devise: Lieber etwas zu früh als zu spät ankommen. Eventuell kann auch bei der Personalabteilung angefragt werden, ob der Betrieb die Anfahrtskosten erstattet.

Telefon, Skype & Co.: Besondere Interviewformen

Manche Firmen führen heute gerne auch Vorstellungsgespräche per Telefon oder Sykpe. Die Vorteile für Bewerber: Kein Stress bei der Anfahrt, und zur Vorbereitung müssen Sie nicht extra eine Tasche packen. Dafür lauern andere mögliche Fehlerquellen, auf die Sie sich vorbereiten sollten.

Zuallererst: Schaffen Sie eine ruhige Gesprächsumgebung, in der Sie sich voll auf Ihre(n) Gesprächspartner konzentrieren können. Die Dauerbeschallung aus dem Radio oder ein lärmender Bruder erschweren das gegenseitige Verstehen. Bei einem Telefon-Interview müssen Sie sich logischerweise keine Gedanken über Ihre Kleidung machen, doch unterschätzen Sie nicht Körpersprache und Mimik: Lümmelt man mit mürrischer Miene auf dem Sofa, kann sich das in der Stimme durchaus negativ bemerkbar machen.

Zur Vorbereitung auf Skype-Interviews und andere Video-Gespräche gilt es noch mehr zu beachten. Ohne eine stabile Internetverbindung kann das Interview zur Qual werden – ein ruckelndes Gespräch, das ständig abbricht, strengt alle Beteiligten an. Prüfen Sie, ob im Bildausschnitt Details aus Ihrer Wohnung zu sehen sind, die die Personaler besser nicht zu Augen bekommen sollten. Ein neutraler Hintergrund und ausreichende Lichtverhältnisse schaffen eine angenehme Atmosphäre. Und natürlich spielen hier Kleidung und Auftreten eine große Rolle.

Kleidung und Auftreten

„Kleider machen Leute“ – dieses Sprichwort gilt auch für das Vorstellungsgespräch. Wer seine Gesprächspartner mit einer anständigen Kleiderwahl und dem richtigen Auftreten überzeugt, kann damit schnell den ein oder anderen kleinen Fehler vergessen machen. Aber welche Kleidung ist die richtige?

Wer sich nach dem Unternehmen und seinem Außenauftritt richtet, macht bei der Kleiderwahl nichts falsch. Bank-Bewerber überzeugen zum Beispiel klassisch mit Anzug oder Kostüm, während es bei einer Eventagentur gerne etwas legerer zugehen kann. In jedem Fall achten Personaler auf saubere und gepflegte Kleidung.

Auch das weitere Erscheinungsbild sollte dem Anlass entsprechen. Überlegen Sie rechtzeitig, ob ein Termin beim Friseur nötig sein könnte. Männer können sich bei der Gelegenheit auch gleich den Bart ordentlich stutzen lassen. Am Tag des Vorstellungsgesprächs sollte die Frisur weder zu auffällig noch zu ungepflegt aussehen. Frauen mit langen Haaren könnten sich überlegen, ihre Haare zu einem Zopf oder Dutt zusammenzubinden.

Die Körpersprache: Mimik und Gestik

Ihre Körpersprache – Mimik und Gestik – verrät manchmal mehr über Sie und Ihre Stimmung als das, was Sie sagen. Mit einem freundlichen, interessierten Gesichtsausdruck und einer offene Körperhaltung sammeln Sie auf jeden Fall Pluspunkte.

Nervosität im Vorstellungsgespräch ist bis zu einem gewissen Grad unvermeidbar, aber lassen Sie sich das möglichst nicht in Ihrer Körpersprache anmerken. Achten Sie darauf, Blickkontakt herzustellen und Ihrem Gesprächspartner zugewandt zu sitzen. Verschränkte Arme und ein durch die Gegend wandernder Blick können schnell desinteressiert wirken.

So nicht: Typische Fehler im Vorstellungsgespräch

Einige typische Fehler haben Sie bereits kennengelernt: Unpünktlichkeit bei der Anfahrt, Handyklingeln im Vorstellungsgespräch, Hintergrundlärm und „ruckelnde“ Internetverbindungen bei Telefon- oder Skype-Interviews – all das ist ebenso ärgerlich wie unnötig.

Mit einer guten Vorbereitung lassen sich viele häufige Patzer vermeiden, auch in Bezug auf Kleidung, Körpersprache, Mimik und Gestik. Daneben gibt es jedoch noch ein paar weitere grobe Schnitzer:

  • Lügen oder verheimlichen. Wer seine Biografie im Vorstellungsgespräch unrealistisch aufpoliert, wer  lügt, übertreibt oder wichtige Informationen verschweigt, schneidet sich ins eigene Fleisch. Die Wahrheit findet sich meist in den Bewerbungsdokumenten, und selbst wenn nicht, kommt sie früher oder später doch ans Tageslicht.
  • Übertriebene Forderungen stellen. Selbstverständlich kann man im Vorstellungsgespräch auch Gehaltsvorstellungen und andere Eckpunkte des Arbeitsverhältnisses besprechen. Doch ein Job-Interview ist kein Wunschkonzert. Wer zu hoch pokert, steht am Ende womöglich mit leeren Händen da.
  • „Bitte“ und „Danke“ vergessen. Klingt banal? Ist es auch. Trotzdem vergisst so mancher Bewerber im Vorstellungsgespräch vor Aufregung seine gute Kinderstube. Sich für die Einladung oder das angebotene Glas Wasser zu bedanken, gehört zum guten Ton. Und ein freundliches Lächeln sowie ein fester Händedruck sind sowohl bei der Begrüßung als auch beim Abschied ein Muss.

Zusammengefasst: Dos and Don'ts beim Vorstellungsgespräch

Fehler sind menschlich – keine Frage. Der ein oder andere kleine Patzer ist im Vorstellungsgespräch auch kein größeres Problem, die Personaler haben Verständnis für etwas Nervosität. Doch bei groben Schnitzern sinken die Erfolgschancen deutlich. Hier noch einmal in Kürze, wie Sie ein Vorstellungsgespräch idealerweise angehen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Dos

  • Bewerbungsmappe packen und mitnehmen
  • Handy ausschalten
  • Genug Zeit für die Anfahrt einplanen
  • Telefon-Interview: Auf eine ruhige Umgebung achten
  • Skype-Interview: Für eine stabile Internetverbindung und ausreichende Lichtverhältnisse sorgen
  • Gepflegtes Äußeres, höfliches Auftreten
  • Offene und sympathische Körpersprache
  • Authentizität, die Wahrheit sagen
  • Motivation zeigen

Don‘ts

  • Unvorbereitet erscheinen
  • Während dem Gespräch Anrufe erhalten oder sogar entgegennehmen
  • Abgehetzt oder unpünktlich ankommen
  • Telefon-Interview: Laute Hintergrundgeräusche während des Gesprächs
  • Skype-Interview: „Ruckelndes“ Gespräch, schlecht ausgeleuchtetes Bild
  • Kleidung entspricht nicht dem Anlass
  • Unfreundliches Auftreten, abwehrende Körpersprache
  • Flunkern oder übertreiben
  • Unverhältnismäßige Forderungen stellen


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