Beim Wiener Test ist in der Regel das Wiener Testsystem, kurz WTS, gemeint. Dabei handelt es sich nicht um einen einzigen festgelegten Konzentrationstest, sondern um ein computergestütztes Testsystem, in dem unterschiedliche psychologische Testverfahren eingesetzt werden können. Im Bereich Konzentration und Aufmerksamkeit musst du beispielsweise visuelle oder akustische Reize erkennen, unterscheiden und möglichst schnell richtig darauf reagieren. Je nach eingesetztem Verfahren können sich Aufgabenstellung, Darstellung und Bearbeitungszeit deutlich unterscheiden. Gemeinsam ist vielen Aufgaben, dass du auch bei wiederkehrenden oder ähnlichen Reizen aufmerksam und fehlerarm arbeiten musst. Für deine Vorbereitung sind deshalb vor allem Konzentration, Reaktionsgenauigkeit und ein gleichmäßiges Arbeitstempo wichtig.
Inhalte:
- Was wird beim Wiener Test geprüft?
- Typische Angaben sind beispielsweise
- Warum wird dieses Thema im Einstellungstest geprüft?
- Welche Aufgabentypen können bei diesem Thema vorkommen?
- Wie ist der typische Ablauf bei diesem Thema im Einstellungstest?
- Häufige Fehler beim Wiener Test
- So bereitest du dich optimal vor
- Mit dem eTrainer Konzentrationsvermögen trainieren
Was wird beim Wiener Test geprüft?
Welche Fähigkeiten geprüft werden, hängt davon ab, welche Testverfahren innerhalb des Wiener Testsystems ausgewählt wurden. Im Bereich Konzentrationsvermögen kann es beispielsweise darum gehen, relevante Informationen über einen bestimmten Zeitraum aufmerksam wahrzunehmen und korrekt zu verarbeiten. Auch die Fähigkeit, wichtige von unwichtigen Reizen zu unterscheiden, kann eine Rolle spielen. Bei anderen Aufgaben kommt es stärker auf Reaktionsgeschwindigkeit und Reaktionsgenauigkeit an. Zusätzlich können monotone Aufgaben zeigen, ob deine Aufmerksamkeit auch nach vielen ähnlichen Reizen stabil bleibt. Deshalb solltest du dich nicht auf einen einzigen Aufgabentyp vorbereiten, sondern verschiedene Formen der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprüfung trainieren.
Typische Angaben sind beispielsweise
Da das Wiener Testsystem unterschiedliche Verfahren umfasst, gibt es keine einheitliche Aufgabenform, die bei jedem Einsatz vorkommt. Im Bereich Konzentration und Aufmerksamkeit können beispielsweise folgende Anforderungen eine Rolle spielen:
- visuelle Reize erkennen
- akustische Reize wahrnehmen
- Zielreize von Ablenkungsreizen unterscheiden
- auf bestimmte Symbole reagieren
- ähnliche Zeichen unterscheiden
- Reaktionen möglichst schnell ausführen
- gleichzeitig möglichst wenige Fehler machen
- Aufmerksamkeit über längere Aufgabenserien halten
- Regeln konsequent anwenden
- wechselnde Signale richtig zuordnen
Entscheidend ist immer die konkrete Aufgabenanweisung. Deshalb solltest du diese vollständig verstehen, bevor du mit der eigentlichen Bearbeitung beginnst.
Warum wird dieses Thema im Einstellungstest geprüft?
In vielen Berufen musst du Informationen schnell wahrnehmen und trotzdem sorgfältig verarbeiten. Gerade bei sicherheitsrelevanten oder verantwortungsvollen Tätigkeiten kann es wichtig sein, bestimmte Signale zuverlässig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Konzentrations- und Aufmerksamkeitstests können zeigen, wie gut du relevante Reize herausfilterst und Ablenkungen ignorierst. Gleichzeitig lässt sich beobachten, ob deine Genauigkeit bei höherem Arbeitstempo erhalten bleibt. Bei längeren Aufgaben wird außerdem deutlich, wie stabil deine Aufmerksamkeit über einen bestimmten Zeitraum ist. Solche Fähigkeiten können deshalb Bestandteil psychologischer Eignungs- und Auswahlverfahren sein.
Welche Aufgabentypen können bei diesem Thema vorkommen?
Da das Wiener Testsystem verschiedene psychologische Verfahren bereitstellt, hängt die genaue Aufgabenform vom jeweiligen Auswahlverfahren ab. Im Bereich Konzentration und Aufmerksamkeit sind unterschiedliche Prinzipien denkbar.
- Zielreiz erkennen: Du reagierst nur auf bestimmte vorgegebene Zeichen oder Signale.
- Reize unterscheiden: Ähnliche Symbole, Farben oder andere Informationen müssen voneinander unterschieden werden.
- Reaktionsaufgaben: Auf einen bestimmten Reiz soll möglichst schnell die richtige Reaktion erfolgen.
- Daueraufmerksamkeit: Über einen längeren Zeitraum musst du auf selten auftretende Zielreize achten.
- Auswahlaufgaben: Unter mehreren möglichen Reaktionen musst du die passende auswählen.
- Visuelle Konzentrationsaufgaben: Viele ähnliche Zeichen müssen systematisch überprüft werden.
- Aufgaben mit wechselnden Regeln: Je nach Signal kann eine andere Reaktion erforderlich sein.
Es gibt deshalb nicht die eine typische „Wiener-Test-Aufgabe“. Entscheidend ist, welches konkrete Testverfahren der jeweilige Arbeitgeber oder die untersuchende Stelle verwendet.
Wie ist der typische Ablauf bei diesem Thema im Einstellungstest?
Das Wiener Testsystem wird digital am Computer durchgeführt. Vor einem einzelnen Test erhältst du normalerweise eine Aufgabenanweisung, aus der hervorgeht, welche Reize wichtig sind und wie du darauf reagieren sollst. Je nach Verfahren können zusätzlich Übungsaufgaben vorgesehen sein, damit du das Bearbeitungsprinzip kennenlernst. Anschließend beginnt die eigentliche Testphase, in der deine Eingaben automatisch erfasst werden. Dabei können Geschwindigkeit, richtige Reaktionen, ausgelassene Zielreize und Fehler eine Rolle spielen. Welche Tests hintereinander durchgeführt werden und wie lange das gesamte Verfahren dauert, hängt von der individuell zusammengestellten Testbatterie ab.
Häufige Fehler beim Wiener Test
Ein häufiger Fehler besteht darin, zu schnell mit der Aufgabe zu beginnen, ohne die Bearbeitungsregel vollständig verstanden zu haben. Gerade bei ähnlichen Reizen führt ein zu hohes Tempo schnell dazu, dass Zielsignale übersehen oder falsche Reaktionen ausgelöst werden. Manche Bewerber konzentrieren sich außerdem zu stark auf ihre Geschwindigkeit und verlieren dadurch an Genauigkeit. Bei längeren Aufgaben kann die Aufmerksamkeit nachlassen, sodass gegen Ende deutlich mehr Flüchtigkeitsfehler auftreten. Problematisch ist auch, eine einmal gelernte Reaktionsregel automatisch weiterzuverwenden, obwohl sich die Anweisung bei einer neuen Aufgabe geändert hat. Lies deshalb jede neue Instruktion sorgfältig und versuche während der Bearbeitung, ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten.
So bereitest du dich optimal vor
Für Tests im Wiener Testsystem solltest du nicht versuchen, einen einzigen vermeintlichen Standardtest auswendig zu lernen. Sinnvoller ist es, verschiedene Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Reaktionsaufgaben zu trainieren. Übe beispielsweise das schnelle Erkennen bestimmter Zielzeichen, das Unterscheiden ähnlicher Symbole und das genaue Anwenden wechselnder Regeln. Achte dabei zunächst stärker auf die Genauigkeit und steigere dein Bearbeitungstempo erst, wenn du die Aufgaben zuverlässig löst. Trainiere außerdem längere Aufgabenserien, damit du lernst, deine Aufmerksamkeit auch bei monotonen Reizen aufrechtzuerhalten.
Mit den Übungen von Ausbildungspark kannst du unterschiedliche Aufgabenbereiche aus Einstellungstests kennenlernen und deine Konzentrationsfähigkeit systematisch verbessern. Analysiere nach jeder Trainingseinheit, ob deine Fehler eher durch Unaufmerksamkeit, zu hohes Tempo oder ein falsches Verständnis der Aufgabenregel entstanden sind. Besonders wichtig ist es, neue Aufgabenstellungen aufmerksam zu lesen und nicht automatisch nach dem Prinzip der vorherigen Aufgabe weiterzuarbeiten. So bereitest du dich auf wechselnde Anforderungen deutlich besser vor.
Mit dem eTrainer Konzentrationsvermögen trainieren
Mit dem eTrainer kannst du unterschiedliche Konzentrationsaufgaben direkt am Bildschirm bearbeiten. Trainiere unter Zeitbedingungen, überprüfe deine Ergebnisse und erkenne, bei welchen Aufgabentypen du noch Trainingsbedarf hast. Dadurch kannst du deine Aufmerksamkeit, Bearbeitungsgeschwindigkeit und Genauigkeit Schritt für Schritt verbessern.










