Beim Aufgabentyp Grafikanalogien musst du erkennen, wie eine Ausgangsfigur nach einer bestimmten Regel verändert wurde, und diese Regel anschließend auf eine andere Figur übertragen. Das Grundprinzip lässt sich als „Figur A verhält sich zu Figur B wie Figur C zu Figur D“ beschreiben. Dabei können sich beispielsweise Form, Position, Anzahl, Ausrichtung oder Füllung der dargestellten Elemente verändern. Deine Aufgabe besteht darin, zunächst die Beziehung zwischen den ersten beiden Abbildungen zu entschlüsseln. Anschließend wendest du dieselbe Veränderung auf die nächste Ausgangsfigur an und bestimmst die passende Lösung. Geprüft werden vor allem logisches Denken, abstrakte Mustererkennung, visuelle Analysefähigkeit und Konzentration.
Inhalte:
- Was wird bei Grafikanalogien geprüft?
- Typische Regeln sind beispielsweise
- Warum wird dieses Thema im Einstellungstest geprüft?
- Welche Aufgabentypen kommen bei diesem Thema häufig dran?
- Wie ist der typische Ablauf bei diesem Thema im Einstellungstest?
- Häufige Fehler bei Grafikanalogien
- Typische Beispielaufgaben
- So bereitest du dich optimal vor
- Mit dem eTrainer logisches Denken trainieren
Was wird bei Grafikanalogien geprüft?
Bei Grafikanalogien musst du eine Beziehung zwischen zwei visuellen Darstellungen erkennen und auf ein neues Figurenpaar übertragen. Entscheidend ist also nicht nur, ein Muster zu entdecken, sondern eine gefundene Veränderungsregel korrekt auf eine andere Ausgangssituation anzuwenden. Dazu vergleichst du beispielsweise Position, Form, Anzahl, Größe, Ausrichtung und Füllung der einzelnen Elemente. Bei einfachen Aufgaben verändert sich nur eine Eigenschaft, bei schwierigeren können mehrere Veränderungen gleichzeitig stattfinden. Du musst deshalb unterscheiden, welche Merkmale für die Analogie wichtig sind und welche unverändert bleiben. Dadurch werden besonders abstraktes Denken, Regelverständnis und visuelle Mustererkennung geprüft.
Typische Regeln sind beispielsweise
Bei Grafikanalogien können sehr unterschiedliche Veränderungen vorkommen. Häufig basieren die Aufgaben auf einigen grundlegenden Prinzipien.
- Figuren werden gedreht
- Elemente werden gespiegelt
- Symbole wechseln ihre Position
- Formen werden ausgetauscht
- die Anzahl der Elemente verändert sich
- gefüllte Figuren werden ungefüllt oder umgekehrt
- Figuren werden größer oder kleiner
- einzelne Elemente kommen hinzu oder fallen weg
- zwei Figuren tauschen ihre Positionen
- mehrere Veränderungen werden miteinander kombiniert
Wichtig ist, die erste Veränderung möglichst vollständig zu erfassen. Nur dann kannst du dieselbe Regel zuverlässig auf die nächste Figur übertragen.
Warum wird dieses Thema im Einstellungstest geprüft?
Grafikanalogien prüfen, ob du aus visuellen Informationen selbstständig eine Regel ableiten und diese auf eine neue Situation übertragen kannst. Dabei musst du relevante Merkmale erkennen und unwichtige Details ausblenden. Diese Fähigkeit gehört zum abstrakten und logischen Denken und kann auch bei unbekannten Problemstellungen hilfreich sein. Gleichzeitig erfordern die Aufgaben Konzentration, weil sich die Abbildungen teilweise nur in kleinen Details unterscheiden. Du musst deine gefundene Regel außerdem konsequent anwenden, statt die Antwort nur nach optischer Ähnlichkeit auszuwählen. Grafikanalogien eignen sich deshalb gut, um Mustererkennung und logisches Schlussfolgern miteinander zu verbinden.
Welche Aufgabentypen kommen bei diesem Thema häufig dran?
Das Grundprinzip bleibt bei Grafikanalogien ähnlich, die verwendeten Veränderungen können jedoch stark variieren.
- Drehung übertragen: Eine Figur wird um einen bestimmten Winkel gedreht.
- Spiegelung erkennen: Die Ausgangsfigur wird horizontal oder vertikal gespiegelt.
- Positionswechsel übertragen: Ein Element wandert von einer Stelle an eine andere.
- Formwechsel erkennen: Eine Form wird nach einer bestimmten Regel durch eine andere ersetzt.
- Füllung verändern: Schwarze und weiße beziehungsweise gefüllte und ungefüllte Flächen wechseln.
- Anzahl verändern: Elemente werden hinzugefügt oder entfernt.
- Mehrere Regeln kombinieren: Beispielsweise wird eine Figur gleichzeitig gedreht und ihre Füllung verändert.
- Fehlende Grafik bestimmen: Aus mehreren Antwortmöglichkeiten musst du die Figur auswählen, die die Analogie vervollständigt.
Je mehr Eigenschaften gleichzeitig verändert werden, desto wichtiger ist es, die Merkmale einzeln zu analysieren.
Wie ist der typische Ablauf bei diesem Thema im Einstellungstest?
Du erhältst normalerweise mehrere grafische Darstellungen, wobei zwischen den ersten beiden Figuren bereits eine bestimmte Beziehung besteht. Zunächst vergleichst du diese beiden Abbildungen und suchst nach der zugrunde liegenden Veränderung. Anschließend betrachtest du die nächste Ausgangsfigur und überträgst dieselbe Regel auf sie. Danach vergleichst du dein erwartetes Ergebnis mit den vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Häufig stehen fünf mögliche Figuren zur Auswahl, die sich nur in einzelnen Merkmalen unterscheiden. Unter Zeitdruck solltest du deshalb möglichst systematisch vorgehen und zunächst einfache Veränderungen wie Drehung, Spiegelung, Position und Füllung überprüfen.
Häufige Fehler bei Grafikanalogien
Ein häufiger Fehler besteht darin, die Antwort auszuwählen, die der Ausgangsfigur optisch am ähnlichsten sieht. Entscheidend ist jedoch nicht die Ähnlichkeit, sondern die korrekte Übertragung der Veränderungsregel. Manche Bewerber erkennen außerdem nur einen Teil der Regel, beispielsweise eine Drehung, übersehen aber gleichzeitig einen Wechsel der Füllung. Auch Spiegelungen und Drehungen können leicht miteinander verwechselt werden. Problematisch ist zudem, eine vermutete Regel nicht vollständig an der ersten Analogie zu überprüfen. Deshalb solltest du zunächst genau feststellen, was sich von Figur A zu Figur B verändert und was gleich bleibt.
Typische Beispielaufgaben
Da Grafikanalogien normalerweise mit Abbildungen dargestellt werden, sind die folgenden Beispiele vereinfacht beschrieben.
Beispielaufgabe 1: Drehung übertragen (leicht)
Figur A: Ein Pfeil zeigt nach oben.
Figur B: Derselbe Pfeil zeigt nach rechts.
Figur C: Ein Pfeil zeigt nach links.
Wie muss Figur D aussehen?
A. Pfeil nach oben
B. Pfeil nach rechts
C. Pfeil nach unten
D. Pfeil nach links
E. zwei Pfeile nach rechts
Beispielaufgabe 2: Form und Füllung verändern (mittel)
Figur A: Ein schwarzer Kreis.
Figur B: Ein weißes Quadrat.
Figur C: Ein schwarzes Dreieck.
Wie muss Figur D aussehen?
A. schwarzes Quadrat
B. weißes Dreieck
C. schwarzer Kreis
D. weißes Quadrat
E. weißer Kreis
Beispielaufgabe 3: Position und Ausrichtung kombinieren (schwer)
Figur A: Ein nach oben gerichtetes Dreieck befindet sich links in einem Feld.
Figur B: Das Dreieck befindet sich rechts und zeigt nach unten.
Figur C: Ein nach rechts gerichteter Pfeil befindet sich oben im Feld.
Wie muss Figur D aussehen?
A. Pfeil oben, nach links
B. Pfeil unten, nach rechts
C. Pfeil unten, nach links
D. Pfeil rechts, nach unten
E. Pfeil links, nach oben
So bereitest du dich optimal vor
Grafikanalogien kannst du gezielt trainieren, indem du dir für jede Aufgabe eine feste Prüfreihenfolge angewöhnst. Untersuche zunächst Form, Anzahl, Position, Ausrichtung, Größe und Füllung der dargestellten Elemente. Frage dich anschließend für jedes Merkmal, ob es sich verändert oder gleich bleibt. Formuliere die erkannte Regel möglichst einfach, zum Beispiel „90 Grad nach rechts drehen“ oder „Position wechseln und Füllung umkehren“. Erst danach solltest du die Regel auf die zweite Ausgangsfigur übertragen.
Mit den Übungen von Ausbildungspark kannst du verschiedene Aufgaben zum logischen und abstrakten Denken kennenlernen und deine visuelle Mustererkennung trainieren. Achte bei der Auswertung besonders darauf, ob du einzelne Veränderungen übersehen oder eine Regel falsch übertragen hast. Übe gezielt Aufgaben mit Drehungen, Spiegelungen und mehreren gleichzeitig veränderten Merkmalen. Mit zunehmender Erfahrung kannst du typische Regeln schneller erkennen und Antwortmöglichkeiten gezielter ausschließen.
Mit dem eTrainer logisches Denken trainieren
eTrainer: Grafikanalogien und Logik online trainieren
Mit dem eTrainer kannst du unterschiedliche Aufgaben zum logischen Denken direkt am Bildschirm bearbeiten. Trainiere das Erkennen und Übertragen visueller Regeln unter Zeitbedingungen und überprüfe anschließend deine Ergebnisse. So erkennst du, welche Arten von Grafikanalogien dir bereits leichtfallen und bei welchen Mustern du noch gezielter üben solltest.










