Einstellungstest Bundeswehr
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Erst kürzlich habe ich im Rahmen des Einstellungstests am Computertest und am eignungsdiagnostischen Interview bei der Bundeswehr teilgenommen. Hier möchte ich meine Erfahrungen teilen, um neuen Bewerberinnen und Bewerbern die Vorbereitung auf den Test zu erleichtern.
Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich für jede Aufgabe innerhalb eines Themengebiets 90 Sekunden Zeit. Dies wurde durch einen fortschreitenden Fortschrittsbalken oben in der Mitte des Bildschirms angezeigt, der sich von links nach rechts bewegte.
Im Bereich Mathematik erinnere ich mich an Aufgaben, bei denen eine Rechnung mit sechs verschiedenen Ergebnissen aufgeführt wurde. Ich musste die Aufgabe ausrechnen und mich dann für die richtige Lösung entscheiden.
Im Bereich Deutsch erwarteten mich ausschließlich Rechtschreibaufgaben. Dabei musste ich aus sechs Auswahlmöglichkeiten die richtige Schreibweise auswählen. Bei den falschgeschriebenen Wörtern wurden entweder nicht passende Buchstaben hinzugefügt, korrekte Buchstaben entfernt oder das Wort wurde so geschrieben, wie man es aussprechen würde.
Ein Beispiel lautete:
Portmonä – Portemonnaie – Portemonee – Pordemonaie – Portemonaie – Portemoneh
Gezeigt wurden hier einfache bis komplexere 3D-Röhrenformen. Diese hatten Hintergrundbilder, beispielsweise eine Wüstenlandschaft mit Steinen, die wahrscheinlich dazu dienten, die Konzentration auf die silbergrauen 3D-Röhren zu erschweren.
Soweit ich mich erinnern kann, steig der Schwierigkeitsgrad schrittweise an. Es wurde jeweils eine Form vorgegeben und die Aufgabe bestand darin, zu zählen, wie oft diese Form in der Abbildung vorkommt. Die möglichen Formen waren im dreidimensionalen Raum beliebig gedreht. Die potenziell richtigen Formen waren außerdem unterschiedlich groß und verteilten sich über das Hintergrundbild. Die Positionen veränderten sich dabei von Aufgabe zu Aufgabe.
Hier gab es beispielsweise Abbildungen von Hebeln. Durch Pfeile wurden mögliche Richtungen aufgezeigt, in die sich die Hebel potenziell bewegen lassen. Man musste ankreuzen, welche Bewegungen möglich waren. Mehrere Antworten konnten richtig sein.
Bei dieser Aufgabe wurden in zwei Feldern jeweils ein roter und ein blauer Pfeil für drei Sekunden angezeigt. Man musste sich in dieser Zeit die Position der Pfeile einprägen, denn anschließend wurden die Pfeile ausgeblendet und man hatte drei Sekunden Zeit, die richtigen Felder anzuklicken, in denen sich die Pfeile zuvor befanden. Beim blauen Pfeil musste man sich nicht die genaue Position, sondern die Himmelsrichtung, in die er zeigte, merken.
Wenn man zu langsam antwortete oder bereits der erste Klick falsch gesetzt wurde und die Aufgabe dadurch nicht mehr korrekt beantwortet werden konnte, wurde unmittelbar zur nächsten Aufgabe gewechselt. Ich meine, dass es insgesamt etwa 60 Aufgaben gab und innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele davon bearbeitet werden sollten. Es gab somit keine Teilpunkte für eine teilweise richtige Antwort, sowohl der rote als auch der blaue Pfeil mussten richtig sein.
Das unmittelbare Wechseln zur nächsten Aufgabe nach einem falschen ersten Klick erzeugte bei mir zusätzlichen Zeitdruck. Man musste sich zunächst kurz bewusst machen, dass die vorherige Aufgabe falsch beantwortet worden war, obwohl bereits die nächste Aufgabe lief. Dadurch verkürzte sich faktisch die verfügbare Zeit für die nächste Aufgabe. Um wieder konzentriert weiterarbeiten zu können, musste man diesen Effekt möglichst schnell überwinden.
Die psychologische Befragung findet getrennt vom CAT-Test mit einem Assessmentpsychologen statt. Ich habe es nicht als klassischen Test wahrgenommen. Die Fragen an den Bewerber ergeben sich aus einem Fragebogen, der bei der Ankunft auszufüllen war. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es etwa zehn Fragen bzw. Aussagen, zu denen man Stellung nehmen musste.
Die folgenden Beispiele kamen meiner Erinnerung nach sinngemäß auf dem Fragebogen vor:
Im Gespräch ist der Psychologe dann auf meine Antworten eingegangen und hat Nachfragen gestellt. Insgesamt war es aber eine entspannte Atmosphäre – nicht wie bei einem Vorstellungsgespräch.