Deltaprüfung üben
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Vor meiner Deltaprüfung habe ich selbst nach Erfahrungsberichten gesucht. Dabei war ich etwas enttäuscht, wie wenige Informationen es speziell zur Prüfung an der DHBW Heilbronn gibt. Im Internet findet man zwar einige Berichte über die Deltaprüfung, diese beziehen sich jedoch häufig auf die Universität Mannheim. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen möglichst ausführlich teilen, damit zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer besser einschätzen können, was sie bei der Deltaprüfung in Heilbronn erwartet.
Da ich etwas mehr als drei Stunden von Heilbronn entfernt wohne, bin ich bereits am Tag vor der Prüfung angereist. Diese Entscheidung würde ich genauso wieder treffen. Dadurch musste ich mich am Prüfungstag nicht zusätzlich mit einer langen Anfahrt und dem damit verbundenen Stress beschäftigen. Stattdessen konnte ich am Abend vorher in Ruhe ankommen und musste am nächsten Morgen nur noch zur DHBW fahren.
Für die Vorbereitung habe ich hauptsächlich mit dem eTrainer von Ausbildungspark gearbeitet. Diesen kann ich auf jeden Fall empfehlen. Die enthaltenen Aufgabentypen ähneln meiner Erfahrung nach stark den Aufgaben, die auch in der Deltaprüfung vorkommen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar nicht immer genau gleich, aber man bekommt einen sehr guten Überblick und kann sich mit den verschiedenen Aufgabenarten vertraut machen. Ich würde empfehlen, den eTrainer nicht nur einmal durchzuarbeiten, sondern die einzelnen Bereiche mehrfach zu üben. Die Schwierigkeit liegt während der Prüfung nämlich nicht nur in den Aufgaben selbst, sondern vor allem in der begrenzten Zeit. Wer die Aufgabentypen bereits kennt und weiß, wie er grundsätzlich vorgehen muss, kann deutlich schneller arbeiten.
Am Prüfungstag gab es neben meinem Termin noch vier weitere Termine: einen vor meinem und mehrere danach. Ungefähr 15 Minuten vor Beginn trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Raum. Von dort wurden wir gemeinsam zu den Prüfungsräumen gebracht. Der gesamte Ablauf wirkte gut organisiert und es gab keine unnötig langen Wartezeiten.
Die eigentliche Prüfung dauerte 67 Minuten. In dieser Zeit mussten die verschiedenen Aufgabenbereiche bearbeitet werden. Den Zeitdruck sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Auch bei Aufgaben, die auf den ersten Blick einfach wirken, kann es passieren, dass man länger hängen bleibt als geplant. Deshalb würde ich empfehlen, sich nicht zu lange mit einer einzelnen Aufgabe aufzuhalten. Wenn man nach kurzer Zeit merkt, dass man nicht weiterkommt, sollte man lieber zur nächsten Aufgabe gehen und die vorhandene Zeit sinnvoll nutzen.
Ein Teil der Prüfung bestand aus Matrizen. Diese fand ich überraschend gut machbar. Die Aufgaben waren für mich logisch aufgebaut und ähnelten stark den Übungen aus dem eTrainer. Man musste verschiedene Muster oder Veränderungen erkennen und daraus die passende Lösung ableiten. Wer diese n Aufgabentyp vorher mehrmals geübt hat, sollte meiner Meinung nach gut vorbereitet sein. Für mich gehörten die Matrizen deshalb zu den angenehmeren Bereichen der Prüfung. Deutlich schwieriger fand ich dagegen die Schätzaufgaben. Mit diesen hatte ich persönlich die größten Probleme. Zwar kannte ich solche Aufgaben bereits aus dem eTrainer, in der tatsächlichen Prüfung kamen meiner Meinung nach jedoch anspruchsvollere Varianten vor.
Der Persönlichkeitstest gehörte meiner Meinung nach zu den unkompliziertesten Teilen. Hier würde ich empfehlen, nicht zu lange über die einzelnen Aussagen nachzudenken. Man fragt sich schnell, welche Antwort möglicherweise „besser“ wirkt oder von der DHBW erwartet werden könnte. Davon sollte man sich aber nicht verunsichern lassen. Ich habe den Persönlichkeitstest relativ zügig bearbeitet und war nach ungefähr zehn Minuten damit fertig. Meiner Meinung nach geht es in diesem Teil vor allem darum, die Fragen ehrlich und möglichst spontan zu beantworten. Wer jede Aussage zu lange hinterfragt, verliert nur unnötig Zeit.
Im Bereich Sprachgebrauch kamen unter anderem Aufgaben vor, bei denen passende Wörter oder Wortbedeutungen eingesetzt werden mussten. Teilweise enthielten die Sätze zwei Lücken, die mit den richtigen Begriffen gefüllt werden sollten. Diesen Aufgabentyp fand ich insgesamt gut machbar.
Eine Besonderheit der Prüfung war, dass sich der Schwierigkeitsgrad an die eigenen Antworten anpasste. Wenn man mehrere Aufgaben richtig beantwortet hatte, wurden die folgenden Aufgaben schwieriger. Deshalb sollte man sich nicht wundern, wenn die Fragen im Laufe der Prüfung plötzlich deutlich komplizierter erscheinen. Das bedeutet nicht automatisch, dass man schlechter wird oder zuvor etwas falsch gemacht hat. Es kann auch ein Zeichen dafür sein, dass der Test den Schwierigkeitsgrad erhöht hat.
Einen weiteren anspruchsvollen und teilweise frustrierenden Bereich fand ich das Einsetzen von Rechenzeichen. Dabei mussten zum Beispiel Plus-, Minus-, Mal- oder Divisionszeichen in vorgegebene Lücken eingesetzt werden, damit am Ende eine richtige Rechnung entstand. Teilweise wurden dabei sehr große Zahlen verwendet und es gab mehrere Lücken. Bei manchen Aufgaben mussten sogar fünf Rechenzeichen eingesetzt werden. Dadurch war es schwierig, schnell zu erkennen, welches Zeichen an welche Stelle gehörte.
Insgesamt würde ich die Deltaprüfung an der DHBW Heilbronn als machbar, aber durchaus anspruchsvoll beschreiben. Die einzelnen Aufgaben sind nicht alle besonders schwierig. Die Kombination aus vielen verschiedenen Aufgabentypen, dem teilweise steigenden Schwierigkeitsgrad und der begrenzten Bearbeitungszeit von 67 Minuten sollte man jedoch nicht unterschätzen. Wer die Aufgaben vorher noch nie gesehen hat, kann sich während der Prüfung schnell überfordert fühlen.
Eine gute Vorbereitung halte ich deshalb für sehr wichtig. Meiner Meinung nach lohnt es sich, mit dem eTrainer von Ausbildungspark gezielt zu üben. Die Aufgaben darin entsprechen zwar nicht immer genau dem Schwierigkeitsgrad der tatsächlichen Prüfung, aber die Aufgabentypen und ihr Aufbau sind sehr ähnlich. Dadurch bekommt man ein Gefühl dafür, was einen erwartet, und muss sich während der Prüfung nicht erst überlegen, wie die jeweilige Aufgabe grundsätzlich funktioniert.
Besonders wichtig ist es, die verschiedenen Aufgabenarten mehrmals zu trainieren. Wer in der Prüfung zum ersten Mal mit Matrizen, Schätzaufgaben oder dem Einsetzen von Rechenzeichen konfrontiert wird, verliert wahrscheinlich viel Zeit und gerät dadurch zusätzlich unter Druck. Ohne vorheriges Üben kann es meiner Meinung nach schnell passieren, dass man sich wegen der ungewohnten Aufgaben und des Zeitdrucks überfordert fühlt. Bei der Vorbereitung sollte man deshalb nicht nur darauf achten, die Aufgaben richtig zu lösen, sondern auch an seiner Geschwindigkeit arbeiten. Die 67 Minuten gehen schneller vorbei, als man denkt. Es kann helfen, bereits beim Üben auf die Zeit zu achten und sich daran zu gewöhnen, Aufgaben möglichst zügig zu bearbeiten.
Mein Fazit lautet deshalb: Die Deltaprüfung ist definitiv zu schaffen, man sollte sie aber nicht unterschätzen und nicht davon ausgehen, dass man sie problemlos ohne Vorbereitung besteht. Wer sich vorher mit dem eTrainer beschäftigt, die verschiedenen Aufgabentypen mehrmals übt und zusätzlich an seiner Geschwindigkeit arbeitet, kann meiner Meinung nach deutlich sicherer und entspannter in die Prüfung gehen. Am Ende habe ich die Deltaprüfung bestanden.