Brillen sind von der Sehhilfe zum Alltagsbegleiter, Modeaccessoire und Lifestyle-Objekt avanciert. Der Beruf des Augenoptikers verbindet Gesundheit, Handwerk, Technik, Mode und kompetente Beratung miteinander. Das macht die Ausbildung für viele junge Menschen interessant. Wer sich für die Arbeit mit Menschen, handwerkliche Präzision und Stilfragen begeistert, findet ein vielseitiges Berufsfeld mit Zukunftsperspektive.
Doch worauf kommt es bei der Bewerbung beim Optiker an? Und welche Fähigkeiten erwarten Ausbildungsbetriebe heute? Wir begleiten dich auf dem Weg in deinen Traumberuf.
Diese Voraussetzungen solltest du für die Ausbildung mitbringen
Formal reicht für die Bewerbung ein guter Hauptschulabschluss oder ein höherer Schulabschluss aus. In der Praxis achten viele Ausbildungsbetriebe von Anfang an darauf, dass du wichtige Kernkompetenzen für das Berufsbild mitbringst.
Gleichzeitig unterschätzen viele Bewerberinnen und Bewerber den technischen Anteil des Berufs. Technisches Interesse ist deshalb genauso hilfreich wie ein gutes Gespür für Mode und Stil und natürlich Freude und Geschick im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen.
Praktische Erfahrungen können deine Bewerbung boostern
Viele Ausbildungsbetriebe bewerten Praktika positiv. Schon wenige Tage Einblick in den Berufsalltag zeigen, ob der Arbeitsalltag wirklich zu den eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten passt.
„Wir bei eyes + more brauchen keinen meterlangen Lebenslauf oder aufwändige Anschreiben. Wir brauchen echte Persönlichkeiten mit Spaß am Kundenkontakt und Leidenschaft für den Verkauf.“ – eyes + more als Ausbildungsbetrieb.
Für die meisten Unternehmen ist deshalb auch das persönliche Vorstellungsgespräch wichtiger als die harten Fakten in der Bewerbungsmappe. Im Gespräch geht es weniger um Fachwissen als um Persönlichkeit und Motivation. Deshalb kannst du im persönlichen Gespräch oft viel mehr punkten als auf dem Papier.
Gerade im kundenorientierten Bereich achten Betriebe stark auf Kommunikationsfähigkeit und Auftreten. Deshalb lohnt es sich, das Vorstellungsgespräch vorher zu üben. Hilfreich ist dafür auch, dich vorab mit dem Unternehmen zu beschäftigen, damit du weißt, mit wem du es zu tun hast:
- Welche Produkte oder Leistungen bietet der Betrieb an?
- Wie präsentiert sich das Unternehmen?
- Welche Werte oder Schwerpunkte werden genannt?
Wenn du im Vorstellungsgespräch zeigen kannst, dass du über diese Punkte Bescheid weißt, kannst du damit mächtig Eindruck machen.
Das macht den Beruf des Augenoptikers so abwechslungsreich
Wer sich für eine Ausbildung zum Augenoptiker entscheidet, arbeitet später nicht nur im Verkauf, sondern verbindet vielseitige Bereiche aus Gesundheit, Technik, Handwerk und Beratung. Diese Bandbreite macht den Berufsalltag besonders abwechslungsreich.
Während der Ausbildung lernen Azubis unter anderem:
- Sehwerte mit modernen Messgeräten zu bestimmen
- Kunden zu verschiedenen Brillengläsern und Fassungen zu beraten
- Brillen individuell anzupassen, auszurichten und zu reparieren
- Fassungen millimetergenau zu bearbeiten
- Glasstärken und Zentrierungen präzise zu kontrollieren
- Kontaktlinsen anzupassen und Kunden im Umgang damit zu beraten
- mit digitalen Messsystemen und hochmoderner Werkstatttechnologie zu arbeiten
Gleichzeitig spielt der direkte Kontakt mit Menschen eine große Rolle im Berufsalltag. Augenoptiker begleiten Kundinnen und Kunden bei persönlichen Fragen rund um gutes Sehen, Komfort und Wohlbefinden, einen optimierten Arbeitsalltag oder Sehhilfen als Begleiter im Alltag. Dazu gehört auch, gemeinsam passende Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse zu finden, beispielsweise für die Bildschirmarbeit, Sport, oder Autofahren. Eine Affinität zu technologiegestütztem Handwerk und Computerlösungen gehört ebenfalls dazu.
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