Berufsbild
KonstruktionsmechanikerIn
KonstruktionsmechanikerIn
- KonstruktionsmechanikerInnen sind tätig im Fahrzeug-, Metall- und Maschinenbau, ebenso im Baugewerbe.
- KonstruktionsmechanikerInnen bedienen sich manueller und maschineller Verfahren.
- KonstruktionsmechanikerInnen bauen Metallkonstruktionen in allen Größen und für alle Anwendungsgebiete.
Für ein weltweit operierendes Energieunternehmen muss auf einer Bohrinsel eine Hebevorrichtung gebaut und installiert werden, in einem New Yorker Appartementhaus soll der alte Fahrstuhl geprüft und ggf. erneuert werden und bei einem Automobilunternehmen werden die Fahrzeugrahmen nach einem neuen Prinzip hergestellt. Die genannten Exempel sind allesamt Metallkonstruktionen, die sich aus verschiedenen Einzelkomponenten zusammensetzen. Die Produktion der für die Arbeitsvorgänge notwendigen Maschinen oder Produktionswerkzeugen ist Aufgabe der KonstruktionsmechanikerInnen, sie sind die Fachkräfte in diesem Bereich.
KonstruktionsmechanikerInnen:- sind beteiligt an der Herstellung von Maschinen und einzelnen Baukomponenten.
- verarbeiten Bleche und Metalle mit diversen Werkzeugen (z.B. Säge, Fräse, Schweißgerät, Stanze) in unterschiedlichen Verfahren (schneiden, schweißen, stanzen).
- montieren und demontieren Metallkonstruktionen.
- werten technische Zeichnungen und Konstruktionspläne aus, um Arbeitsabläufe koordinieren zu können.
- warten und überprüfen Maschinen und deren korrekte Funktion.
- stehen in Verbindung zu anderen Abteilungen und Kunden, um Konstruktionen realisieren zu können.
- führen Qualitätskontrollen durch.
Bei der Produktion der oben genannten Elemente und Maschinen - sei es ein Fahrstuhl, ein Kran oder ein Fahrzeug - müssen diverse Einzelteile gefertigt werden. Hierbei verarbeiten die KonstruktionsmechanikerInnen verschiedene Materialien, zumeist Metalle, bauen einzelne Komponenten und setzen dann schlussendlich auch die ganze Maschine zusammen. Auch wenn z.B. in die Hebevorrichtung auf der Bohrinsel technische und hydraulische Einzelteile eingebaut werden müssen, die nicht von den KonstruktionsmechanikerInnen hergestellt werden, wissen sie doch, wie diese Elemente eingebaut werden, welche besonderen Charakteristika sie ausweisen, warum sie für das Funktionieren der Maschine wichtig sind und wie man deren Funktionsfähigkeit überprüfen kann. Da die KonstruktionsmechanikerInnen genau über die technischen Zeichnungen und Konstruktionspläne Bescheid wissen und diese lesen können, sind sie ebenso eingeweiht in die Funktionsweise der Maschinen; sei es ein Fahrstuhl, ein Supertanker oder eine Hebebühne. Daher sind sie auch vor Ort, wenn die Metallkonstruktion oder Maschine in Betrieb genommen wird, überprüfen also direkt, ob dem Kunden die einwandfreie Funktion garantiert werden kann. Innerhalb des Betriebs ist die Kommunikation mit anderen Abteilungen notwendig, um so Qualitätsoptimierung und Sicherheitsstandards in der Produktion zu maximieren, oder um besondere Kundenwünsche erfüllen zu können.
Die Ausbildung zur Konstruktionsmechanikerin/zum Konstruktionsmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Ausgebildet wird im Unternehmen (in der Industrie) und in der Berufsschule. Wenn die Auszubildenden sehr gute Leistungen nachweisen, kann die Abschlussprüfung vorgezogen und die Ausbildung somit verkürzt werden. Hierzu müssen Auszubildende und Ausbilder einen entsprechenden Antrag stellen. Bei besonders schlechten Leistungen kann die Ausbildungszeit auch vom Ausbilder verlängert werden.

