Chemie kann im Einstellungstest als Teil des Allgemeinwissens oder der naturwissenschaftlichen Kenntnisse abgefragt werden. Dabei musst du normalerweise keine komplizierten Reaktionsgleichungen lösen oder umfangreiche Berechnungen durchführen. Gefragt sind vielmehr Grundlagen, die du aus der Schule oder aus dem Alltag kennen kannst. Dazu gehören beispielsweise chemische Elemente, Stoffeigenschaften, Säuren und Basen oder einfache chemische Reaktionen. Auch Fragen zu bekannten chemischen Symbolen und alltäglichen Stoffen sind möglich. Mit einer kurzen Wiederholung der wichtigsten Grundlagen kannst du dich auf diesen Testbereich gut vorbereiten.
Welche Chemiekenntnisse können im Einstellungstest gefragt sein?
Chemiefragen sollen häufig zeigen, ob du über ein solides naturwissenschaftliches Grundverständnis verfügst. Die Aufgaben können als klassische Wissensfragen, Multiple-Choice-Aufgaben oder kurze Verständnisfragen gestellt werden. Besonders wichtig ist, grundlegende Begriffe zu kennen und einfache Zusammenhänge nachvollziehen zu können.
Typische Themen sind:
- chemische Elemente und ihre Symbole
- Aufbau von Atomen
- Periodensystem der Elemente
- Metalle und Nichtmetalle
- chemische Verbindungen
- Säuren und Basen
- pH-Wert
- Aggregatzustände
- Oxidation und Verbrennung
- wichtige Stoffe aus Alltag und Umwelt
Welche Bereiche tatsächlich vorkommen, hängt vom jeweiligen Einstellungstest ab. Meist geht es jedoch eher um grundlegendes Schulwissen als um vertiefte Fachkenntnisse.
Elemente und chemische Symbole
Ein wichtiger Grundlagenbereich ist das Periodensystem. Du solltest einige besonders bekannte Elemente und ihre chemischen Symbole zuordnen können. Das Symbol für Sauerstoff lautet beispielsweise O, Wasserstoff wird mit H und Kohlenstoff mit C angegeben.
Auch einige Metalle solltest du kennen. Eisen hat das Elementsymbol Fe, Kupfer Cu, Silber Ag und Gold Au. Manche Symbole lassen sich nicht unmittelbar aus dem deutschen Namen ableiten. Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten davon gezielt zu wiederholen.
Beispielaufgabe 1: Elemente und chemische Symbole (leicht)
Welches chemische Symbol gehört zum Element Sauerstoff?
A. S
B. O
C. H
D. C
E. N
Beispielaufgabe 2: Elemente und chemische Symbole (mittel)
Welches Element hat das chemische Symbol „Fe“?
A. Fluor
B. Eisen
C. Blei
D. Silber
E. Kalium
Beispielaufgabe 3: Elemente und chemische Symbole (schwer)
Warum werden chemische Symbole weltweit einheitlich verwendet?
A. Damit jedes Land eigene Bezeichnungen für Elemente verwenden kann.
B. Damit chemische Stoffe unabhängig von der Sprache eindeutig erkannt werden können.
C. Damit nur Wissenschaftler chemische Elemente unterscheiden können.
D. Damit Elemente nach ihrem Entdeckungsort benannt werden.
E. Damit chemische Reaktionen nicht mehr berechnet werden müssen.
Atome, Moleküle und chemische Verbindungen
Atome sind die Grundbausteine chemischer Elemente. Sie bestehen vereinfacht aus einem Atomkern mit Protonen und Neutronen sowie Elektronen, die sich um den Kern befinden. Verschiedene Atome können sich miteinander verbinden und Moleküle bilden.
Ein bekanntes Beispiel ist Wasser. Ein Wassermolekül besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom und hat deshalb die chemische Formel H₂O. Auch Kohlendioxid mit der Formel CO₂ oder Kochsalz mit der Formel NaCl können im Zusammenhang mit einfachen Chemiefragen vorkommen.
Beispielaufgabe 1: Atome, Moleküle und chemische Verbindungen (leicht)
Was ist ein Atom?
A. Ein Stoffgemisch aus mehreren verschiedenen Stoffen
B. Der kleinste Baustein eines chemischen Elements
C. Eine chemische Reaktion zwischen zwei Stoffen
D. Ein Teilchen, das immer aus mehreren Atomen besteht
E. Eine Energieform
Beispielaufgabe 2: Atome, Moleküle und chemische Verbindungen (mittel)
Was beschreibt ein Molekül?
A. Eine Verbindung aus mindestens zwei miteinander verbundenen Atomen
B. Ein einzelnes Proton im Atomkern
C. Ein Stoff, der nur aus Metallen besteht
D. Eine chemische Reaktion ohne Beteiligung von Atomen
E. Eine besondere Form von Energie
Beispielaufgabe 3: Atome, Moleküle und chemische Verbindungen (schwer)
Warum hat eine chemische Verbindung andere Eigenschaften als die Elemente, aus denen sie besteht?
A. Weil die Atome ihre Eigenschaften durch die Verbindung vollständig verlieren.
B. Weil sich die Atome in einer bestimmten Anordnung verbinden und dadurch neue Stoffeigenschaften entstehen.
C. Weil chemische Verbindungen keine Atome enthalten.
D. Weil nur Metalle chemische Verbindungen bilden können.
E. Weil die Anzahl der Atome keinen Einfluss auf die Eigenschaften eines Stoffes hat.
Säuren, Basen und der pH-Wert
Der pH-Wert gibt an, ob eine wässrige Lösung sauer, neutral oder basisch ist. Die Skala reicht üblicherweise von 0 bis 14. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral. Werte unter 7 stehen für saure Lösungen, Werte über 7 für basische beziehungsweise alkalische Lösungen.
Zitronensaft ist beispielsweise sauer, während viele Seifenlösungen basisch reagieren. Solche Beispiele aus dem Alltag werden gerne genutzt, weil sie chemisches Grundwissen mit praktischen Situationen verbinden.
Beispielaufgabe 1: Säuren, Basen und der pH-Wert (leicht)
Welcher pH-Wert beschreibt eine neutrale Lösung?
A. 0
B. 3
C. 7
D. 10
E. 14
Beispielaufgabe 2: Säuren, Basen und der pH-Wert (mittel)
Welche Aussage über Säuren ist richtig?
A. Säuren haben immer einen pH-Wert über 7.
B. Säuren geben in Wasser Wasserstoff-Ionen ab.
C. Säuren bestehen ausschließlich aus Metallen.
D. Säuren können keine chemischen Reaktionen eingehen.
E. Säuren sind immer ungefährlich.
Beispielaufgabe 3: Säuren, Basen und der pH-Wert (schwer)
Eine Lösung hat den pH-Wert 12. Welche Aussage trifft zu?
A. Die Lösung ist stark sauer.
B. Die Lösung ist neutral.
C. Die Lösung ist basisch.
D. Die Lösung enthält keine Ionen.
E. Die Lösung kann nicht mit anderen Stoffen reagieren.
Aggregatzustände und Stoffeigenschaften
Stoffe können in unterschiedlichen Aggregatzuständen auftreten. Die drei grundlegenden Zustände sind fest, flüssig und gasförmig. Wasser ist ein besonders anschauliches Beispiel: Eis ist fest, flüssiges Wasser ist flüssig und Wasserdampf ist gasförmig.
Durch Erwärmen oder Abkühlen kann sich der Aggregatzustand verändern. Der Übergang von fest zu flüssig wird als Schmelzen bezeichnet. Wird eine Flüssigkeit gasförmig, spricht man je nach Vorgang beispielsweise von Verdampfen oder Sieden.
Beispielaufgabe 1: Aggregatzustände und Stoffeigenschaften (leicht)
In welchem Aggregatzustand befindet sich Wasser bei normalem Luftdruck und einer Temperatur von 20 °C?
A. Fest
B. Flüssig
C. Gasförmig
D. Plasmaförmig
E. Kristallin
Beispielaufgabe 2: Aggregatzustände und Stoffeigenschaften (mittel)
Welche Eigenschaft ist typisch für einen festen Stoff?
A. Er nimmt immer die Form des Behälters an.
B. Seine Teilchen bewegen sich völlig frei voneinander.
C. Er besitzt eine feste Form und ein festes Volumen.
D. Er lässt sich immer leicht komprimieren.
E. Er hat keine eigenen Stoffeigenschaften.
Beispielaufgabe 3: Aggregatzustände und Stoffeigenschaften (schwer)
Warum dehnt sich ein Stoff beim Erwärmen meistens aus?
A. Weil die Teilchen größer werden.
B. Weil sich die Teilchen schneller bewegen und dadurch mehr Platz benötigen.
C. Weil die Masse des Stoffes zunimmt.
D. Weil sich die chemische Zusammensetzung immer verändert.
E. Weil alle Stoffe beim Erwärmen flüssig werden.
Verbrennung und Oxidation
Auch einfache chemische Reaktionen können Bestandteil des Einstellungstests sein. Ein typisches Beispiel ist eine Verbrennung. Dabei reagiert ein Stoff mit Sauerstoff und es entstehen neue Stoffe.
Der Begriff Oxidation wurde ursprünglich vor allem für Reaktionen mit Sauerstoff verwendet. Im Schulunterricht lernst du ihn häufig anhand von Beispielen wie der Verbrennung oder dem Rosten von Eisen kennen. Für einen Allgemeinwissenstest reicht meist ein grundlegendes Verständnis solcher Vorgänge.
Beispielaufgabe 1: Verbrennung und Oxidation (leicht)
Welcher Stoff wird für eine Verbrennung meistens benötigt?
A. Stickstoff
B. Sauerstoff
C. Helium
D. Wasserstoff
E. Kohlenstoff
Beispielaufgabe 2: Verbrennung und Oxidation (mittel)
Was passiert bei einer Oxidation?
A. Ein Stoff verbindet sich mit Sauerstoff oder gibt Elektronen ab.
B. Ein Stoff verliert immer seine gesamte Masse.
C. Ein Stoff wird ausschließlich flüssig.
D. Eine chemische Reaktion findet niemals statt.
E. Ein Stoff zerfällt nur durch Wärme.
Beispielaufgabe 3: Verbrennung und Oxidation (schwer)
Warum rostet Eisen schneller in einer feuchten Umgebung?
A. Wasser verhindert die Reaktion von Eisen mit Sauerstoff.
B. Feuchtigkeit unterstützt die chemische Reaktion zwischen Eisen und Sauerstoff.
C. Eisen wird durch Wasser in einen anderen Aggregatzustand umgewandelt.
D. Sauerstoff kann nur in trockener Luft reagieren.
E. Rost besteht ausschließlich aus Wasser.
Kurztest: Typische Aufgaben
Aufgabe 1
Welches chemische Symbol steht für Sauerstoff?
A. S
B. O
C. So
D. Sa
E. Ox
Aufgabe 2
Welchen pH-Wert hat eine neutrale wässrige Lösung ungefähr?
A. 0
B. 3
C. 7
D. 10
E. 14
Aufgabe 3
Wie lautet die chemische Formel von Wasser?
A. H₂O
B. CO₂
C. O₂
D. NaCl
E. H₂
Aufgabe 4
Welcher Vorgang beschreibt den Übergang eines Stoffes vom festen in den flüssigen Zustand?
A. Gefrieren
B. Kondensieren
C. Schmelzen
D. Sublimieren
E. Erstarren
Aufgabe 5
Welches der folgenden Elemente ist ein Metall?
A. Sauerstoff
B. Stickstoff
C. Chlor
D. Eisen
E. Wasserstoff
So bereitest du dich optimal vor
Für Chemie im Einstellungstest musst du normalerweise nicht den kompletten Schulstoff beherrschen. Konzentriere dich zunächst auf die Grundlagen und wiederhole wichtige Begriffe, Elemente und chemische Symbole. Besonders sinnvoll ist es, das Periodensystem in seinen Grundzügen zu kennen und einige häufig vorkommende Elemente sicher zuordnen zu können.
Wiederhole außerdem Themen wie Atombau, Moleküle, Säuren und Basen, pH-Wert, Aggregatzustände und einfache chemische Reaktionen. Versuche dabei nicht nur Begriffe auswendig zu lernen, sondern auch die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du regelmäßig verschiedene Aufgaben unter Zeitdruck löst, gewöhnst du dich zusätzlich an die typische Testsituation und erkennst schneller, bei welchen Themen du noch unsicher bist.











