Computer, Smartphones und digitale Anwendungen gehören heute selbstverständlich zum Berufsalltag. Deshalb können IT- und EDV-Kenntnisse auch im Einstellungstest geprüft werden. Meist geht es dabei nicht um Programmierung oder komplizierte technische Details, sondern um grundlegendes Wissen rund um Computer, Software, Internet und Datensicherheit. Du solltest beispielsweise wichtige Bestandteile eines Computers kennen und grundlegende Fachbegriffe richtig einordnen können. Auch Fragen zu Betriebssystemen, Dateiformaten oder sicheren Passwörtern sind möglich. Besonders bei Berufen mit viel Bildschirmarbeit sind solide digitale Grundkenntnisse von Vorteil.
Welche IT- und EDV-Kenntnisse können im Einstellungstest vorkommen?
Die Abkürzung EDV steht für elektronische Datenverarbeitung. Im Berufsalltag wird heute häufiger allgemein von IT gesprochen, also von Informationstechnologie. In Einstellungstests können beide Begriffe auftauchen.
Typische Themenbereiche sind:
- Hardware und Software
- Betriebssysteme
- Computerbestandteile
- Dateien und Dateiformate
- Textverarbeitung und Tabellenkalkulation
- Internet und Browser
- Netzwerke
- Datenschutz
- Passwörter und IT-Sicherheit
- Schadsoftware
- Speichergrößen
- grundlegende Fachbegriffe
Wie anspruchsvoll die Aufgaben sind, hängt vom jeweiligen Beruf und Arbeitgeber ab. Für viele Ausbildungsberufe genügt ein solides digitales Grundlagenwissen.
Hardware und Software
Zu den wichtigsten Grundlagen gehört der Unterschied zwischen Hardware und Software. Als Hardware werden die physischen Bestandteile eines Computers bezeichnet, die du tatsächlich anfassen kannst. Dazu gehören beispielsweise Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte, Bildschirm, Tastatur und Maus.
Software umfasst dagegen Programme und digitale Anwendungen. Ein Betriebssystem, eine Textverarbeitung oder ein Browser sind Beispiele für Software. Im Einstellungstest kann von dir verlangt werden, verschiedene Begriffe einer dieser beiden Kategorien zuzuordnen.
Beispielaufgabe 1: Hardware und Software (leicht)
Was bezeichnet der Begriff „Hardware“?
A. Programme und Anwendungen auf einem Computer
B. Die physischen Bestandteile eines Computers
C. Eine Internetverbindung
D. Gespeicherte Dateien und Dokumente
E. Eine Methode zur Datensicherung
Beispielaufgabe 2: Hardware und Software (mittel)
Welche Aussage über Software ist richtig?
A. Software besteht aus den Bauteilen eines Computers
B. Software kann nur ohne Internet genutzt werden.
C. Software umfasst Programme und Betriebssysteme, die auf einem Gerät ausgeführt werden.
D. Software ist ausschließlich für Smartphones verfügbar.
E. Software kann nicht gespeichert oder aktualisiert werden.
Beispielaufgabe 3: Hardware und Software (schwer)
Welche Zuordnung von Hardware und Software ist richtig?
A. Tastatur = Software, Textverarbeitung = Hardware
B. Betriebssystem = Hardware, Prozessor = Software
C. Monitor = Hardware, Browser = Software
D. Festplatte = Software, App = Hardware
E. Maus = Software, Betriebssystem = Hardware
Betriebssysteme und Programme
Ein Betriebssystem bildet die Grundlage für die Nutzung eines Computers, Tablets oder Smartphones. Es verwaltet unter anderem Hardware, Dateien und Programme und stellt eine Benutzeroberfläche bereit. Bekannte Betriebssysteme sind beispielsweise Windows, macOS, Linux, Android und iOS.
Davon zu unterscheiden sind Anwendungsprogramme. Eine Textverarbeitung dient beispielsweise zum Schreiben und Bearbeiten von Dokumenten, während eine Tabellenkalkulation für Berechnungen und die Auswertung von Daten eingesetzt werden kann. Auch diese grundlegende Unterscheidung kann im Einstellungstest gefragt sein.
Beispielaufgabe 1: Betriebssysteme und Programme (leicht)
Welche Aufgabe hat ein Betriebssystem?
A. Es ersetzt die Hardware eines Computers.
B. Es steuert die grundlegenden Funktionen eines Geräts und ermöglicht die Nutzung von Programmen.
C. Es dient ausschließlich zum Schreiben von Texten.
D. Es ist nur für die Speicherung von Fotos zuständig.
E. Es verbindet automatisch alle Computer weltweit.
Beispielaufgabe 2: Betriebssysteme und Programme (mittel)
Welche der folgenden Anwendungen ist ein Programm zur Textverarbeitung?
A. Microsoft Word
B. Windows
C. Android
D. BIOS
E. Prozessor
Beispielaufgabe 3: Betriebssysteme und Programme (schwer)
Welche Aussage über Betriebssysteme und Programme ist richtig?
A. Programme können ohne Betriebssystem grundsätzlich auf jedem Gerät ausgeführt werden.
B. Ein Betriebssystem ist ein einzelnes Anwendungsprogramm wie ein Browser oder ein Schreibprogramm.
C. Das Betriebssystem verwaltet die Hardware und stellt Programmen notwendige Funktionen zur Verfügung.
D. Programme und Betriebssysteme unterscheiden sich nicht voneinander.
E. Ein Betriebssystem wird ausschließlich für die Nutzung des Internets benötigt.
Speicher und Dateigrößen
Digitale Daten benötigen Speicherplatz. Zu den gebräuchlichen Einheiten gehören Byte, Kilobyte, Megabyte, Gigabyte und Terabyte. Je größer die Datenmenge ist, desto größere Einheiten werden verwendet.
Ein einfaches Textdokument benötigt normalerweise wesentlich weniger Speicherplatz als ein hochauflösendes Video. Auch Fotos, Programme und umfangreiche Datenbanken können größere Speichermengen beanspruchen. Im Einstellungstest können Aufgaben vorkommen, bei denen du Speichergrößen miteinander vergleichen oder in die richtige Reihenfolge bringen musst.
Beispielaufgabe 1: Speicher und Dateigrößen (leicht)
Welche Einheit wird häufig verwendet, um die Größe von Dateien zu messen?
A. Meter
B. Liter
C. Gigabyte
D. Grad Celsius
E. Kilometer
Beispielaufgabe 2: Speicher und Dateigrößen (mittel)
Welche Datei benötigt in der Regel den meisten Speicherplatz?
A. Eine kurze Textdatei mit wenigen Seiten
B. Ein kleines Symbolbild
C. Ein mehrstündiges hochauflösendes Video
D. Eine einfache Tabellenkalkulation mit wenigen Daten
E. Eine einzelne Textnachricht
Beispielaufgabe 3: Speicher und Dateigrößen (schwer)
Welche Reihenfolge beschreibt die Speichereinheiten von klein nach groß richtig?
A. Gigabyte → Megabyte → Kilobyte → Byte
B. Byte → Kilobyte → Megabyte → Gigabyte
C. Megabyte → Byte → Gigabyte → Kilobyte
D. Kilobyte → Gigabyte → Byte → Megabyte
E. Byte → Gigabyte → Kilobyte → Megabyte
Internet und Netzwerke
Ein Browser ist ein Programm, mit dem du Webseiten aufrufen und nutzen kannst. Bekannte Browser sind beispielsweise Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Safari. Eine Suchmaschine ist dagegen ein Internetdienst, mit dem du gezielt nach Webseiten und Informationen suchen kannst.
Auch grundlegende Netzwerkbegriffe können Bestandteil eines Tests sein. Ein Netzwerk verbindet mehrere Geräte miteinander, damit sie Daten austauschen oder gemeinsame Ressourcen nutzen können. Das Internet besteht vereinfacht aus sehr vielen miteinander verbundenen Netzwerken.
Beispielaufgabe 1: Internet und Netzwerke (leicht)
Wofür wird das Internet hauptsächlich genutzt?
A. Zur Verbindung und zum Austausch von Informationen zwischen Computern und anderen Geräten
B. Ausschließlich zur Speicherung von Dateien auf einem einzelnen Computer
C. Nur zur Reparatur von Hardware
D. Zur Herstellung von Computerbauteilen
E. Ausschließlich zum Schreiben von Texten ohne Verbindung zu anderen Geräten
Beispielaufgabe 2: Internet und Netzwerke (mittel)
Welche Aufgabe übernimmt ein Router in einem Netzwerk?
A. Er wandelt Texte automatisch in andere Sprachen um.
B. Er verbindet verschiedene Netzwerke miteinander und leitet Daten weiter.
C. Er ersetzt das Betriebssystem eines Computers.
D. Er speichert dauerhaft alle Dateien eines Computers.
E. Er schützt ausschließlich den Bildschirm vor Beschädigungen.
Beispielaufgabe 3: Internet und Netzwerke (schwer)
Welche Aussage über Computernetzwerke ist richtig?
A. Ein Netzwerk kann nur aus Computern bestehen, die am selben Ort stehen.
B. Eine IP-Adresse dient dazu, ein Gerät innerhalb eines Netzwerks eindeutig zu erkennen.
C. Das Internet besteht ausschließlich aus privaten Heimnetzwerken.
D. WLAN und Internet bedeuten immer genau dasselbe.
E. Netzwerke benötigen keine Regeln für die Datenübertragung.
Dateien und Dateiformate
Dateiendungen geben häufig einen Hinweis darauf, um welche Art von Datei es sich handelt. Die Endung .pdf steht beispielsweise für ein PDF-Dokument, während .jpg beziehungsweise .jpeg häufig für Bilddateien verwendet wird.
Auch Formate wie .docx für Textdokumente, .xlsx für Tabellen oder .mp3 für Audiodateien können dir begegnen. Du musst nicht jedes existierende Dateiformat kennen. Die wichtigsten und im Alltag häufig verwendeten Formate solltest du jedoch zuordnen können.
Beispielaufgabe 1: Dateien und Dateiformate (leicht)
Was beschreibt ein Dateiformat?
A. Die Größe eines Computerbildschirms
B. Die Art, wie Daten in einer Datei gespeichert und dargestellt werden
C. Die Geschwindigkeit einer Internetverbindung
D. Den Standort eines Computers
E. Die Marke eines Speichermediums
Beispielaufgabe 2: Dateien und Dateiformate (mittel)
Welches Dateiformat wird häufig für Dokumente verwendet, die auf verschiedenen Geräten gleich dargestellt werden sollen?
A. PDF
B. MP3
C. JPG
D. EXE
E. ZIP
Beispielaufgabe 3: Dateien und Dateiformate (schwer)
Welche Aussage über Dateien und Dateiformate ist richtig?
A. Jede Datei kann unabhängig vom Format mit jedem Programm geöffnet werden.
B. Die Dateiendung gibt häufig Hinweise darauf, welches Programm zum Öffnen geeignet ist.
C. Dateiformate haben keinen Einfluss darauf, wie Daten gespeichert werden.
D. Eine Bilddatei und eine Textdatei verwenden immer dasselbe Format.
E. Dateien können nicht umbenannt oder gespeichert werden.
Datenschutz und IT-Sicherheit
Ein wichtiger Bereich moderner IT-Kenntnisse ist der sichere Umgang mit Daten. Gute Passwörter sollten ausreichend lang sein und nicht leicht erraten werden können. Dasselbe Passwort für sämtliche Dienste zu verwenden, ist keine gute Idee.
Auch Phishing kann im Einstellungstest thematisiert werden. Dabei versuchen Kriminelle beispielsweise über gefälschte E-Mails oder Webseiten an Zugangsdaten oder andere vertrauliche Informationen zu gelangen. Du solltest deshalb bei verdächtigen Nachrichten keine unbekannten Links oder Anhänge öffnen und die Absenderadresse sowie den Inhalt genau prüfen.
Beispielaufgabe 1: Datenschutz und IT-Sicherheit (leicht)
Was versteht man unter Datenschutz?
A. Den Schutz persönlicher Daten vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch
B. Die Verbesserung der Geschwindigkeit eines Computers
C. Das Löschen aller Dateien auf einem Gerät
D. Die Herstellung von Computerhardware
E. Die kostenlose Nutzung des Internets
Beispielaufgabe 2: Datenschutz und IT-Sicherheit (mittel)
Welche Maßnahme verbessert die Sicherheit eines Benutzerkontos?
A. Dasselbe Passwort für alle Konten verwenden
B. Ein möglichst kurzes und einfaches Passwort wählen
C. Ein starkes Passwort verwenden und es nicht weitergeben
D. Passwörter öffentlich speichern
E. Sicherheitsupdates grundsätzlich ignorieren
Beispielaufgabe 3: Datenschutz und IT-Sicherheit (schwer)
Welche Aussage über Datenschutz und IT-Sicherheit ist richtig?
A. Ein aktuelles Virenschutzprogramm schützt automatisch vor allen Gefahren im Internet.
B. Datenschutz betrifft nur große Unternehmen und nicht einzelne Personen.
C. Phishing versucht häufig, durch gefälschte Nachrichten an vertrauliche Informationen zu gelangen.
D. Öffentliche WLAN-Netzwerke sind immer vollständig sicher.
E. Sicherheitslücken entstehen nur durch fehlerhafte Hardware.
Schadsoftware und Viren
Schadsoftware wird häufig auch als Malware bezeichnet. Dazu gehören unterschiedliche Arten schädlicher Programme, beispielsweise Computerviren, Trojaner oder Ransomware. Solche Programme können Daten beschädigen, ausspionieren, verschlüsseln oder unbefugten Zugriff auf ein Gerät ermöglichen.
Regelmäßige Sicherheitsupdates, ein vorsichtiger Umgang mit unbekannten Dateien und eine sichere Anmeldung können das Risiko reduzieren. Im Einstellungstest geht es meist darum, grundlegende Gefahren zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Beispielaufgabe 1: Schadsoftware und Viren (leicht)
Was versteht man unter einem Computervirus?
A. Ein Programm, das den Computer schneller macht
B. Eine Schadsoftware, die sich verbreiten und Schäden verursachen kann
C. Ein Gerät zur Speicherung von Dateien
D. Eine sichere Methode zur Datenübertragung
E. Ein Betriebssystem für Computer
Beispielaufgabe 2: Schadsoftware und Viren (mittel)
Welche Maßnahme hilft dabei, das Risiko durch Schadsoftware zu verringern?
A. Unbekannte Anhänge in E-Mails immer öffnen
B. Sicherheitsupdates und Virenschutzprogramme regelmäßig nutzen
C. Passwörter mit anderen Personen teilen
D. Programme ausschließlich von unbekannten Webseiten herunterladen
E. Warnmeldungen des Computers grundsätzlich ignorieren
Beispielaufgabe 3: Schadsoftware und Viren (schwer)
Welche Aussage über Schadsoftware ist richtig?
A. Schadsoftware kann ausschließlich durch beschädigte Hardware entstehen.
B. Trojaner sind harmlose Programme ohne Sicherheitsrisiko.
C. Ransomware kann Dateien verschlüsseln und für deren Freigabe ein Lösegeld fordern.
D. Viren können nur Computer ohne Internetverbindung befallen.
E. Schadsoftware betrifft ausschließlich große Unternehmen.
Kurztest: Typische Aufgaben
Aufgabe 1
Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet einen Bestandteil der Hardware?
A. Betriebssystem
B. Textverarbeitung
C. Arbeitsspeicher
D. Browser
E. Tabellenkalkulation
Aufgabe 2
Welche Dateiendung wird typischerweise für ein PDF-Dokument verwendet?
A. .mp3
B. .jpg
C. .exe
D. .pdf
E. .png
Aufgabe 3
Welches der folgenden Programme ist ein Webbrowser?
A. Microsoft Excel
B. Mozilla Firefox
C. Adobe Acrobat Reader
D. Microsoft Word
E. Windows
Aufgabe 4
Was solltest du tun, wenn du eine verdächtige E-Mail mit einem unbekannten Link erhältst?
A. Den Link sofort öffnen
B. Die Nachricht an alle Kollegen weiterleiten
C. Persönliche Zugangsdaten eingeben
D. Absender und Inhalt prüfen und den Link nicht unüberlegt öffnen
E. Auf die Nachricht antworten und dein Passwort mitteilen
Aufgabe 5
Welche Reihenfolge beginnt mit der kleinsten Speichereinheit?
A. Gigabyte, Megabyte, Kilobyte, Byte
B. Byte, Kilobyte, Megabyte, Gigabyte
C. Megabyte, Byte, Gigabyte, Kilobyte
D. Kilobyte, Gigabyte, Byte, Megabyte
E. Terabyte, Gigabyte, Megabyte, Byte
So bereitest du dich optimal vor
Für IT- und EDV-Fragen solltest du zunächst grundlegende Fachbegriffe wiederholen. Besonders wichtig sind die Unterschiede zwischen Hardware und Software, Betriebssystem und Anwendungsprogramm sowie Browser und Suchmaschine. Auch bekannte Dateiformate und Speichergrößen solltest du sicher zuordnen können.
Beschäftige dich außerdem mit grundlegender IT-Sicherheit. Dazu gehören sichere Passwörter, Phishing, Schadsoftware und ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen oder betrieblichen Daten. Viele Inhalte kennst du wahrscheinlich bereits aus deinem Alltag. Durch gezielte Übungsaufgaben kannst du überprüfen, welche Begriffe du wirklich sicher beherrschst und bei welchen Themen du noch einmal nachlesen solltest.










