Menu Start

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung:

Ihr(e) Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch

Das Lexikon lehrt: Kommunikation ist die Informationsübertragung von Sender zu Empfänger. So weit, so theoretisch. Im Vorstellungsgespräch kann daraus allerdings ein ganz handfestes praktisches Problem werden: Wie bringen Sie Ihre Botschaft erfolgreich an den Mann bzw. die Frau? Wie entschlüsseln Sie die Signale Ihrer Gesprächspartner richtig? Wer sind Ihre Gesprächspartner überhaupt?

Worauf kommt es an im Vorstellungsgespräch?

Eventuell haben Sie im Einladungsgespräch bereits erfahren, wer Ihnen gegenübersitzen wird. Falls nicht: Es herauszufinden schadet nicht. Wenn Sie die Namen und Positionen der Gesprächsteilnehmer kennen, geht Ihnen nicht nur die namentliche Begrüßung leichter über die Lippen – Sie können vor allem besser einschätzen, wer mit welchen Absichten über die Stellenvergabe entscheidet.

In kleineren Betrieben bekommen es Bewerber häufig mit nur einem Gesprächspartner zu tun, in größeren Unternehmen findet man sich schnell in einem etwas größeren Kreis wieder. Die Maximalbesetzung besteht in der Regel aus vier Betriebsvertretern. Jeder von ihnen setzt im Jobinterview unterschiedliche Schwerpunkte.

¬ Ein Mitglied der Personalabteilung: Die Personalabteilung kümmert sich um alle möglichen belegschaftsbezogenen Belange, von der Stellenausschreibung bis hin zur Weiterbildung. Für die häufig psychologisch geschulten Fachkräfte zählt über die Fachqualifikationen hinaus insbesondere Ihr Verhalten. Personaler achten auf Glaubwürdigkeit und Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Motivation.

¬ Der Ausbildungsleiter: Während der Ausbildung wird Sie der Ausbilder unter seine Fittiche nehmen. Er trägt die Verantwortung für die Azubis im Betrieb und dient als erster Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Daher wird er im Interview wahrscheinlich besonders ambitioniert sein herauszufinden, ob Sie fachlich und persönlich die richtige Wahl sind.

¬ Der Bereichs- oder Betriebsleiter: Vertreter der mittleren bzw. oberen Managementebene legen Wert auf Ihre generelle Passung – oft mit längerfristigem Interesse: Könnte der Betrieb auch nach der Ausbildung von Ihnen profitieren, wären Sie ein Übernahmekandidat? In kleineren Niederlassungen oder Unternehmen mit besonders flacher Organisationsstruktur nimmt unter Umständen bereits der Geschäftsleiter an den Auswahlinterviews teil.

¬ Ein Vertreter des Betriebsrats: Der Betriebsrat ist die unternehmensinterne Arbeitnehmervertretung. Seine Abgesandten stellen sicher, dass der Auswahlprozess objektiv und fair abläuft und die Personalentscheidung nach rein sachlichen Kriterien gefällt wird.

Eine schnelle Internet-Recherche kann Sie zu nützlichen Informationen über Ihre Gesprächspartner führen. Je höher ein Betriebsvertreter in der Firmenhierarchie steht, desto größer ist die Chance, Statements von ihm oder Berichte über ihn im Netz zu finden. So erfahren Sie, welche Themen ihm besonders am Herzen liegen.

Hier noch ein Tipp zum Vorstellungsgespräch

Gehen Sie auf alle Anwesenden gleichermaßen ein, auch wenn einer von ihnen im Interview die Initiative übernehmen sollte. Nehmen Sie nicht nur mit der „Hauptfigur" Blickkontakt auf.

Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch: Der Einstellungstest

Das Bewerbungsgespräch ist häufig nicht die erste Station des Auswahlverfahrens: Viele Unternehmen und Behörden veranstalten vorab erst einmal einen Einstellungstest oder Eignungstest, um herauszufinden, wer für die betreffende Stelle geeignet ist. Nur wer den Test erfolgreich meistert, wird anschließend zum Assessment-Center oder Vorstellungsgespräch eingeladen.
Hier kannst du Einstellungstests und Eignungstests kostenlos für verschiedene Berufe üben!

zum nächsten Artikel
zur Fragen-Übersicht


Geprüfte Qualität

Buchtipp

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

Die häufigsten Fragen, die besten Antworten – sicher zum Ausbildungsplatz

Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung

ISBN 978-3-95624-000-3

380 Seiten19,95 €

Leseprobe (PDF)

zum Buch

Geprüfte Qualität