Die Bewerbung
Bewerbung um eine Ausbildung
Die Bewerbungsunterlagen sind in einem Verfahren um die Vergabe eines Ausbildungsplatzes von enormer Wichtigkeit. Formal müssen gewisse Kriterien erfüllt sein, die Unterlagen sollten vollständig sein, Rechtschreibfehler und Satzbaufehler sollten nicht auftauchen, und insgesamt müssen die Unterlagen ordentlich aussehen. Andernfalls kann man nicht davon ausgehen, dass die Bewerbungsunterlagen bei den Personalchefs, die mit der Auswahl der Auszubildenden betraut sind, einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Experten nehmen an, dass bei der ersten Durchsicht der Unterlagen schon entschieden wird, wer potenziell den Anforderungen entspricht. Ganze 80 Prozent der Bewerbungen scheitern zumeist und es ist anzunehmen, dass dies schon in der Phase der ersten Durchsicht passiert. Personalchefs schauen sich in der ersten Durchsicht eine Bewerbungsmappe nur ca. 30-60 Sekunden lang an. Wenn in diesem kurzen Zeitraum enorme Fehler auffallen ist einleuchtend, dass diese fehlerhaften Unterlagen nicht den Sprung unter die Besten schaffen.
Warum prüfen Unternehmen Bewerbungsunterlagen sehr sorgfältig?
- Zuerst ist anzumerken, dass Bewerbungsunterlagen sorgfältig angeschaut, gelesen und auf Vollständigkeit geprüft werden, um diejenigen auszuwählen, die als Auszubildende für das Unternehmen in Frage kommen. Qualifizierte und nichtqualifizierte BewerberInnen werden so voneinander getrennt.
- Das Unternehmen kann so entscheiden, welchen BewerberInnen Sie einen Teil der kostbaren Zeit für einen Interviewtermin einräumen und welche BewerberInnen eine direkte Ablehnung erhalten. So kann man den BewerberInnen, die vielversprechend wirken, mehr Zeit einräumen.
- Die Personalauswahl ist für die Unternehmen natürlich auch mit einem Kostenfaktor verbunden. Je nach Position kostet ein Unternehmen die Fehlentscheidung bei der Personalauswahl zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Um die Kostenfalle zu umgehen, muss für die ausgeschriebene Stelle der bestmögliche Bewerber gefunden werden. Daher ist eine eingehende und sorgfältige Prüfung der Bewerbungsunterlagen notwendig; ein etwaiger Schaden lässt sich so ganz vermeiden oder zumindest begrenzen.
- Extreme Kosten und eine Menge Ärger würden anfallen, wenn eine getroffen Personalentscheidung wieder rückgängig gemacht werden müsste.
- Zudem sind eine hohe Fluktuation der Auszubildenden bzw. eine hohe Abbrecherquote unter Imageaspekten schlecht für das Unternehmen.
- Es könnte auch das Problem auftreten, dass der Ausbildungsplatz nicht neu besetzt werden kann, wenn man einen schlechten Bewerber eingestellt hat. Für die Einstellung kann es gewisse Anmeldefristen etc. geben.
Schlussendlich ermöglicht eine sorgfältige Prüfung der Unterlagen dem Unternehmen, zumindest teilweise, eine zuverlässige Auswahl zu treffen, so weit das auf Grundlage der Bewerbung möglich ist. Erst im persönlichen Gespräch, oder im Assessment Center, kann dann abschließend ausgewählt werden wer sich am besten eignet. Jedoch ist die Vorauswahl für die Unternehmen wichtig, auch um sich einen ersten Überblick über das Teilnehmerfeld zu verschaffen.

