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Berufsbilder und Berufswahl

Die Berufsbilder

Der erste Schritt in die berufliche Zukunft kann wegweisend sein. Mit der Berufswahl werden die Weichen gestellt – in welche Richtung soll es gehen? Als Berufseinsteiger sollte man sich zunächst einmal damit auseinandersetzen, was man besonders gut kann und was einem Spaß macht: Sind Sie der geborene Techniker, den es auch zu Hause ständig an die Werkbank zieht? Ein Zahlengenie? Ein Musterbeispiel in Sachen Ordnung und Organisation?

Welche Ausbildung ist die richtige?

Wenn man einen Beruf ergreift, der zu den eigenen Fähigkeiten passt, ist damit der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Überlassen Sie Ihre Berufswahl also nicht dem Zufall! Machen Sie sich mit den unterschiedlichen Berufsbildern vertraut. Welche Kompetenzen braucht man in welchem Beruf? Wo könnten Sie Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ausspielen, was kommt für Sie eher nicht infrage?

Bei der Suche nach den eigenen Talenten hilft sowohl der Blick auf den bisherigen Werdegang – Schule, Nebenjobs, Praktika – als auch auf den Privatbereich (Hobbys, Interessen, Engagement). Neben der ehrlichen Selbstbewertung bringt die Fremdeinschätzung durch Familie, Freunde oder Bekannte ebenfalls wertvolle Erkenntnisse. Nur wer seine Kompetenzen und Interessen kennt, kann die Personalverantwortlichen eines Ausbildungsbetriebs davon überzeugen, für die angestrebte Ausbildung der bzw. die „Richtige“ zu sein.

Verschiedene Berufe, verschiedene Aufgaben

Die Anforderungsprofile der verschiedenen Ausbildungsberufe unterscheiden sich zuweilen stark voneinander. Während zum Beispiel handwerklich-technische Berufsbilder meist viel tüftlerisches Geschick und technisches Verständnis voraussetzen, erfordern kaufmännische Berufe in erster Linie Kommunikationsfreude, Organisationstalent, Sprachbeherrschung und Zahlenverständnis. Für andere Jobs wiederum braucht man besonders viel Umsicht, Geschicklichkeit, körperliche Belastbarkeit oder Kreativität.

Freilich sollte man seine Berufswahl nicht an einer einzelnen, isolierten Fähigkeit festmachen: Jedes Berufsbild erfordert einen jeweils angemessenen Mix verschiedener Kenntnisse und Talente. Wer beispielsweise als Steuerfachangestellte „nur“ extrem gut rechnen kann, wird Probleme bekommen, wenn es um die Erledigung des Schriftverkehrs geht. Ebenso rasch dürfte ein Mechatroniker ins Schleudern geraten, der zwar handwerkliches Geschick, aber keine Mathe-Kenntnisse mitbringt.

Vergleich: Ausbildungsvergütungen nach Berufen

Auch die Gehaltsfrage kann bei der Berufswahl eine Rolle spielen. Mit welcher Ausbildungsvergütung man rechnen kann, ist aber nicht immer leicht zu überblicken. Zum einen gibt es mehr oder weniger große Lohnunterschiede zwischen den Berufen, zum anderen können für ein und denselben Beruf unterschiedliche Ausbildungsvergütungen gezahlt werden: Je nach Branche oder Arbeitsort gelten manchmal nämlich unterschiedliche Tarifverträge, die die Höhe der Ausbildungsvergütungen bestimmen. Rein schulische Ausbildungen wiederum werden in der Regel überhaupt nicht entlohnt.

Im Vergleich der 15 populärsten Ausbildungsberufe schnitten die angehenden Industriemechaniker und Industriekaufleute besonders gut ab. Auch die künftigen Fachinformatiker, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Groß- und Außenhandel und Fachkräfte für Lagerlogistik konnten sich über vergleichsweise hohe Einkommen freuen. Im mittleren Gehaltsbereich zwischen 600 und 800 Euro landeten unter anderem Elektroniker, Verkäufer und Kfz-Mechatroniker. Deutlich unter dem Lohndurchschnitt lagen die Friseure mit monatlich 522 Euro.

Ausbildungsberuf

West

Ost

Industriemechaniker / Industriemechanikerin

1.042 Euro

1.003 Euro

Industriekaufmann / Industriekauffrau

1.008 Euro

   942 Euro

Fachinformatiker / Fachinformatikerin

   982 Euro

   922 Euro

Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement (Industrie und Handel)

   971 Euro

   896 Euro

Fachkraft für Lagerlogistik

   964 Euro

   875 Euro

Kaufmann / Kauffrau im Groß- und Außenhandel

   910 Euro

   850 Euro

Kaufmann / Kauffrau im Einzelhandel

   869 Euro

   788 Euro

Zahnmedizinische/r Fachangestellter / Fachangestellte

   847 Euro

    k. A.

Verkäufer / Verkäuferin

   813 Euro

   735 Euro

Medizinischer Fachangestellter / Medizinische Fachangestellte

   803 Euro

   803 Euro

Kfz-Mechatroniker / Kfz-Mechatronikerin (Handwerk)

   785 Euro

   669 Euro

Hotelfachmann / Hotelfachfrau

   784 Euro

   669 Euro

Elektroniker / Elektronikerin (alle Fachrichtungen)

   731 Euro

   674 Euro

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

   715 Euro

   k. A.

Friseur / Friseurin

   522 Euro

   k. A.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Stand 2018


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