Als ich nach Deutschland gekommen bin, konnte ich fast kein Deutsch. Am Anfang war schon Einkaufen oder ein Termin beim Arzt schwierig für mich. Nach und nach wurde es besser und irgendwann war klar, dass ich die B1-Prüfung machen möchte.
Vor der Prüfung war ich sehr nervös. Vor allem Sprechen und Hören haben mir Sorgen gemacht. Wenn jemand langsam mit mir spricht, verstehe ich meistens viel. Aber wenn mehrere Leute sprechen oder jemand sehr schnell redet, wird es für mich immer noch schwieriger.
Am Prüfungstag war ich ungefähr 30 Minuten früher da. Das würde ich auch empfehlen, weil man dann nicht noch zusätzlich Stress wegen der Zeit hat. Es waren viele andere Teilnehmer da und eigentlich waren fast alle nervös. Das hat mich ein bisschen beruhigt.
Hören
Hören war für mich am schwierigsten und ich musste mich sehr konzentrieren. Bei manchen Aufgaben dachte ich zuerst, ich habe alles verstanden, und dann war ich bei den Antworten plötzlich unsicher. Einmal habe ich zu lange über eine Frage nachgedacht und dadurch fast die nächste verpasst. Danach habe ich einfach weitergemacht. Das war besser.
Man sollte vorher wirklich viel Hören üben. Nicht nur Lehrbuch-Deutsch, sondern auch normale Gespräche, Ansagen oder Nachrichten. In Deutschland sprechen die Menschen im Alltag oft ganz anders als im Sprachkurs.
Lesen
Lesen war für mich einfacher als Hören. Trotzdem muss man genau aufpassen, denn manchmal stehen mehrere Antworten im Text, aber nur eine passt wirklich zur Frage.
Ich habe zuerst die Aufgabe gelesen und danach den Text. Damit bin ich gut zurechtgekommen. Manche Texte waren etwas länger, aber die Aufgaben dazu waren gut erklärt.
Schreiben
Schreiben ist für mich bis heute nicht einfach. Besonders die Artikel und Endungen von Wörtern machen mir manchmal Probleme. In der Prüfung habe ich deshalb versucht, keine komplizierten Sätze zu schreiben. Lieber einfach und richtig als einen sehr langen Satz, bei dem am Ende niemand mehr weiß, was ich sagen möchte.
Ich habe mir zuerst die Punkte aus der Aufgabe angeschaut und dann zu jedem Punkt etwas geschrieben. Das war sehr hilfreich. Am Ende hatte ich noch ein paar Minuten und habe alles noch einmal gelesen. Dabei habe ich noch zwei oder drei Fehler gefunden.
Sprechen
Auf den mündlichen Teil habe ich mich am wenigsten gefreut, weil ich vor dem Sprechen am nervösesten war. Ich hatte Angst, dass ich plötzlich alle Wörter vergesse. Am Ende war es aber viel besser als erwartet.
Ich war mit einer anderen Teilnehmerin zusammen. Wir sollten zuerst etwas über uns erzählen. Danach mussten wir zusammen über ein Thema sprechen und etwas planen. Am Anfang war ich sehr angespannt, aber nach ein paar Minuten wurde es besser. Die Prüfer waren freundlich und haben nicht versucht, uns irgendwie aus der Ruhe zu bringen.
Einmal ist mir ein bestimmtes Wort nicht eingefallen. Früher hätte ich wahrscheinlich einfach aufgehört zu sprechen. In der Prüfung habe ich versucht, das Wort zu erklären. Das hat funktioniert.
Ich glaube, genau das ist wichtig: Man muss nicht perfekt sprechen. Man sollte zeigen, dass man sich verständigen kann.
Was mir bei der Vorbereitung geholfen hat
Ich habe vor der Prüfung versucht, jeden Tag etwas auf Deutsch zu machen. Nicht immer lange, manchmal auch nur 20 oder 30 Minuten. Besonders geholfen haben mir Hörübungen und Beispieltests. So wusste ich ungefähr, wie schnell die Zeit vergeht und welche Aufgaben es gibt.
Auch Sprechen sollte man vorher unbedingt üben. Ich habe manchmal einfach zu Hause laut gesprochen und versucht, über meinen Tag zu erzählen. Das fühlt sich zuerst etwas komisch an, hilft aber wirklich. Es hilft auch, mit Menschen zu reden, die Deutsch als Muttersprache haben. Sie können Tipps geben und sagen, ob sie mich gut verstehen.
Mein Fazit
Nach der Prüfung war ich zuerst einfach nur müde und froh, dass es vorbei war. Ich würde sagen, dass ich vorher viel mehr Angst hatte, als notwendig war. Die DTZ-Prüfung ist nicht einfach, wenn man Deutsch erst seit kurzer Zeit lernt. Aber man muss auch nicht perfekt sein.
Mein größter Tipp: Vor der Prüfung den Ablauf gut üben. Und man darf sich wegen kleinen Fehlern nicht verrückt machen. Ich habe auch Fehler gemacht. Trotzdem konnte ich zeigen, dass ich Deutsch verstehen und anwenden kann.













