Das Berufsbild: Forstwirt / Gärtner

Statt am Schreibtisch im Büro lieber an der frischen Luft arbeiten? Kein Problem, auch dafür gibt es geeignete Ausbildungsberufe: zum Beispiel Forstwirt oder Gärtner. Ihr Arbeitsplatz ist in der Regel die freie Natur, wo sie sich mit Geschick und Fachwissen um alle möglichen Gewächse kümmern, die die Flora so bietet. Ihre Aufgabenpalette gleicht einem Rundum-Betreuungspaket von Bäumen, Sträuchern, Blumen & Co.: Sie züchten die Pflanzen, pflegen sie und schützen sie gegen Schädlinge – damit alles wie beabsichtigt wächst und gedeiht. Wenn die Zeit reif ist, ernten sie im Wortsinn die Früchte ihrer Arbeit. Und am Ende eines Pflanzenlebens sorgen sie für die fachgerechte Weiterverwertung des organischen Materials.

Forstwirte ...

  • arbeiten für staatliche und private Forstbetriebe sowie für forstwirtschaftliche Dienstleister.
  • bewirtschaften Waldbestände: Sie legen Waldflächen an, pflanzen, pflegen und fällen Bäume, sie ernten, transportieren und lagern Holz.
  • übernehmen Aufgaben in Naturschutz und Landschaftspflege.
  • richten Waldwege ein und unterhalten sie.

Gärtner ...

  • arbeiten in Gartenbaubetrieben wie Gärtnereien und Gartencentern, in Gartenbauämtern, in botanischen Gärten und für Lebensmittelerzeuger.
  • züchten und pflegen je nach Fachrichtung unterschiedliche Gewächse.
  • errichten und erhalten Grünanlagen.

Die Aufgaben als Forstwirt / Gärtner

Waldgebiete sind existenziell wichtig, nicht nur als Rohstoffquelle zur Holzgewinnung: Sie dienen auch als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, ohne die das biologische Gleichgewicht in Gefahr geriete. Diese wertvolle natürliche Ressource zu erhalten, ist die Kernaufgabe eines Forstwirts. Von der Saatgut-Gewinnung bis zur Holzernte hat er stets ein fachkundiges Auge für „seinen“ Baumbestand.

Was für den Forstwirt der Wald ist, können für Gärtner und Gärtnerinnen je nach Fachrichtung ganz unterschiedliche Gewächse sein: Die Fachkräfte mit dem „grünen Daumen“ kultivieren und vermarkten Laub- und Nadelgehölze (Fachrichtung Baumschule), pflegen Friedhofsanlagen (Friedhofsgärtnerei) und legen Grünanlagen an (Garten- und Landschaftsbau). Oder sie züchten Kräuter und Gemüse (Gemüsebau), Obstkulturen (Obstbau), Staudengewächse (Staudengärtnerei) bzw. dekorative Schmuckgewächse (Zierpflanzen).

Ausbildung und Anforderungen

Für einen grünen Beruf sind Biologiekenntnisse essentiell. Doch Theoriewissen alleine reicht nicht: Genauso wichtig ist die Bereitschaft zum körperlichen „Anpacken“, bei Bedarf mithilfe spezieller Werkzeuge und Maschinen. Im Umgang mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln macht sich außerdem Chemie-Wissen bezahlt. Vor allem Forstwirte brauchen darüber hinaus viel technisches Verständnis zur Handhabung forstwirtschaftlicher Geräte.

Forstwirt und Gärtner sind anerkannte Ausbildungsberufe. Die Ausbildung ist bundesweit geregelt, dauert im Regelfall drei Jahre und findet dual statt (in Betrieb und Berufsschule). Als Gärtner absolviert man seine Ausbildung in einer von sieben Fachrichtungen: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei oder Zierpflanzenbau.

Die Ausbildungsvergütung

Ein Überblick über die durchschnittliche tarifliche Monatsvergütung angehender Forstwirte und Gärtner (AJ = Ausbildungsjahr):

Forstwirt

Westdeutsche Bundesländer

Ostdeutsche Bundesländer

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

818 €

868 €

917 €

868 €

605 €

652 €

711 €

656 €

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (Stand 2017)

Gärtner

Westdeutsche Bundesländer

Ostdeutsche Bundesländer

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

719 €

804 €

894 €

806 €

618 €

 710 €

765 €

698 €

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (Stand 2017)