Teil 1: Ankunft
Nach meiner Ankunft am Prüfungsort musste ich mich am Schalter anmelden. Dort wurden mein Personalausweis und mein Einladungsschreiben für das Auswahlverfahren der Bundespolizei überprüft. Anschließend durfte ich in den Wartebereich gehen. Dort warteten bereits andere Bewerberinnen und Bewerber, die ebenfalls am Einstellungstest der Bundespolizei teilgenommen haben. Nach einer kurzen Wartezeit kam eine Polizistin zu uns und führte uns als Gruppe in den nächsten Raum. Dort nannte sie uns den Ablauf des Tages und erklärte uns, welche Prüfungen nacheinander stattfinden werden.
Teil 2: Deutschtest
Begonnen hat der Einstellungstest der Bundespolizei mit dem Diktat, das wir handschriftlich auf einem Blatt Papier verfasst haben. Zuvor wurde uns vom Personalverantwortlichen der Ablauf erklärt. Das Diktat wird einmal als kompletter Text vorgelesen und dann Satz für Satz diktiert. Vorher wurde immer angekündigt, welcher Satz als nächstes kommt. Falls man etwas nicht verstanden hatte, durfte man nachfragen und darum bitten, dass der Satz noch einmal wiederholt wird. Dadurch hatte jeder die Möglichkeit, den Text richtig mitzuschreiben. Nach dem Diktat war die Deutschprüfung beendet und es ging für uns zum Sporttest.
Teil 3: Sporttest
Der Sporttest fand in einer Turnhalle statt und bestand aus mehreren Stationen. Eine der Stationen war der Koordinationslauf, bei dem man verschiedene Bewegungsabläufe absolvieren musste. An einer Stelle musste man unter einem Kasten hindurchrutschen – hier fand ich es vorteilhaft, eine lange Sporthose getragen zu haben. Den Abschluss des Sporttests bildete der 12-Minuten-Lauf. Hier musste man innerhalb der vorgegebenen Zeit so viele Meter wie möglich sammeln. Die Anforderungen unterschieden sich dabei nach dem Alter der Bewerberinnen und Bewerber.
Mein persönlicher Tipp zum 12-Minuten-Lauf: nicht direkt am Anfang lossprinten. Man sollte sich seine Kraft gut einteilen und ungefähr wissen, in welchem Tempo man laufen kann. Wer zu schnell startet, verausgabt sich am Anfang und hat am Ende Probleme mit der Ausdauer. Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass man durchgängig laufen muss und nicht einfach stehen bleiben darf, um eine Pause zu machen. Man muss die zwölf Minuten durchziehen, daher bringt es nichts, am Anfang Vollgas zu geben und am Ende einzubrechen. Besser ist also ein Tempo, das man konstant halten kann.
Nach dem Sporttest hatte man Zeit zum Duschen und Umziehen. Es wurde immer darauf geachtet, dass die Gruppe gemeinsam unterwegs ist und niemand einzeln durch die Gegend läuft.
Teil 4: Fazit
Mein persönlicher Tipp für zukünftige Bewerberinnen und Bewerber: Kommt in ordentlicher und gepflegter Kleidung. Es muss nichts Auffälliges oder Teures sein. Ich hatte aber den Eindruck, dass auf ein ordentliches Auftreten geachtet wird. Außerdem sollte man passende Sportsachen dabeihaben und selbstverständlich pünktlich erscheinen.
Insgesamt wirkte das Auswahlverfahren der Bundespolizei auf mich gut organisiert und fair. Die Abläufe wurden verständlich erklärt und man wusste immer, wie es weitergeht. Mit einer guten Vorbereitung, ruhigem Auftreten und sinnvoller Krafteinteilung beim Sporttest kann man entspannt am Auswahltag teilnehmen.














