Die Bewerbung zur Ausbildung:
Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Der Beruf: Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Justizfachangestellte arbeiten an Gerichten und bei Staatsanwaltschaften, wo sie Richtern und Staatsanwälten unter die Arme greifen. Dazu übernehmen sie vielfältige Aufgaben in der Büroorganisation und Verwaltung: Sie führen Protokolle, kalkulieren und überwachen Fristen, bearbeiten den Schriftverkehr, führen Akten, beglaubigen Abschriften, erteilen Auskünfte und vieles mehr. Mit logisch-analytischem Verstand und guten Sprachfähigkeiten arbeiten sie sich in komplizierte rechtliche Belange ein und erstellen juristische Unterlagen. Kompetent und einfühlsam erklären sie außerdem ratsuchenden Bürgern und Bürgerinnen rechtliche Sachverhalte.

In Kürze: Die Fakten zur Ausbildung

  • Ausbildungsform: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (BBiG), Lernorte Behörde und Berufsschule
  • Anbieter der Ausbildung: öffentliche Verwaltung auf Landesebene (Staatsanwaltschaften, Verwaltungs-, Zivil- und Strafgerichte)
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsinhalte (nach Ausbildungsordnung): Die ausbildende Behörde; Kommunikation und Kooperation in berufstypischen Situationen; büroorganisatorische Abläufe; Arbeitsorganisation; Informationsverarbeitung; Kosten- und Entschädigungsrechnung; fallbezogene Rechtsanwendung in Zivilverfahren; fallbezogene Rechtsanwendung in Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren; fallbezogene Rechtsanwendung in Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Ausbildungsgehalt: Folgende Tabelle gibt einen Überblick über das durchschnittliche tarifliche Monatsgehalt in Euro, aufgeschlüsselt nach Ausbildungsjahren (AJ).

West- und ostdeutsche Bundesländer

1. AJ

2. AJ

3. AJ

ø

867 €

921 €

971 €

920 €

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (Stand 2017)

Für die Ausbildung zum / zur Justizfachangestellten ist kein bestimmter Bildungsabschluss vorgeschrieben. In der Praxis entscheiden sich die Anwaltschaften und Gerichte überwiegend für Bewerber/innen mit Hochschulreife.

Worauf kommt es bei der Bewerbung an?

Was die schulischen Kenntnisse angeht, achten die Personalverantwortlichen bei einer Bewerbung zur Ausbildung als Justizfachangestellter / Justizfachangestellte typischerweise in erster Linie auf die Bereiche Deutsch, Mathematik, Wirtschaft und Recht. Wichtige weitere Eigenschaften und Fähigkeiten, die Bewerber speziell in diesem Beruf einbringen können, sind Verantwortungsbewusstsein, Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift, Vertrauenswürdigkeit, logisches Denken, Flexibilität sowie ein Interesse an Rechtsthemen.

Wie setzen Sie Ihre Qualifikationen und Talente im Anschreiben und im Lebenslauf wirksam in Szene? Wie machen Sie den Personalverantwortlichen mit Ihrer Bewerbung auf sich aufmerksam? Durch einen Klick auf die Buttons gelangen Sie zu den jeweiligen Themenbereichen mit Mustern, Formulierungstipps und Beispielen.

Die Bewerbung zur Ausbildung

Bewerben heißt, für sich zu werben. Worauf kommt es an?

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