Bei der Bundeswehr kannst du sowohl militärisch als auch zivil arbeiten. Als Soldat/in stehen dir zahlreiche Tätigkeiten bei Heer, Luftwaffe, Marine und weiteren Organisationsbereichen offen. Daneben beschäftigt die Bundeswehr zivile Fachkräfte in Verwaltung, Technik, IT, Medizin, Handwerk und vielen anderen Bereichen. Aktuell bietet sie 49 zivile Ausbildungsberufe und sieben duale Studiengänge an. Welcher Ausbildungs- oder Karriereweg für dich infrage kommt, hängt von deinem Schulabschluss, deinen Interessen und deiner persönlichen Eignung ab.
Für eine militärische Karriere durchläufst du ein Auswahlverfahren bei einem Karrierecenter oder, bei bestimmten Laufbahnen, ein umfangreicheres Assessment. Zu den möglichen Bestandteilen gehören der computergestützte CAT-Test, eine medizinische Untersuchung, ein persönliches Gespräch und je nach Bewerbung ein Sporttest oder weitere Auswahlübungen. Bei zivilen Ausbildungen richtet sich das Auswahlverfahren dagegen nach dem jeweiligen Ausbildungsberuf.
Inhalte:
- Was macht man bei der Bundeswehr?
- Wie laufen Ausbildung und Studium bei der Bundeswehr ab?
- Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?
- Wie viel verdient man bei der Bundeswehr?
- Wo arbeitest du bei der Bundeswehr und wo kannst du dich bewerben?
- Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
- Einstellungstest und Auswahlverfahren bei der Bundeswehr
- So bereitest du dich auf den Einstellungstest vor
Was macht man bei der Bundeswehr?
Die Aufgaben bei der Bundeswehr unterscheiden sich stark danach, ob du eine militärische oder zivile Laufbahn wählst. Als Soldat/in kannst du beispielsweise in Kampf- und Unterstützungseinheiten, in Technik, Logistik, IT, Sanitätsdienst oder Verwaltung eingesetzt werden. Andere Tätigkeiten beschäftigen sich mit Aufklärung, Kommunikation, Luftfahrt, Marine oder der Führung und Ausbildung von Soldaten.
Typische Aufgabenbereiche sind beispielsweise:
- militärische Einsätze vorbereiten und durchführen
- Fahrzeuge, Waffen und technische Systeme bedienen
- Material und Versorgung organisieren
- IT- und Kommunikationssysteme betreiben
- medizinische Versorgung sicherstellen
- technische Anlagen warten und instand halten
- Personal führen und ausbilden
- administrative und organisatorische Aufgaben übernehmen
- an Übungen und Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen
- je nach Laufbahn Führungsverantwortung übernehmen
Daneben gibt es zahlreiche zivile Berufe. Du kannst beispielsweise in IT, Elektronik, Mechanik, Verwaltung, Medizin oder Handwerk arbeiten, ohne Soldat/in zu werden. Zivile Beschäftigte absolvieren keine militärische Grundausbildung und nehmen nicht automatisch an militärischen Einsätzen teil. Die Bundeswehr ist damit nicht nur Arbeitgeber für Soldaten, sondern auch einer der großen öffentlichen Ausbildungs- und Beschäftigungsbereiche Deutschlands.
Wie laufen Ausbildung und Studium bei der Bundeswehr ab?
Eine militärische Karriere beginnt grundsätzlich mit einer militärischen Grund- beziehungsweise Basisausbildung. Anschließend folgt die fachliche Ausbildung für deine konkrete Tätigkeit. Dauer und Aufbau unterscheiden sich stark nach Laufbahn, Verwendung und Verpflichtungszeit.
Bei einer militärischen Karriere kannst du unter anderem zwischen folgenden Laufbahnen wählen:
- Mannschaften
- Unteroffiziere
- Feldwebel beziehungsweise Bootsleute
- Offiziere
In der Mannschaftslaufbahn arbeitest du nach deiner militärischen Ausbildung in einem bestimmten Aufgabenbereich. Als Unteroffizier/in kannst du bereits Verantwortung für Material und Personal übernehmen. Feldwebel und Bootsleute sind militärische und fachliche Spezialisten und übernehmen häufig Ausbildungs- und Führungsaufgaben. In vielen Feldwebellaufbahnen kannst du zusätzlich einen anerkannten zivilen Berufsabschluss erwerben. Die Bundeswehr bietet hierfür zahlreiche zivilberufliche Aus- und Weiterbildungen auf Gesellen- und Meisterebene an.
Offiziere übernehmen Führungsverantwortung und absolvieren abhängig von ihrer Verwendung häufig ein Studium. Dafür stehen insbesondere die Universitäten der Bundeswehr zur Verfügung. Je nach Studiengang können Bachelor- und Masterabschlüsse erworben werden. Die militärische und fachliche Ausbildung läuft parallel beziehungsweise in verschiedenen Ausbildungsabschnitten.
Bei einer zivilen Ausbildung arbeitest du dagegen als Auszubildender bei einer Dienststelle der Bundeswehr. Die Ausbildung richtet sich nach der jeweiligen Ausbildungsordnung und verbindet praktische Ausbildung mit Berufsschulunterricht. Der konkrete Ablauf entspricht daher grundsätzlich dem jeweiligen anerkannten Ausbildungsberuf.
Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?
Für eine militärische Laufbahn musst du grundsätzlich mindestens 17 Jahre alt sein. Wenn du noch minderjährig bist, brauchst du die Zustimmung deiner Sorgeberechtigten. Für eine reguläre militärische Karriere wird außerdem grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit verlangt.
Die schulischen Anforderungen richten sich nach der Laufbahn:
- Mannschaften: grundsätzlich erfüllte Vollzeitschulpflicht
- Unteroffiziere: mindestens Hauptschulabschluss
- Feldwebel: grundsätzlich mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
- Offiziere mit Studium: in der Regel Fachhochschulreife oder Abitur
Neben dem Schulabschluss spielen deine persönliche und gesundheitliche Eignung eine wichtige Rolle. Du solltest leistungsbereit, teamfähig und belastbar sein und bereit sein, bundesweit eingesetzt zu werden. Bei entsprechenden Verpflichtungszeiten gehört grundsätzlich auch die Bereitschaft zu möglichen Auslandseinsätzen dazu.
Im Assessment wird geprüft, ob du gesundheitlich und körperlich für die gewünschte militärische Verwendung geeignet bist. Eine gesundheitliche Einschränkung bedeutet dabei nicht automatisch, dass eine militärische Karriere ausgeschlossen ist. Entscheidend ist, welche Anforderungen für deine gewünschte Laufbahn und Tätigkeit gelten.
Bei zivilen Ausbildungen gelten dagegen die Voraussetzungen des jeweiligen Ausbildungsberufs. Je nach Stelle können Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur erwartet werden.
Wie viel verdient man bei der Bundeswehr?
Bei einer militärischen Karriere erhältst du keine klassische Ausbildungsvergütung. Als Soldat/in wirst du nach dem Bundesbesoldungsrecht bezahlt. Wie hoch deine tatsächlichen Bezüge ausfallen, hängt unter anderem von Dienstgrad, persönlicher Situation und möglichen Zulagen ab.
Als Beispiel nennt die Bundeswehr für einen 18-jährigen ledigen Schützen, Flieger oder Matrosen ohne Kinder rund 2.321 Euro Nettobezüge pro Monat. Für Feldwebel wird in aktuellen Bundeswehrinformationen ein monatliches Einstiegsgehalt von mindestens rund 2.816 Euro brutto genannt, abhängig vom Einstiegsdienstgrad. Mit zunehmender Dienstzeit und Beförderungen können die Bezüge steigen.
Bei zivilen Ausbildungen richtet sich die Vergütung häufig nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes. Aktuell werden beispielsweise folgende monatliche Bruttobeträge genannt:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.368,26 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.418,20 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.464,02 Euro
- 4. Ausbildungsjahr: 1.527,59 Euro
Welche Vergütung tatsächlich gilt, hängt vom Ausbildungsberuf und der jeweiligen Ausschreibung ab.
Wo arbeitest du bei der Bundeswehr und wo kannst du dich bewerben?
Als Soldat/in kannst du bundesweit an zahlreichen Standorten eingesetzt werden. Dein späterer Dienstort hängt unter anderem von Laufbahn, Verwendung, Einheit und Personalbedarf ab. Bei Heer, Luftwaffe und Marine unterscheiden sich die möglichen Einsatzorte deutlich. Dazu kommen weitere Organisationsbereiche und zentrale Dienststellen.
Eine militärische Bewerbung beginnt häufig mit der Karriereberatung. Dort kannst du besprechen, welche Laufbahnen und Tätigkeiten zu deinem Schulabschluss, deinen Interessen und deinen persönlichen Voraussetzungen passen. Anschließend wird die Bewerbung an das zuständige Karrierecenter beziehungsweise bei entsprechenden Laufbahnen an das Assessmentcenter weitergeleitet.
Zivile Ausbildungs- und Studienplätze werden separat ausgeschrieben. Hier bewirbst du dich auf einen konkreten Ausbildungsberuf oder Studiengang. Welche Unterlagen, Fristen und Voraussetzungen gelten, ergibt sich aus der jeweiligen Ausschreibung.
Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Die Bundeswehr bietet sehr unterschiedliche Karrierewege. Innerhalb der militärischen Laufbahnen kannst du mit entsprechender Eignung, Leistung und Qualifikation weitere Aufgaben übernehmen und in höhere Dienstgrade aufsteigen.
In der Mannschaftslaufbahn kannst du dich beispielsweise fachlich spezialisieren oder unter entsprechenden Voraussetzungen einen Laufbahnwechsel anstreben. Unteroffiziere sowie Feldwebel beziehungsweise Bootsleute übernehmen mit zunehmender Erfahrung mehr fachliche und personelle Verantwortung. Gerade in der Feldwebellaufbahn gibt es zahlreiche Möglichkeiten, militärische Aufgaben mit anerkannten zivilberuflichen Qualifikationen zu verbinden.
Offiziere übernehmen Führungsaufgaben und können sich abhängig von ihrer Verwendung fachlich und militärisch weiterentwickeln. Ein Studium ist in vielen Offizierslaufbahnen ein wichtiger Bestandteil des Karrierewegs.
Auch zivile Beschäftigte können sich nach Ausbildung oder Studium weiterqualifizieren. Möglichkeiten gibt es beispielsweise in IT, Technik, Verwaltung und anderen Fachgebieten. Welche Fortbildungen und Entwicklungsschritte infrage kommen, hängt vom jeweiligen Beruf und Arbeitsplatz ab.
Einstellungstest und Auswahlverfahren bei der Bundeswehr
Das militärische Auswahlverfahren dauert je nach Laufbahn und Bewerbungsart in der Regel ein bis drei Tage. Welche Stationen du genau durchläufst, hängt von deiner gewünschten Laufbahn und Verwendung ab.
Mögliche Bestandteile sind:
- computergestützter CAT-Test
- biografischer beziehungsweise persönlicher Fragebogen
- medizinische Untersuchung
- persönliches Auswahlgespräch
- Basis-Fitness-Test
- weitere laufbahnabhängige Auswahlübungen
- Einplanung beziehungsweise Studienberatung
Bei Offiziersbewerbern können zusätzliche Auswahlbestandteile wie Gruppensituationsverfahren hinzukommen. Auch der Ort des Assessments unterscheidet sich je nach Laufbahn. Für Soldaten auf Zeit wird bei verschiedenen Karrierecentern ein Basis-Fitness-Test eingesetzt. Auch beim Freiwilligen Wehrdienst können computergestützte Tests Bestandteil des Verfahrens sein. Maßgeblich ist deshalb immer deine konkrete Einladung.
Deutsch und Sprachverständnis
Sprachbeherrschung kann Bestandteil des computergestützten CAT-Tests sein. Dabei geht es beispielsweise darum, Wörter und sprachliche Zusammenhänge richtig zu erkennen oder Informationen schnell zu verstehen.
Mögliche Aufgaben können Rechtschreibung, Wortbeziehungen, sprachliche Analogien oder kurze Texte betreffen. Gute Deutschkenntnisse brauchst du später auch im militärischen Alltag, beispielsweise um Befehle, Vorschriften und schriftliche Informationen korrekt zu verstehen.
Trainiere deshalb nicht nur Rechtschreibregeln, sondern auch Wortschatz und Sprachverständnis. Wichtig ist, Aufgabenstellungen schnell zu erfassen und trotzdem genau zu arbeiten.
Mathematik
Mathematische Fähigkeiten können ebenfalls im CAT-Test geprüft werden. Im Mittelpunkt stehen vor allem grundlegende Rechenfertigkeiten.
Du solltest insbesondere folgende Bereiche beherrschen:
- Grundrechenarten
- Bruchrechnung
- Prozentrechnung
- Dreisatz
- einfache mathematische Zusammenhänge
Je nach gewünschter Tätigkeit können die Anforderungen unterschiedlich ausfallen. Für technische Verwendungen können mathematische Fähigkeiten stärker gewichtet sein als bei anderen Tätigkeiten. Wichtig ist deshalb, die schulischen Grundlagen sicher und möglichst ohne lange Überlegung anwenden zu können.
Logisches Denken
Logisches beziehungsweise schlussfolgerndes Denken gehört zu den wichtigen Bereichen computergestützter Auswahltests. Dabei sollst du Regeln erkennen und aus vorhandenen Informationen richtige Schlussfolgerungen ziehen.
Möglich sind beispielsweise Zahlenfolgen, Figurenfolgen, Analogien oder andere Aufgaben, bei denen ein bestimmtes Muster erkannt werden muss. Es geht weniger um gelerntes Wissen als darum, wie du an unbekannte Probleme herangehst.
Übe unterschiedliche Aufgabentypen und versuche, die zugrunde liegende Regel systematisch zu erkennen. Gerade unter Zeitdruck hilft dir eine strukturierte Vorgehensweise.
Räumliches und technisches Verständnis
Abhängig von deiner gewünschten Verwendung können räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis eine Rolle spielen. Besonders bei technischen Tätigkeiten sind solche Fähigkeiten relevant.
Bei räumlichen Aufgaben musst du beispielsweise Figuren gedanklich drehen oder unterschiedliche Ansichten miteinander vergleichen. Beim technischen Verständnis können einfache mechanische oder physikalische Zusammenhänge gefragt sein.
Umfangreiches Fachwissen wird nicht bei jeder Bewerbung vorausgesetzt. Du solltest aber grundlegende Zusammenhänge verstehen und technische Probleme logisch betrachten können.
Konzentration und Reaktionsfähigkeit
Bei vielen militärischen Tätigkeiten musst du auch über längere Zeit aufmerksam bleiben und schnell auf Veränderungen reagieren. Entsprechend können computergestützte Auswahltests Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit überprüfen.
Mögliche Aufgaben verlangen beispielsweise, bestimmte Zeichen oder Informationen möglichst schnell zu erkennen oder korrekt auf optische Reize zu reagieren. Dabei zählen sowohl Geschwindigkeit als auch Genauigkeit.
Trainiere deshalb unter Zeitvorgabe, ohne nur auf möglichst schnelles Arbeiten zu setzen. Viele Fehler können ein ansonsten hohes Arbeitstempo schnell relativieren.
Persönlichkeit und Selbsteinschätzung
Zum Auswahlverfahren können außerdem biografische Fragen und Selbsteinschätzungen gehören. Dabei geht es darum, deine Persönlichkeit, deine bisherigen Erfahrungen und deine Arbeitsweise besser kennenzulernen.
Versuche nicht, bei solchen Fragen ein vermeintlich perfektes Persönlichkeitsprofil zu erzeugen. Deine Antworten sollten ehrlich und möglichst widerspruchsfrei sein. Entscheidend ist, ob deine Persönlichkeit und Motivation zu den Anforderungen deiner gewünschten Laufbahn passen.
Sporttest und medizinische Untersuchung
Bei militärischen Bewerbungen kann abhängig vom Einstiegsweg ein Sporttest zum Auswahlverfahren gehören. Der Basis-Fitness-Test zur Personalgewinnung für Soldaten auf Zeit umfasst aktuell:
- 11-mal-10-Meter-Sprint
- Klimmhang
- Ausdauertest auf dem Fahrradergometer
Damit werden insbesondere Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer geprüft. Wenn der Sporttest für deine Bewerbung vorgesehen ist, solltest du rechtzeitig trainieren und nicht erst wenige Tage vor dem Assessment beginnen.
Zusätzlich wird deine gesundheitliche Dienst- und Verwendungsfähigkeit ärztlich untersucht. Dazu können beispielsweise Seh- und Hörtests sowie weitere medizinische Untersuchungen gehören. Das Ergebnis beeinflusst nicht nur, ob du grundsätzlich für den Soldatenberuf geeignet bist, sondern kann auch eine Rolle dabei spielen, welche konkreten Verwendungen für dich möglich sind.
Vorstellungsgespräch und Motivation
Das persönliche Auswahlgespräch ist ein wichtiger Bestandteil vieler militärischer Auswahlverfahren. Dort geht es um deine Persönlichkeit, deine Motivation und deine Eignung für die gewünschte Laufbahn. Du solltest erklären können, warum du zur Bundeswehr möchtest und warum du dich gerade für deine gewünschte Tätigkeit entschieden hast.
Informiere dich vorher über deine Laufbahn, die geplante Verwendung und die grundsätzlichen Aufgaben der Bundeswehr. Rechne außerdem mit Fragen zu deiner schulischen oder beruflichen Entwicklung, deinen Stärken und Schwächen sowie deinen bisherigen Erfahrungen mit Teamarbeit und Verantwortung.
Wichtig ist auch, dass du dich mit den besonderen Anforderungen des Soldatenberufs auseinandersetzt. Dazu gehören beispielsweise militärische Hierarchien, bundesweite Versetzbarkeit, körperliche Belastungen und abhängig von Verpflichtungszeit und Verwendung mögliche Auslandseinsätze. Deine Motivation sollte deshalb über Aussagen wie „Ich möchte etwas erleben“ oder „Ich interessiere mich für Technik“ hinausgehen.
Bei der Offizierlaufbahn spielt zusätzlich deine Eignung für Führungsaufgaben eine wichtige Rolle. Dort solltest du nachvollziehbar erklären können, warum du Verantwortung für andere übernehmen möchtest und wie du mit schwierigen Entscheidungen oder Konflikten umgehst.
So bereitest du dich auf den Einstellungstest vor
Beginne deine Vorbereitung damit, dich genau über die Laufbahn und Verwendung zu informieren, für die du dich beworben hast. Die Anforderungen eines technischen Feldwebels können sich beispielsweise von denen eines Mannschaftssoldaten oder eines Offiziersbewerbers unterscheiden.
Für den CAT-Test solltest du besonders folgende Bereiche trainieren:
- Deutsch und Sprachverständnis
- Mathematik
- logisches Denken
- räumliches Vorstellungsvermögen
- technisches Verständnis, wenn es für deine Verwendung relevant ist
- Konzentration und Reaktionsfähigkeit
Bearbeite einen Teil deiner Übungen unter Zeitvorgabe. Dadurch gewöhnst du dich daran, auch unter Prüfungsdruck konzentriert zu arbeiten. Trainiere gleichzeitig, Aufgabenstellungen genau zu lesen, damit du keine vermeidbaren Fehler machst.
Beschäftige dich außerdem intensiv mit der Bundeswehr und deiner gewünschten Laufbahn. Für das Auswahlgespräch solltest du deine Motivation und deinen bisherigen Lebenslauf sicher erklären können. Ist bei deiner Bewerbung ein Basis-Fitness-Test vorgesehen, solltest du frühzeitig Sprint, Klimmhang und Ausdauer trainieren.














