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Erfahrungsbericht Einstellungstest Polizei NRW (Duales Studium)

Ich bewarb mich im bei der Polizei NRW für ein Duales Studium und wurde zum Einstellungstest eingeladen.

Der Einstellungstest (PC-Test)

Der Einstellungstest am PC begann um 08:30 Uhr im LAFP Münster. Man saß in einem großen Raum mit vielen PCs, aber aufgrund von Corona waren wir schätzungsweise nur 30 Personen. Dann wurde uns kurz die Bedienung des Testprogramms erklärt und der Test begann.

Im Allgemeinen ist es ein sehr stressiger Test, bei dem man sehr wenig Zeit für die einzelnen Aufgaben hat. Es passiert gerne einmal, dass eine Aufgabe wieder verschwindet, bevor man diese beantworten konnte. Jedoch ist dies wirklich kein Problem und auch gewollt, da damit das Arbeiten unter Stress getestet wird. Leider hatte ich kein Zeitgefühl und kann deshalb nur vermuten, dass der PC-Test so um die 2 ½ Stunden gedauert hat.

Logisches Denkvermögen

Der Test besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil testet das logische Denkvermögen, das Gedächtnis und ist allgemein intelligenzgestützt. Es kamen zum Beispiel folgende Aufgaben dran: Man hatte eine Minute Zeit, um sich einen Steckbrief zu merken. Anschließend hat man ein bis zwei andere Aufgaben gemacht, um anschließend Fragen zum Steckbrief zu beantworten. Außerdem gab es Logik-Aufgaben, bei denen Fragen zu Aussagen wie "Alle Jäger sind Würmer" gestellt wurden. Hinzu kamen Aufgaben, bei denen man Zahlen und Buchstaben kombinieren musste. Auch musste man ein Bild in eine Reihe von Bildern einordnen oder in ein Schema ergänzen.

Rechtschreibung und Grammatik

Der zweite Teil war dann eine Überprüfung der Rechtschreibung. Hierbei musste man entweder einzelne Wörter richtig schreiben/auswählen oder in einem Text Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler korrigieren. Man sollte sich also vorher nochmal die größten Fallen der deutschen Rechtschreibung durchgehen und auch nochmal Zeichensetzung wiederholen.

Persönliches Gespräch und Wiener Test

Anschließend geht es für die bestehenden Bewerber zu einem anderen Gebäude, wo man kurz alleine mit einem Polizisten spricht, der kurze Fragen stellt zur persönlichen wirtschaftlichen Lage und ob Strafverfahren vorliegen. Man erfährt auch die Punkte, die man beim PC-Test gesammelt hat.

Dann geht es zum Wiener Test. Hierbei handelt es sich um einen Reaktionstest, der unterschiedliche kognitive Fähigkeiten testet. Man muss zum Beispiel bei einem bestimmten Ton eine Taste drücken und bei einer Farbe auf dem Bildschirm ein Pedal treten. Außerdem soll man mit den Augen einer Linie Folgen und dann das Ziel nennen.

Im Allgemeinen ist der Wiener Test sehr schwer zu üben. Auch hier spielt der Faktor Zeit eine große Rolle und man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Bei diesem Test geht es nur darum, ob bestanden wird oder nicht. Danach ist der erste Tag beendet und man bekommt die weiteren Schritte über das Bewerbungsportal mitgeteilt.

Das Assessment-Center

Als ich um 12:30 mein AC hatte, war dort noch ein Mitbewerber. Uns wurde kurz der Ablauf erklärt und wir bekamen unterschiedliche Räume zur Vorbereitung. Zum Start sollten wir uns kurz den Prüfern vorstellen. Wichtig anzumerken ist, dass diese bis auf den Namen nichts über einen wissen, also sehr unvoreingenommen sind.

Konfliktgespräch

Die erste Aufgabe war das Konfliktgespräch. Ich hatte die Situation, dass mein Kollege während der Arbeitszeit immer in den Baumarkt geht, weil er ein neues Haus baut, und ich ihn schon einmal für einen Einsatz aus dem Baumarkt holen musste. Wichtig hierbei ist zu wissen, dass es keine Lösung geben kann. Stattdessen ist es wichtig, immer freundlich zu sein, die Ich-Botschaft und Wir-Botschaft zu vermitteln, aber trotzdem zu versuchen, eine Lösung zu finden. Das Konfliktgespräch dauert um die fünf Minuten.

Vortrag

Anschließend sollte ich meinen Vortrag halten. Ich bekam zur Auswahl die Themen „Ist Reality TV menschenverachtend?“ und „Sollte Alkoholwerbung verboten werden?“. Es ist ganz wichtig, eine gute Einleitung zu haben mit vielleicht sogar persönlichem Bezug. Dann wird viel Wert auf eine gute Struktur gelegt und auch die Auswahl und Reihenfolge der Argumente ist sehr wichtig. Man sollte unbedingt den zeitlichen Rahmen von drei bis fünf Minuten einhalten.

Postkorbübung

Als nächstes war die Postkorbübung dran. Hierbei ging es primär darum, in einer stressigen Situation ruhig zu bleiben und immer freundlich zu seinem Gegenüber zu sein. Bei dieser Übung muss man einen Kalender führen, Aufgaben aus einem Heft lösen (zum Beispiel Bildpaare finden) und immer wieder ans Telefon gehen. Man ist in der Rolle des Praktikanten auf der Leitstelle der Polizei und es rufen immer wieder verschiedene Leute an. Der Eine möchte etwas wissen und man muss schauen, ob etwas dazu im Kalender steht und der Andere möchte einen Termin verschieben oder vereinbaren. Hierbei sollte man genau zuhören und sich auch alles gut notieren. Falls man mal etwas nicht mitbekommen hat, ist es immer besser freundlich nachzufragen, statt es einfach nicht aufzuschreiben. Diese Übung geht 12 Minuten und die Zeit vergeht hier sehr schnell.

Strukturiertes Interview

Als letztes kam das strukturierte Interview. Dieses macht ein Drittel der Gesamtpunkte aus und man kann sich auf viele Fragen sehr gut vorbereiten. Die erste Frage ist immer, wieso man zur Polizei möchte. Hierbei sollte man auf jeden Fall eine kurze Story präsentieren können und diese auch authentisch erzählen können. Dann kommen Fragen zur Familie wie etwa: „Wären Sie bereit, einen Menschen zu erschießen?“, „Wie gehen Sie mit Stress um?“. Hierbei ist es wichtig, schon Antworten zu haben, da eine spontane Antwort meistens nicht wirklich zufriedenstellend ist. Dann werden auch gerne Fragen zum Studium gestellt. Hierfür kann man sich am besten die Broschüre der Polizei durchlesen. Am Ende des Interviews sollte man dann sieben Fragen oder Aussagen aus einer Kladde vorlesen. Hierbei ist es sehr wichtig, dass man ausführlich antwortet. Man entscheidet selbst, wann man zur nächsten Frage geht und es ist besser, zu viel als zu wenig zu sagen.

Dies war im groben der Ablauf des AC. Ich muss noch erwähnen, dass der Rollenspieler wirklich super freundlich ist, jedoch seine Rollen auch sehr gut spielt. Man darf sich nicht schnell aus der Ruhe bringen lassen und eine gute Vorbereitung ist unabdingbar.


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