Erfahrungsbericht Kauffrau für Büromanagement: Onlinebewerbung und Assessment Center

Die Onlinebewerbung

Vor wenigen Tagen habe ich mein Assessment Center bei einem großen Unternehmen erfolgreich hinter mich gebracht. Der Weg ins Assessment Center begann mit der Onlinebewerbung auf der Internetseite des Unternehmens: Hier musste man sich erst einmal die passende Ausbildungsstelle – bei mir Kauffrau für Büromanagement (bis 2013 noch Kauffrau für Bürokommunikation) – heraussuchen und dann auf den Onlinebewerbungs-Button klicken. Im Anschluss ging es um die üblichen Daten und Angaben wie bei jeder anderen Bewerbung auch: Man musste Fragen zur Person, zu Interessen und Stärken beantworten, einen ziemlich ausführlichen Fragebogen zum Unternehmen ausfüllen und dann seine Bewerbungsunterlagen hochladen – also Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und die letzten Zeugnisse und Praktikumsbescheinigungen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Onlinebewerbung erhielt man eine Bestätigungsmail und wusste dadurch, dass alles geklappt hatte. Danach hieß es warten.

Ein paar Wochen später wurde ich dann telefonisch zum Assessment Center zur Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement eingeladen. Ein paar Tage später kam das Ganze dann nochmal per Post in schriftlicher Form mit der genauen Adresse und Uhrzeit.

Das Assessment Center

Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hatte ich mir den Anfahrtsweg vorher auf Google Maps ganz genau angeschaut und am Tag der Entscheidungen viel Zeit eingeplant. Ich wollte von Anfang an mein Bestes geben, um die Ausbildung zu bekommen! Das Assessment Center begann um 8.30 Uhr in einem Konferenzraum des Unternehmens, der den ganzen Tag über als zentraler Sammel- und Abholpunkt diente, von dem aus wir zu den einzelnen Stationen gebracht wurden. Wir waren insgesamt acht Bewerber. Da es nur dieses eine Assessment Center gab, waren also alle für die Ausbildung infrage kommenden Kandidaten auf einem Fleck versammelt.

Zuerst führte man uns in einen anderen Raum, wo wir an einer Seite eines langen Tisches Platz nehmen durften. Für jeden Bewerber hatte man ein Namensschild aufgestellt, sodass wir sofort wussten, wer wo zu sitzen hatte. Uns gegenüber saßen sieben Personaler. Wir waren alle sehr angespannt, was unter anderem daran lag, dass die Personaler uns genau gemustert und jede unserer Bewegungen beobachtet haben.

Den Auftakt des Assessment Centers bildete eine kleine Vorstellungsrunde mit allen zusammen. Dabei sollten wir berichten, wie wir heißen, wie alt wir sind, wo wir herkommen, ob dies unser erstes Assessment Center ist (für mich ja) und ob wir in der Schule auf solche Assessment Center vorbereitet wurden (bei mir nein). Anschließend folgte das persönliche Vorstellungsgespräch. Dabei war man mit zwei Personalern in einem separaten Raum und durfte 15 Minuten lang Fragen beantworten. Ausgerechnet ich wurde natürlich als erste zum Vorstellungsgespräch gebeten! Da ich gut vorbereitet war, wusste ich schon ungefähr, was mich erwartet, und war nicht so nervös. Im Vorstellungsgespräch kamen dann auch die bekannten Fragen dran, die ich mir schon ausgearbeitet und auf meine Person abgestimmt hatte. Was ich persönlich sehr schwierig fand war, als die Personaler meinten, ich solle „Werbung“ für mich machen. Wichtig ist dabei, seine Stärken herauszustellen und überzeugende Argumente zu bringen, dass man selbst für die angestrebte Ausbildung der/die Richtige ist.

Ab dem Vorstellungsgespräch wurde bei allen Aufgaben, die im Laufe des Tages gestellt wurden, die Zeit per Stoppuhr gemessen, da es für jeden Bewerber einen genauen Zeitplan gab.

Für mich ging es nach dem Vorstellungsgespräch direkt in schriftlicher Form mit Mathematik- und Rechnungswesen-Aufgaben weiter. Außerdem war ein allgemeiner Wissenstest mit Fragen zum Unternehmen eingeplant, wobei geprüft wurde, ob man sich vorher gut mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hatte. Danach hatte ich eine halbe Stunde Mittagspause.

Fortgesetzt wurde das Assessment Center mit einer praktischen Aufgabe, bei der ich als „Personalplanerin“ Mitarbeiter auf Büroräume verteilen musste. Hier habe ich darauf geachtet, welche Mitarbeiter (meiner Meinung nach)  zueinander passen und welche nicht. Mein Vorgehen musste ich anschließend in einer Präsentation begründen.

Die letzte Station des Assessment Centers war das Rückgespräch, bei dem sowohl von Seiten des Bewerbers als auch von Seiten der Personaler Feedback und Kritik gegeben werden durfte. Nach der Verabschiedung in großer Runde mit allen Teilnehmern ging es dann nach Hause.

Schon einen Tag nach dem Assessment Center bekam ich dann den Anruf, dass ich den Ausbildungsplatz bekommen hätte. Jetzt bin ich natürlich wahnsinnig glücklich darüber, im September 2014 meine dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement starten zu dürfen.

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