Erfahrungsbericht Dresdner Bank

Gruppenauswahlverfahren

Nachdem ich den Einstellungstest bestanden hatte, bekam ich eine Woche später die Einladung zum Gruppenauswahlverfahren. Zwei Wochen später fuhr ich im Anzug in die Zentrale nach Essen. Insgesamt waren vier Leute zur Prüfung eingeladen. Uns saßen drei Prüfer gegenüber. Die Tische waren freundlich mit Getränken und Namensschildern ausgestattet.

Zuerst stellten sich die Prüfer vor. Es waren eine Dame aus der Personalabteilung und zwei Filialleiter aus Essen. Sie versuchten eine lockere Stimmung zu erzeugen, indem sie scherzten und auch ein paar private Dinge erzählten.

Dann sollten wir uns vorstellen, wobei wir selbst die Reihenfolge festlegen sollten. Hierbei wird es einem sehr positiv ausgelegt, wenn man anfängt. Jeder redete etwa zwei Minuten und alle erzählten eigentlich über die gleichen Dinge. Die schulische Laufbahn stand im Vordergrund, hinzu kamen - soweit vorhanden - Tätigkeiten in der Schülervertretung, Nebenjobs und Hobbys.

In der folgenden Gruppenaufgabe ging es darum, als Reiseunternehmen eine neu entdeckte Südseeinsel zu vermarkten. Man sollte mit einem ökologischen Konzept - Stränden, Palmen und Bambushütten - die Einwohner davon überzeugen, dass man ihre Insel touristisch nutzen darf.

Wir hatten zehn Minuten Zeit um uns auf die Gruppendiskussion darüber vorzubereiten. Inhaltlich ging es um mögliche Zielgruppen, welche Aktivitäten geplant sind und wie die Werbung aussehen könnte. Formal ging es darum, geschickt seinen Standpunkt durchzusetzen und andere an der Diskussion zu beteiligen und zu kritisieren, ohne dabei unhöflich zu sein.
Nach 15 Minuten wurde die Diskussion abgebrochen.

Anschließend bekamen wir einzeln ein Feedback, wobei zwei Leute ausgesiebt wurden, so dass wir nur noch zu zweit waren.

Dann folgt das eigentliche Vorstellungsgespräch.
Ich wurde folgendes gefragt:

  • Was wissen Sie über die Tätigkeit eines Bankkaufmannes?
  • Was erwarten Sie in der ersten Zeit von Ihrer Ausbildung?

Diese und ähnliche Fragen sollte man sich eigentlich schon vor dem Gespräch beantwortet haben. Wer sich darüber erst in der Prüfung Gedanken macht, hat keine Chance. Da ich vorbereitet war, kam ich sehr gut zurecht. Anschließend wurde ich gefragt, ob ich mich noch auf andere Ausbildungsplätze beworben habe. Zudem sollte ich drei Wörter benennen, die mich kennzeichnen.

Zum Schluss sollte ich ein Verkaufsgespräch simulieren. Meine Aufgabe bestand darin, zwei Sorten Würstchen zu verkaufen. Nun war die eine Sorte ausverkauft und ich sollte einen Kunden, der unbedingt eine von dieser Sorte haben wollte, davon überzeugen, dass er die andere Wurst kauft. Es kam darauf an, qualitative Argumente für die Wurstsorte zu finden und nicht etwa mit Rabatten zu überzeugen.

Abschließend bekamen wir in Einzelgesprächen Feedback und das Prüfungsresultat.


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