In diesem Abschnitt erfährst du, wie die flexible Plankostenrechnung grafisch dargestellt und ausgewertet wird. Dabei ist besonders wichtig, das Verhältnis zwischen Planbeschäftigung und Istbeschäftigung zu berücksichtigen.
Inhalte:
Grafische Darstellung der flexiblen Plankostenrechnung
Um die flexible Plankostenrechnung auszuwerten, werden die Kosten in einem Koordinatensystem dargestellt.
Dabei gilt:
• Auf der x-Achse wird die Beschäftigung in Stunden eingetragen.
• Auf der y-Achse werden die Kosten in Euro dargestellt.
Die verrechneten Plangemeinkosten werden als Gerade durch den Ursprung dargestellt.
Die Sollkosten werden ebenfalls als Gerade dargestellt. Diese beginnt jedoch nicht bei null Euro, sondern bei der Höhe der fixen Plangemeinkosten. Der Grund dafür ist, dass fixe Kosten unabhängig von der Beschäftigung immer anfallen.
Verhältnis zwischen Sollkosten und verrechneten Plangemeinkosten
Die beiden Geraden treffen sich bei der Planbeschäftigung.
Wenn die Istbeschäftigung genau der Planbeschäftigung entspricht, gibt es keine Abweichung zwischen den verrechneten Plangemeinkosten und den Sollkosten.
In diesem Fall wurden genau die Kosten berücksichtigt, die bei der geplanten Beschäftigung erwartet wurden.
Istbeschäftigung unter der Planbeschäftigung
Liegt die Istbeschäftigung unter der Planbeschäftigung, entstehen Abweichungen zwischen den Sollkosten und den verrechneten Plangemeinkosten.
Beispiel:
Planbeschäftigung: 1.000 Stunden
Istbeschäftigung: 500 Stunden
In diesem Fall liegen die Sollkosten über den verrechneten Plangemeinkosten.
Der Grund dafür ist, dass in den verrechneten Plangemeinkosten zu wenige Fixkosten berücksichtigt wurden.
Istbeschäftigung über der Planbeschäftigung
Liegt die Istbeschäftigung über der Planbeschäftigung, verändert sich das Verhältnis.
Beispiel:
Planbeschäftigung: 1.000 Stunden
Istbeschäftigung: 1.500 Stunden
Hier liegen die Sollkosten unter den verrechneten Plangemeinkosten.
Der Grund dafür ist, dass in den verrechneten Plangemeinkosten zu viele Fixkosten berücksichtigt wurden.
Bedeutung für die Kostenkontrolle
Die Auswertung der flexiblen Plankostenrechnung hilft dabei, Abweichungen zwischen geplanten und verrechneten Kosten zu erkennen.
Durch die Betrachtung der Istbeschäftigung kann festgestellt werden, ob die Kostenabweichung durch eine Veränderung der Beschäftigung entstanden ist.
Zusammenfassung
Eine Abweichung zwischen Sollkosten und verrechneten Plangemeinkosten entsteht, wenn die Istbeschäftigung von der Planbeschäftigung abweicht.
Bei gleicher Ist- und Planbeschäftigung gibt es keine Abweichung.
Ist die Istbeschäftigung kleiner als die Planbeschäftigung, sind die Sollkosten größer als die verrechneten Plangemeinkosten.
Ist die Istbeschäftigung größer als die Planbeschäftigung, sind die Sollkosten kleiner als die verrechneten Plangemeinkosten.
Die grafische Darstellung zeigt, wie sich Beschäftigungsabweichungen auf die Kosten auswirken.
Beispielaufgaben
Wann entsteht bei der flexiblen Plankostenrechnung eine Abweichung zwischen den Sollkosten und den verrechneten Plangemeinkosten?
A. Wenn die fixen Kosten besonders hoch sind.
B. Wenn die Istbeschäftigung von der Planbeschäftigung abweicht.
C. Wenn die variablen Kosten nicht berechnet werden.
D. Wenn die Planbeschäftigung und die Istbeschäftigung identisch sind.
E. Wenn keine Kosten geplant wurden.
Wie werden die verrechneten Plangemeinkosten in der grafischen Darstellung der flexiblen Plankostenrechnung dargestellt?
A. Als Gerade, die bei den fixen Plangemeinkosten startet.
B. Als waagerechte Linie unabhängig von der Beschäftigung.
C. Als Gerade durch den Ursprung.
D. Als Kurve ohne festen Verlauf.
E. Als Gerade, die immer unter den Sollkosten liegt.
Die Planbeschäftigung eines Unternehmens beträgt 1.000 Stunden. Die tatsächliche Istbeschäftigung liegt bei 500 Stunden. Welche Aussage ist richtig?
A. Die Sollkosten sind kleiner als die verrechneten Plangemeinkosten.
B. Die Sollkosten entsprechen genau den verrechneten Plangemeinkosten.
C. Die verrechneten Plangemeinkosten sind höher als die Sollkosten.
D. Die Sollkosten sind größer als die verrechneten Plangemeinkosten.
E. Es kann keine Aussage über die Kosten getroffen werden.
Ein Unternehmen plant eine Beschäftigung von 1.000 Maschinenstunden. Tatsächlich werden 1.500 Maschinenstunden erreicht. Welche Aussage trifft zu?
A. Die Sollkosten liegen über den verrechneten Plangemeinkosten.
B. Die Sollkosten liegen unter den verrechneten Plangemeinkosten.
C. Sollkosten und verrechnete Plangemeinkosten sind gleich hoch.
D. Die Fixkosten verändern sich automatisch mit der Beschäftigung.
E. Es entsteht grundsätzlich ein Verlust.
Ein Unternehmen hat folgende Werte:
Planbeschäftigung: 1.000 Maschinenstunden
Istbeschäftigung: 1.000 Maschinenstunden
Fixe Plangemeinkosten: 20.000 €
Variable Plangemeinkosten: 10.000 €
Welche Aussage zur Auswertung der flexiblen Plankostenrechnung ist richtig?
A. Die Sollkosten liegen über den verrechneten Plangemeinkosten, weil fixe Kosten berücksichtigt werden.
B. Die Sollkosten liegen unter den verrechneten Plangemeinkosten, weil die Beschäftigung zu hoch ist.
C. Es gibt keine Abweichung zwischen Sollkosten und verrechneten Plangemeinkosten.
D. Die Istbeschäftigung muss immer unter der Planbeschäftigung liegen.
E. Die Sollkosten können nicht berechnet werden.








