In diesem Abschnitt erfährst du, wie die indirekte Abschreibung funktioniert und wie sie sich von der direkten Abschreibung unterscheidet. Bei beiden Verfahren wird der Werteverzehr eines abnutzbaren Anlageguts als Aufwand erfasst. Der Unterschied liegt vor allem darin, auf welchem Konto die Wertminderung verbucht wird. Bei der direkten Abschreibung wird das Anlagekonto unmittelbar vermindert. Bei der indirekten Abschreibung bleibt der ursprüngliche Wert auf dem Anlagekonto stehen und die kumulierte Wertminderung wird auf einem gesonderten Wertberichtigungskonto gesammelt. Für die handelsrechtliche Bilanz ist anschließend jedoch der um die Abschreibungen verminderte Buchwert maßgeblich.
Inhalte:
- Was ist die indirekte Abschreibung?
- Direkte und indirekte Abschreibung unterscheiden
- Das Wertberichtigungskonto
- Warum wird indirekt abgeschrieben?
- Beispiel: Anschaffung einer Maschine
- Jährliche Abschreibung berechnen
- Direkte Abschreibung buchen
- Indirekte Abschreibung buchen
- Entwicklung über mehrere Jahre
- Restbuchwert bei indirekter Abschreibung
- Wertberichtigung ist keine zusätzliche Schuld
- Wie muss der Vermögensgegenstand in der Bilanz bewertet werden?
- Kein eigener Passivposten bei Kapitalgesellschaften
- Anschaffungskosten trotzdem nachvollziehbar
- Abschluss des Abschreibungskontos
- Auswirkung auf das Jahresergebnis
- Abschluss des Wertberichtigungskontos im Lernmodell
- Was passiert nach vollständiger Abschreibung?
- Anlagegut scheidet aus dem Unternehmen aus
- Vorteile der indirekten Abschreibung
- Nachteile der indirekten Abschreibung
- Direkte und indirekte Abschreibung im Vergleich
- Rechenbeispiel
- Indirekte Abschreibung zusammengefasst
- Typische Geschäftsvorfälle: Konten erkennen und richtig buchen
Was ist die indirekte Abschreibung?
Bei der indirekten Abschreibung wird die Wertminderung eines Anlageguts nicht unmittelbar auf seinem Anlagekonto gebucht.
Das Anlagekonto bleibt in der laufenden Buchführung zunächst mit den ursprünglichen:
Anschaffungskosten
beziehungsweise
Herstellungskosten
bestehen.
Die Abschreibungsbeträge werden stattdessen auf einem gesonderten:
Wertberichtigungskonto
gesammelt.
Dadurch lassen sich sowohl die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten als auch die bisher vorgenommenen Abschreibungen getrennt erkennen.
Direkte und indirekte Abschreibung unterscheiden
Bei der direkten Abschreibung wird das Anlagekonto unmittelbar vermindert.
Beispiel:
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen
an 0700 Maschinen und Anlagen
Bei der indirekten Abschreibung bleibt das Anlagekonto unverändert.
Die Abschreibung wird stattdessen auf einem Wertberichtigungskonto gesammelt:
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen
an 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen
Der Abschreibungsaufwand ist bei beiden Verfahren gleich.
Der Unterschied betrifft die buchhalterische Darstellung der Wertminderung.
Das Wertberichtigungskonto
Im IKR gibt es die Kontengruppe:
36 Wertberichtigungen
Dazu gehören beispielsweise:
3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen
3650 Wertberichtigungen zu Finanzanlagen
3670 Einzelwertberichtigung zu Forderungen
3680 Pauschalwertberichtigung zu Forderungen
Der IKR weist bei der Kontengruppe 36 ausdrücklich darauf hin, dass ein Ausweis als Passivposten der Bilanz bei Kapitalgesellschaften nicht mehr zulässig ist.
Das Wertberichtigungskonto besitzt zwar buchungstechnisch einen Habensaldo, stellt wirtschaftlich aber keine gewöhnliche Verbindlichkeit oder Rückstellung dar.
Es dient vielmehr als Korrekturkonto zu einem Vermögensgegenstand.
Warum wird indirekt abgeschrieben?
Bei der direkten Abschreibung vermindert jede Abschreibungsbuchung unmittelbar den Wert auf dem Anlagekonto.
Bei der indirekten Methode bleiben dort dagegen die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erhalten.
Die bisher vorgenommenen Abschreibungen werden separat gesammelt.
Dadurch kannst du aus der Buchführung beispielsweise erkennen:
ursprüngliche Anschaffungskosten: 10.000 €
bisherige Abschreibungen: 4.000 €
Buchwert: 6.000 €
Der Buchwert muss bei diesem Verfahren also aus beiden Größen ermittelt werden.
Beispiel: Anschaffung einer Maschine
Wir kaufen eine neue Maschine für:
9.000 € netto
Zusätzlich fallen für Lieferung und notwendige Montage an:
1.000 € netto
Damit betragen die Anschaffungskosten:
9.000 € + 1.000 € = 10.000 €
Liefer- und notwendige Montagekosten gehören grundsätzlich zu den Anschaffungskosten, soweit sie erforderlich sind, um den Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen.
Für die Aufgabe wird eine Nutzungsdauer von:
5 Jahren
vorgegeben.
Die Maschine wird linear abgeschrieben und zu Beginn des Jahres angeschafft.
Jährliche Abschreibung berechnen
Anschaffungskosten:
10.000 €
Nutzungsdauer:
5 Jahre
Die jährliche lineare Abschreibung beträgt:
10.000 € : 5 Jahre = 2.000 €
Bei einem vollständigen Abschreibungsjahr werden somit:
2.000 €
abgeschrieben.
Direkte Abschreibung buchen
Bei der direkten Abschreibung wird das Maschinenkonto unmittelbar vermindert.
Der Buchungssatz lautet:
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
an 0700 Maschinen und Anlagen 2.000 €
Nach dieser Buchung beträgt der Buchwert auf dem Maschinenkonto:
10.000 € − 2.000 € = 8.000 €
Indirekte Abschreibung buchen
Bei der indirekten Abschreibung wird das Maschinenkonto nicht unmittelbar verändert.
Stattdessen lautet der Buchungssatz:
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
an 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen 2.000 €
Damit stehen in der Buchführung:
0700 Maschinen und Anlagen: 10.000 €
und
3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen: 2.000 €
Der rechnerische Buchwert beträgt:
10.000 € − 2.000 € = 8.000 €
Entwicklung über mehrere Jahre
Wird die Maschine jedes Jahr mit 2.000 € abgeschrieben, entwickelt sich die Wertberichtigung folgendermaßen:
| Jahr | Anschaffungskosten | kumulierte Wertberichtigung | Buchwert |
|---|
| 1 | 10.000 € | 2.000 € | 8.000 € |
| 2 | 10.000 € | 4.000 € | 6.000 € |
| 3 | 10.000 € | 6.000 € | 4.000 € |
| 4 | 10.000 € | 8.000 € | 2.000 € |
| 5 | 10.000 € | 10.000 € | 0 € |
Das Anlagekonto bleibt bei der indirekten Buchung während dieser Zeit bei:
10.000 €
Die kumulierten Abschreibungen steigen dagegen von Jahr zu Jahr.
Restbuchwert bei indirekter Abschreibung
Der Restbuchwert ist bei der indirekten Abschreibung nicht unmittelbar am Saldo des Anlagekontos abzulesen.
Er wird berechnet:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten − kumulierte Abschreibungen = Restbuchwert
Nach zwei Jahren:
10.000 € − 4.000 € = 6.000 €
Nach vier Jahren:
10.000 € − 8.000 € = 2.000 €
Nach vollständiger Abschreibung:
10.000 € − 10.000 € = 0 €
Wertberichtigung ist keine zusätzliche Schuld
Die ursprüngliche Vorlage bezeichnet das Konto 3610 als Passivkonto und erklärt, es müsse auf der Passivseite stehen, damit die Bilanz wieder ausgeglichen sei.
Diese Erklärung ist fachlich missverständlich.
Die Wertberichtigung entsteht nicht, weil das Unternehmen jemandem Geld schuldet.
Sie stellt vielmehr die kumulierte Wertminderung eines Vermögensgegenstands dar.
Das Wertberichtigungskonto besitzt zwar im IKR einen Habensaldo und befindet sich dort in der Kontenklasse 3. Es ist wirtschaftlich jedoch ein Korrekturposten zum jeweiligen Vermögenswert.
Wie muss der Vermögensgegenstand in der Bilanz bewertet werden?
Nach § 253 Abs. 1 HGB sind Vermögensgegenstände höchstens mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die Abschreibungen anzusetzen.
Für zeitlich begrenzt nutzbare Anlagegüter schreibt § 253 Abs. 3 HGB eine planmäßige Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die voraussichtlichen Nutzungsjahre vor.
In unserem Beispiel beträgt der handelsrechtlich maßgebliche Buchwert nach dem ersten Jahr deshalb:
8.000 €
und nicht:
10.000 €
Kein eigener Passivposten bei Kapitalgesellschaften
Bei einer Kapitalgesellschaft darf die Wertberichtigung nicht einfach als zusätzliche Schuld auf der Passivseite neben den vollen Anschaffungskosten auf der Aktivseite ausgewiesen werden.
§ 266 HGB gibt für Kapitalgesellschaften die Gliederung der Bilanz vor.
Ein eigener Passivposten:
„Wertberichtigungen zu Sachanlagen“
ist dort nicht vorgesehen.
Auch der IKR weist bei der Kontengruppe 36 darauf hin:
„Bei Kapitalgesellschaften als Passivposten der Bilanz nicht mehr zulässig.“
Die Aussage aus der Vorlage:
„Bei Kapitalgesellschaften darf die indirekte Abschreibung gar nicht angewendet werden“
wäre allerdings ebenfalls zu pauschal.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen:
interner Kontenführung
und
Ausweis im handelsrechtlichen Jahresabschluss.
Ein separates Korrekturkonto kann buchhalterisch geführt werden. In der Bilanz muss jedoch der gesetzlich vorgeschriebene Wertansatz eingehalten werden.
Anschaffungskosten trotzdem nachvollziehbar
Ein Vorteil der getrennten Erfassung besteht darin, dass die ursprünglichen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen in der Buchführung getrennt verfügbar bleiben.
Bei Kapitalgesellschaften werden solche Informationen außerdem im Anlagenspiegel dargestellt.
§ 284 Abs. 3 HGB verlangt dort unter anderem Angaben zu:
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugängen und Abgängen
sowie
Abschreibungen.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten müssen daher nicht durch einen künstlich erhöhten Aktivposten und einen Gegenposten auf der Passivseite sichtbar gemacht werden.
Abschluss des Abschreibungskontos
Das Konto:
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen
ist ein Aufwandskonto.
Es wird am Ende des Geschäftsjahres über das GuV-Konto abgeschlossen.
Bei einer Abschreibung von 2.000 € lautet der Buchungssatz:
8020 GuV 2.000 €
an 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
Diese Buchung ist bei direkter und indirekter Abschreibung grundsätzlich gleich.
Denn bei beiden Verfahren ist die Abschreibung ein Aufwand.
Auswirkung auf das Jahresergebnis
Sowohl bei der direkten als auch bei der indirekten Abschreibung wird derselbe Abschreibungsaufwand erfasst.
In unserem Beispiel:
2.000 €
Dieser Aufwand vermindert das Jahresergebnis.
Die Wahl der buchhalterischen Darstellung darf nicht dazu führen, dass bei identischem Sachverhalt ein unterschiedlicher Abschreibungsaufwand entsteht.
Vereinfacht gilt:
direkte Abschreibung → Aufwand 2.000 €
indirekte Abschreibung → Aufwand 2.000 €
Der Unterschied besteht lediglich darin, wo die Wertminderung des Anlageguts gesammelt wird.
Abschluss des Wertberichtigungskontos im Lernmodell
Wird das Konto:
3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen
im verwendeten Kontenmodell als passivisches Korrekturkonto geführt, besitzt es einen Habensaldo.
In einfachen Abschlussaufgaben kann dieser Saldo entsprechend über das Schlussbilanzkonto abgeschlossen werden:
3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen
an 8010 Schlussbilanzkonto
Wichtig ist jedoch:
Dieser technische Kontenabschluss darf nicht mit dem handelsrechtlichen Bilanzausweis verwechselt werden.
In einer nach heutigen HGB-Vorschriften aufgestellten Kapitalgesellschaftsbilanz wird daraus kein zusätzlicher eigenständiger Passivposten „Wertberichtigungen“.
Was passiert nach vollständiger Abschreibung?
Nach fünf vollständigen Abschreibungsjahren beträgt in unserem Beispiel:
Anschaffungskosten: 10.000 €
kumulierte Abschreibungen: 10.000 €
Buchwert: 0 €
Die Maschine ist damit vollständig abgeschrieben.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sie zwangsläufig aus dem Betrieb ausscheidet.
Sie kann weiterhin genutzt werden, sofern sie noch funktionsfähig ist.
Anlagegut scheidet aus dem Unternehmen aus
Wird ein indirekt abgeschriebenes Anlagegut verkauft, verschrottet oder anderweitig aus dem Betriebsvermögen entfernt, müssen auch die dazugehörigen kumulierten Wertberichtigungen ausgebucht werden.
Dabei werden Anlagekonto und zugehöriges Wertberichtigungskonto miteinander verrechnet beziehungsweise aufgelöst.
Erst danach kann der Abgang des verbleibenden Buchwerts korrekt beurteilt werden.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zur direkten Abschreibung, bei der der aktuelle Buchwert bereits unmittelbar auf dem Anlagekonto steht.
Vorteile der indirekten Abschreibung
Die getrennte Führung kann mehrere Vorteile haben.
Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bleiben auf dem Anlagekonto sichtbar.
Gleichzeitig lässt sich erkennen, wie hoch die bisher kumulierten Abschreibungen sind.
Damit stehen getrennt zur Verfügung:
ursprüngliche Anschaffungskosten
kumulierte Abschreibungen
und daraus berechnet:
Restbuchwert
Diese Informationen können für interne Auswertungen hilfreich sein.
Nachteile der indirekten Abschreibung
Der aktuelle Buchwert lässt sich nicht unmittelbar am Anlagekonto ablesen.
Er muss zunächst berechnet werden:
Anlagekonto − Wertberichtigung
Außerdem darf das Wertberichtigungskonto nicht mit einer echten Verbindlichkeit verwechselt werden.
Beim Ausscheiden des Anlageguts müssen außerdem sowohl das Anlagekonto als auch die dazugehörige Wertberichtigung berücksichtigt werden.
Für die handelsrechtliche Bilanz einer Kapitalgesellschaft ist zusätzlich zu beachten, dass Wertberichtigungen nicht als eigener Passivposten ausgewiesen werden dürfen.
Direkte und indirekte Abschreibung im Vergleich
| Direkte Abschreibung | Indirekte Abschreibung |
|---|
| Anlagekonto wird unmittelbar vermindert | Anlagekonto bleibt zunächst unverändert |
| Abschreibung direkt auf das Anlagekonto | Abschreibung auf Wertberichtigungskonto |
| Buchwert unmittelbar am Anlagekonto erkennbar | Buchwert muss aus Anlagewert minus Wertberichtigung berechnet werden |
| Buchung: Abschreibungen an Anlagekonto | Buchung: Abschreibungen an Wertberichtigung |
| ursprüngliche AK/HK auf dem Sachkonto sinken durch Buchungen | ursprüngliche AK/HK bleiben auf dem Sachkonto erhalten |
| Abschreibung ist Aufwand | Abschreibung ist ebenfalls Aufwand |
Rechenbeispiel
Eine Maschine wird am Jahresanfang auf Ziel angeschafft.
Kaufpreis:
9.000 € netto
Lieferung und notwendige Montage:
1.000 € netto
Anschaffungskosten:
10.000 €
Nutzungsdauer:
5 Jahre
Jährliche lineare Abschreibung:
10.000 € : 5 = 2.000 €
Direkte Abschreibung
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
an 0700 Maschinen und Anlagen 2.000 €
Anlagekonto nach der Abschreibung:
8.000 €
Indirekte Abschreibung
6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
an 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen 2.000 €
Anlagekonto:
10.000 €
Wertberichtigung:
2.000 €
Buchwert:
10.000 € − 2.000 € = 8.000 €
Abschluss des Aufwandskontos
8020 GuV 2.000 €
an 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
Der Abschreibungsaufwand beträgt damit unabhängig von der verwendeten Buchungstechnik:
2.000 €
Indirekte Abschreibung zusammengefasst
Bei der indirekten Abschreibung wird das Anlagekonto nicht unmittelbar um den Abschreibungsbetrag vermindert.
Stattdessen wird die Wertminderung auf einem gesonderten:
Wertberichtigungskonto
gesammelt.
Die typische Buchung lautet:
Abschreibungen auf Sachanlagen an Wertberichtigungen zu Sachanlagen
Der Buchwert ergibt sich anschließend aus:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten − kumulierte Wertberichtigungen
Im IKR gibt es dafür unter anderem:
3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen.
Das Wertberichtigungskonto ist jedoch keine gewöhnliche Schuld des Unternehmens.
Insbesondere bei Kapitalgesellschaften darf es nicht als zusätzlicher Passivposten in der Bilanz ausgewiesen werden. Der Vermögensgegenstand muss handelsrechtlich mit seinem um die Abschreibungen verminderten Wert angesetzt werden.
Für beide Abschreibungsmethoden gilt:
Die Abschreibung ist Aufwand und vermindert das Jahresergebnis.
Der wesentliche Unterschied lautet:
direkt → Anlagekonto wird vermindert
indirekt → Wertminderung wird zunächst auf einem gesonderten Korrekturkonto gesammelt
Typische Geschäftsvorfälle: Konten erkennen und richtig buchen
Welche Aussagen zur direkten und indirekten Abschreibung sind richtig?
A. Sowohl die direkte als auch die indirekte Abschreibung sind erfolgswirksam.
B. Bei der direkten Abschreibung bleibt der Restbuchwert des Anlageguts während der gesamten Nutzungsdauer unverändert.
C. Bei der indirekten Abschreibung bleibt der Restbuchwert des Anlageguts während der gesamten Nutzungsdauer unverändert.
D. Bei der indirekten Abschreibung bleiben die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf dem Anlagekonto erhalten und können in der Buchführung getrennt von den kumulierten Abschreibungen nachvollzogen werden.
E. Bei der indirekten Abschreibung entspricht der Wert auf dem Anlagekonto jederzeit unmittelbar dem aktuellen Restbuchwert.
Was ist in der Buchführung unter „erfolgswirksam“ zu verstehen?
A. Ein Geschäftsvorfall ist erfolgswirksam, wenn das Unternehmen dadurch besonders erfolgreich wird.
B. Ein Geschäftsvorfall ist erfolgswirksam, wenn dabei ein Aufwands- oder Ertragskonto angesprochen wird.
C. Erfolgskonten werden über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen und beeinflussen dadurch das Jahresergebnis.
D. Ein Geschäftsvorfall ist immer dann erfolgswirksam, wenn ausschließlich Bestandskonten angesprochen werden.
E. Jeder Geschäftsvorfall ist automatisch erfolgswirksam.
Welche Aussagen zur direkten und indirekten Abschreibung sind falsch?
A. Der Buchwert eines abnutzbaren Anlageguts vermindert sich durch die planmäßigen Abschreibungen.
B. Bei der indirekten Abschreibung werden die Abschreibungsbeträge auf einem gesonderten Wertberichtigungskonto gesammelt.
C. Ein Wertberichtigungskonto stellt eine gewöhnliche Verbindlichkeit des Unternehmens dar.
D. Bei der indirekten Abschreibung werden die Anlagegüter selbst als Korrekturposten bezeichnet.
E. Wertberichtigungen werden auf der Passivseite ausgewiesen, damit ein rechnerisches Ungleichgewicht zwischen Aktiv- und Passivseite ausgeglichen wird.
Welche Aussagen zur Anwendung der indirekten Abschreibung sind richtig?
A. Die indirekte Abschreibung kann als Buchungstechnik verwendet werden, indem die Abschreibungen auf einem gesonderten Wertberichtigungskonto gesammelt werden.
B. Einzelunternehmen dürfen Anlagegüter in der Handelsbilanz grundsätzlich mit den ungekürzten Anschaffungskosten ausweisen und die Abschreibungen als eigenen Passivposten gegenüberstellen.
C. Für den handelsrechtlichen Bilanzansatz müssen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um die Abschreibungen vermindert werden.
D. Kapitalgesellschaften dürfen Wertberichtigungen zu Sachanlagen als eigenen zusätzlichen Passivposten in ihrer Bilanz ausweisen.
E. Ob die indirekte Abschreibung als Buchungstechnik verwendet werden kann, hängt grundsätzlich nicht allein von der Rechtsform des Unternehmens ab.
Wir kaufen eine neue Maschine für 9.000 € netto auf Rechnung. Für Lieferung und notwendige Montage werden zusätzlich 1.000 € netto berechnet. Die Anschaffungskosten betragen somit 10.000 €. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre und die Maschine wird linear abgeschrieben.
Wie lautet der Buchungssatz für die jährliche indirekte Abschreibung bei einem vollen Abschreibungsjahr?
A. 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 € an 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen 2.000 €
B. 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 1.000 € an 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen 1.000 €
C. 3610 Wertberichtigungen zu Sachanlagen 2.000 € an 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €
D. 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 € an 0700 Maschinen und Anlagen 2.000 €
E. 0700 Maschinen und Anlagen 2.000 € an 6520 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.000 €








